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Die Landesausstellung in Friedberg und Aichach war trotz BRder Corona-bedingten Verkürzung ein Erfolg, so das Haus der Bayerischen Geschichte. Insgesamt seien rund 63.000 Besucher gekommen, um mehr über das Wittelsbacher Land zu erfahren.

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Trotz Corona: "Die Landesausstellung war ein Erfolg"

Wegen Corona musste die diesjährige Landesausstellung in Aichach und Friedberg später beginnen – und nun endete sie auch früher als geplant. Die Verantwortlichen zogen dennoch eine positive Bilanz, äußerten aber auch Kritik.

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Von
  • Andreas Herz

63.000 Besucher - das sei eine gute Bilanz, meint Richard Loibl, Direktor beim Haus der Bayerischen Geschichte. Die vielen Schulklassen hätten schließlich wegen der Pandemie nicht zur Landesausstellung kommen können und Reisegruppen auch nicht. Umso schöner sei es, dass vor allem aus Oberbayern und Franken viele Einzelbesucher gekommen seien, um über die Stadtgründungen im Wittelsbacher Land mehr zu erfahren.

Kritik an Museums-Schließungen

Loibl äußerte aber Kritik an der Entscheidung, Museen im Zuge der verschärften Corona-Maßnahmen zu schließen: "Es ist schwer nachzuvollziehen, dass Museen geschlossen sind, wenn man durch Friedberg fährt und sieht, dass Autohäuser und Möbelhäuser geöffnet sind", so Loibl zur vorzeitigen Schließung der Landesausstellung.

Es sei ein Kraftakt gewesen, die Ausstellung unter Corona-Bedingungen zu organisieren. Besonders schwer sei es gewesen, alle Exponate zu bekommen, da im Zuge des Lockdowns im Frühjahr auch das internationale Transportsystem für Kunst zusammengebrochen sei.

Gut für die Gastro und den Einzelhandel

Landrat Klaus Metzger (CSU) zog wie Loibl eine positive Bilanz, bedauerte aber, dass das „umfangreiche Rahmenprogramm mit Theaterstücken und Vorträgen“ nicht habe stattfinden können. Den Beteiligten dankte Metzger ausdrücklich für ihre Bemühungen. Die beiden Bürgermeister der Städte Aichach, Klaus Habermann, und Friedberg, Roland Eichmann, zogen ebenfalls eine positive Bilanz und bedankten sich beim Haus der Bayerischen Geschichte für die "hervorragende Zusammenarbeit". Die Landesausstellung habe auch die Wirtschaft in der Region belebt, insbesondere die Gastronomie und den Einzelhandel.

Wegen Corona hatte die Landesausstellung später begonnen und war nun vorzeitig beendet worden. Die reinen Sachkosten schätzt das Haus der Bayerischen Geschichte auf 1,2 Millionen Euro. Die Kosten für das Personal sind dabei nicht eingerechnet. Auch die Mehrausgaben wegen Corona sind noch nicht berechnet.

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Landesausstellung 2020.

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