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Trotz Bundesligaabstieg: 1. FCN macht Gewinn | BR24

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Sportlich war die vergangene Saison 2018/19 für den 1. FC Nürnberg kein Erfolg - wirtschaftlich dagegen schon. Der Verein hat einen Gewinn von rund 8,1 Millionen Euro erzielt und kann sogar erstmals seit 2008 wieder positives Eigenkapital vorweisen.

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Trotz Bundesligaabstieg: 1. FCN macht Gewinn

Sportlich war die vergangene Saison 2018/19 für den 1. FC Nürnberg kein Erfolg – wirtschaftlich dagegen schon. Der Verein hat einen Gewinn von rund 8,1 Millionen Euro erzielt und kann sogar erstmals seit 2008 wieder positives Eigenkapital vorweisen.

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Die Saison 2018/19 war eigentlich keine gute für den 1. FC Nürnberg. Nach nur einem Jahr in der 1. Bundesliga musste der Club zurück in die 2. Liga. Trotzdem konnte der Verein das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 8,1 Millionen Euro nach Steuern abschließen. Und der Club kann sogar erstmals seit 2008 wieder ein positives Eigenkapital vorweisen.

Sondereffekte verhelfen zu Eigenkapital

Grund dafür ist, dass in die Bilanz günstige Sondereffekte eingeflossen sind – zum Beispiel die Neubewertung vereinseigener Grundstücke. Das Eigenkapital beläuft sich nun auf 8,6 Millionen Euro. Im Vorjahr war noch ein Fehlbetrag von 4,3 Millionen Euro ausgewiesen worden.

1. FCN erzielt Rekordumsatz

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Club einen Rekordumsatz von 72,9 Millionen Euro erzielt. Im Jahr zuvor lag der Umsatz noch bei 44,4 Millionen Euro. Möglich wurde die Steigerung vor allem durch höhere Einnahmen aus dem Spielbetrieb, den TV-Geldern und höhere Werbeeinnahmen. Diese Posten fallen in der 1. Liga deutlich höher aus.

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Ausgerechnet im Jahr des Abstiegs bekamen die Vereinsoberen für die wirtschaftlichen Zahlen viel Applaus. "Das ist wahrscheinlich das beste Ergebnis, was der Club jemals erzielt hat", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Grethlein.

Hohe Transfer-Erlöse

Auch wenn der FCN derzeit wieder in der 2. Liga spielt, rechnet Club-Finanzvorstand Niels Rossow damit, dass auch die laufende Saison mit einem Plus abgeschlossen werden kann. Grund sind Transfererlöse die in diesem Jahr zu Buche schlagen werden, etwa aus den Verkäufen von Eduard Löwen (zu Hertha BSC Berlin), Tim Leibold und Ewerton (beide Hamburger HSV).

Ziel ist die erste Bundesliga

Mittelfristig gesehen, will der 1. FC Nürnberg eine Umsatzmarke von 100 Millionen Euro anpeilen, um sich so auch in der ersten Bundesliga wieder etablieren zu können. Die Ausgliederung der Profiabteilung und die damit verbundene Öffnung für einen potenziellen Investor sei derzeit kein aktuelles Thema, erklärten sowohl Finanzvorstand Rossow als auch FCN-Aufsichtsratschef Thomas Grethlein. Das bedeute allerdings nicht, dass dieses Thema komplett vom Tisch sei.

© BR/Roland Wittmann

Sportlich war die letzte Saison für den 1. FC Nürnberg kein Erfolg – wirtschaftlich dagegen schon. Das Geschäftsjahr konnte er mit einem Plus von 8,1 Millionen Euro abschließen, einen Rekordumsatz erzielen und ein positives Eigenkapital vorweisen.