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Trotz Corona: Hof verzichtet nicht ganz auf Schlappentag | BR24

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Die Hofer feiern trotz Corona-Krise den Schlappentag. Auch wenn das Festprogramm mit Umzug und Stadtführung ausfällt, verzichten die Hofer nicht komplett auf ihren Nationalfeiertag.

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Trotz Corona: Hof verzichtet nicht ganz auf Schlappentag

Der Schlappentag bleibt der Schlappentag. Zwar läuft er wegen Corona in diesem Jahr nicht so ab wie gewohnt, verzichten müssen die Hofer aber auch heuer trotzdem nicht auf ihren "Nationalfeiertag".

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Der Hofer Schlappentag gilt als eines der ältesten Handwerker- und Schützenfeste in ganz Deutschland. Er findet heute zum 588. Mal statt. Auch wenn das Festprogramm mit Umzug, historischer Stadtführung und Schlappenschießen coronabedingt gestrichen werden musste - ganz verzichten die Hofer nicht auf ihren Nationalfeiertag.

Historische Urkunde wird präsentiert

Der Schlappentag geht auf die Gründung einer Bürgerwehr nach dem verheerenden Überfall Hussiten zurück, die 1430 Hof wie zahlreiche andere Städte entlang der bayerisch-böhmischen Grenze plünderten. Das historische Dokument, das die Vorgänge belegt, wurde erst vor kurzem im Staatsarchiv Bamberg entdeckt. Und das wollen die Schützen und Handwerker heute Vormittag bei einer Pressekonferenz im Rathaus präsentieren.

Schlappenbier gibt es auch heute

Dort ertönt um 9 Uhr auch der traditionelle Weckruf, mit dem einst die Bürger zu ihren Schießübungen gerufen wurden. Und zu Hause und in den Hofer Gasthäusern kann sich jeder das traditionelle Schlappenbier schmecken lassen. Das spezielle Starkbier wurde noch vor dem Corona-Ausbruch eingebraut, darf aber immer erst am Schlappentag ausgeschenkt werden. Der Hofer Schlappentag wurde inzwischen in die Liste des immateriellen Kulturerbes Bayern aufgenommen.

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Zwar läuft der Schlappentag wegen Corona in diesem Jahr nicht so ab wie gewohnt, verzichten müssen die Hofer aber nicht auf ihn. BR-Reporterin Annerose Zuber hat in der Sendung "Mittags in Franken" auf Bayern1 über das Procedere aufgeklärt.

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