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Trotz Corona: Kreuzgangspiele bereiten sich auf die Saison vor | BR24

© BR/Eleonore Birkenstock

Die Bühne wird gerade aufgebaut.

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    Trotz Corona: Kreuzgangspiele bereiten sich auf die Saison vor

    Das Theaterfestival "Kreuzgangspiele" in Feuchtwangen soll Anfang Mai starten. Inmitten der Corona-Krise bereiten sich Handwerker und Künstler auf die Festspiele vor. Allerdings anders als sonst: z.B. mit Schauspielproben per Telefonkonferenz.

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    Die Sonne scheint, der Himmel zeigt ein tiefes Blau. Ein offenbar ganz normaler Frühlingstag in Feuchtwangen. Im Innenhof des ehemaligen Benediktinerklosters schrauben, sägen und hämmern Handwerker. Sie bauen die Bühne und die Zuschauertribüne für die Kreuzgangspiele auf.

    Vorbereitungen laufen

    Es wirkt wie ganz normaler Handwerkeralltag. Doch die Männer halten Abstand voneinander. Auch Maria Wüstenhagen vom Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen grüßt nur von Weitem. Paul Maars "Das Sams – Eine Woche voller Samstage" hat zwischen den Bögen des früheren Klosters am 10. Mai Premiere. Oder soll Premiere haben. Denn der 10. Mai ist drei Wochen nach dem Ende der Osterferien. Derzeit ist noch nicht klar, ob die Ausgangsbeschränkungen und der Veranstaltungsstopp im Anschluss verlängert wird.

    "Uns ist natürlich klar, wie die Situation ist. Wir sind nicht blind, naiv sind wir auch nicht. Und uns ist auch die Gesundheit des Publikums ganz, ganz wichtig. Wir sind mit den Behörden ständig in Kontakt. Allerdings muss man auch sagen, wenn wir jetzt nicht anfangen würden, würden wir es nicht schaffen" Dr. Maria Wüstenhagen, Dramaturgin und Kulturbüro Stadt Feuchtwangen

    Die Kindertheaterstücke haben im Mai Premiere, die Theaterwerke für die Erwachsenen sollen ab Mitte Juni auf die Bühne des Sommertheaterfestivals kommen. Eine Möglichkeit sei, statt bis Mitte August, bis in den September hinein zu spielen, erklärt Maria Wüstenhagen vom Kulturbüro: „Alles ist möglich“, sagt sie.

    Kostüme werden genäht

    In der Schneiderei hat Marion Schultheiß mit dem Nähen der Kostüme begonnen. Die Maße der Schauspielerinnen und Schauspieler hat sie bereits bekommen. Die Anproben kann sie aber erst machen, wenn die Künstler anreisen dürfen. Durch Corona wird das später sein, als sonst. Auch Marion Schultheiß stellt sich auf alles Mögliche ein: "Ich denke, es wird sich eine Lösung finden, wie auch immer die aussehen wird. Unsere Arbeit wird nicht umsonst sein".

    © BR / Eleonore Birkenstock

    Die Entwürfe für die Kostüme für die Kreuzgangspiele

    Schauspielproben per Telefonkonferenz

    Auch die Regisseure beginnen zusammen mit den Schauspielerinnen und Schauspielern mit der Arbeit. Allerdings anders als sonst, nämlich per Telefonkonferenz. Das ist auch für die Kreuzgangfestspiele eine ganz neue Erfahrung: "Ich denke, für Leseproben und Rollengespräche funktioniert das ganz gut", sagt Dramaturgin Maria Wüstenhagen.

    Optimismus in Feuchtwangen

    Bram Stokers „Dracula“ und Shakespeares „Ende gut, alles gut“ stehen bei den Kreuzgangspielen auf dem Programm. Und Maria Wüstenhagen hofft, dass auch für die Festspiele in diesem Jahr am Ende alles gut gehen wird – wie auch immer das Ende aussehen mag. „Von Verzweiflung sind wir noch weit entfernt, zum Glück“, sagt sie und lächelt in die Frühlingssonne.

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