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Trotz Corona-Absage: Wallfahrten finden im kleinen Kreis statt | BR24

© dpa/Armin Weigel

Sowohl die Oberpfälzer Fußwallfahrt als auch die Regensburger Diözesanwallfahrt finden in diesem Jahr anders als geplant statt.

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    Trotz Corona-Absage: Wallfahrten finden im kleinen Kreis statt

    Offiziell sind die vor Pfingsten stattfindenden großen Altötting-Wallfahrten heuer abgesagt. Dennoch werden einige Pilgerführer diese im kleinen Kreis durchführen.

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    Normalerweise würde am Freitag die Oberpfälzer Fußwallfahrt starten, an der rund 1.500 Pilger teilnehmen. Doch heuer werden sich nur vier kleine Gruppen mit jeweils drei Pilgerführern unter Beachtung strenger Hygienevorschriften und Einhaltung aller Abstandsregeln auf den 160 Kilometer langen Weg machen. Dass sich weitere Pilger anschließen, sei nicht erwünscht.

    Kleine Wallfahrt genehmigt

    Um nicht mit Übernachtungen Menschen zu gefährden, werden Begleitfahrzeuge jeden Abend die Pilger abholen, nach Hause bringen und morgens wieder an der Strecke absetzen. Diese kleine Wallfahrt sei bei den zuständigen Landratsämtern genehmigt worden, so der Leiter der Oberpfälzer Fußwallfahrt Richard Bögerl gegenüber dem BR. Aufgrund des staatlichen Verbots der Gruppenbildung dürfen sich unterwegs keine weiteren Pilger anschließen. Allerdings sei es erlaubt, würden einzelne Haushalte gesondert nach Altötting gehen wollen.

    Die Oberpfälzer Fußwallfahrt ist die zweitgrößte Wallfahrt der Diözese Regensburg nach Altötting. Und sie hat die längste Tradition: Sie ist die einzige Wallfahrt Deutschlands, die ohne Unterbrechung seit 1685 nach Altötting führt.

    Diözesanwallfahrt live im Internet

    Die traditionelle Regensburger Diözesanwallfahrt, mit rund 8.000 Pilgern die größte Wallfahrt nach Altötting, findet dieses Jahr ebenfalls anders als gewohnt statt. Stellvertretend für die Gläubigen wird Bischof Rudolf Voderholzer stattdessen am Pfingstsamstag die Anliegen der Menschen persönlich zur Madonna bringen. Er wird die letzten zehn Kilometer zu Fuß gehen, was die Diözese live im Internet streamen wird.

    Wallfahrt-Entstehung: Aus Angst vor der Pest

    Die Wallfahrten entstanden in der Barockzeit unter dem Eindruck der Pestepedemie. Damals baten die Menschen um den göttlichen Beistand und hofften, von der tödlichen Pest verschont zu werden.

    In diesem Jahr wurden alle Prozessionen und Wallfahrten untersagt, um der Corona-Pandemie keinen Vorschub zu leisten.

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