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Bildrechte: Sven Hoppe/dpa

Symbolbild: Altenheim

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    Trotz begonnener Impfung: Einzelne Heime noch Corona-Hotspots

    Immer wieder gibt es Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen, aber auch in Einrichtungen für behinderte Menschen. Zwar entspannt sich die Lage in vielen bayerischen Einrichtungen, doch einzelne Heime sind noch immer Hotspots.

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    • BR24 Redaktion

    In einigen Pflegeheimen, aber auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung gibt es immer wieder größere Corona-Ausbrüche. Zwar entspannt sich die Lage nach einer BR-Umfrage insgesamt in Bayern leicht, doch einzelne Heime sind noch immer Hotspots wie das St. Josefs-Stift in Eisingen im Landkreis Würzburg. Dort leben mehr als 210 Menschen mit Behinderung, betreut werden sie von 380 Beschäftigten. In der Einrichtung gab es einen größeren Corona-Ausbruch. 55 Bewohner und Mitarbeiter sind infiziert, 25 davon sind Beschäftigte. Ein Bewohner wurde wegen schwerer Symptome ins Krankenhaus eingeliefert. Allen anderen positiv Getesteten gehe es verhältnismäßig gut, so eine Sprecherin. In der Einrichtung wurde bisher noch niemand gegen Corona geimpft.

    Großer Ausbruch im oberbayerischen Geretsried

    Am Montag war bekannt geworden, dass sich seit Mitte Januar in einem Pflegeheim im oberbayerischen Geretsried etwa 100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Rund die Hälfte von ihnen – 51 – hatten bereits eine erste Impfdosis erhalten, bevor das Virus bei ihnen nachgewiesen wurde, teilte das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen mit. Einer der Infizierten war sogar bereits zum zweiten Mal geimpft. Er hatte die zweite Dosis sieben Tage vor dem Nachweis des Virus erhalten. Man gehe davon aus, dass der Impfstoff seine volle Wirksamkeit 14 Tage nach der Zweitimpfung entfalte, erläuterte das Landratsamt.

    Lage in Oberfranken entspannt sich leicht

    In Oberfranken dagegen entspannt sich die Lage in Pflege- und Seniorenheimen leicht. In Lichtenfels sind derzeit in zwei Einrichtungen Corona-Fälle bekannt. Besonders auffällig: Im Wohn-und Pflegeheim Kutzenberg Haus sind 22 Bewohner und zwölf Kräfte des Personals betroffen. In Bayreuth wird derzeit noch mit den Nachwehen eines Ausbruchs in einem Pflegeheim gekämpft, generell entspanne sich aber die Situation in der Stadt, hieß es.

    Infektionsgeschehen in Schwaben rückläufig

    Auch in Schwaben ist das Infektionsgeschehen rückläufig. Im Landkreis Augsburg bewegen sich die Fallzahlen laut Landratsamt "auf niedrigem Niveau", die Lage habe sich in allen Einrichtungen beruhigt. Insgesamt sind derzeit 13 Personen in Pflegeeinrichtungen positiv getestet worden, darunter sowohl Bewohner als auch Pflegepersonal. Insgesamt sind im Landkreis Augsburg seit Beginn der Pandemie 120 Menschen in Pflegeeinrichtungen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

    Besuchsverbot in mehreren Einrichtungen

    Im Landkreis Unterallgäu gilt nach einem Corona-Ausbruch derzeit für vier Pflegeeinrichtungen ein Besuchsverbot. Nach Angaben des Landratsamts liegen die Ausbrüche aber schon längere Zeit zurück, und das Infektionsgeschehen in den Heimen klinge momentan ab.

    Im Landkreis Oberallgäu sind die Infektionszahlen in den Pflegeeinrichtungen ebenfalls rückläufig. Im benachbarten Landkreis Ostallgäu haben laut Landratsamt 75 Prozent der Einrichtungen Personal und Bewohnende bereits vollständig geimpft. Im Landkreis Donau-Ries sind derzeit 74 Personen mit dem Corona-Virus infiziert, die in Senioren- und Pflegeheimen leben. Bisher sind 59 Personen aus Einrichtungen an oder mit dem Virus verstorben.

    Entspannung auch in der Oberpfalz

    Im oberpfälzischen Roding im Landkreis Cham war vor rund zwei Wochen ein Seniorenheim schwer betroffen gewesen. Seitdem soll sich die Lage laut Heimbetreiber aber entspannt haben. Am Dienstag waren 26 Bewohner und ein Mitarbeitender infiziert. Es gilt derzeit noch immer ein Besuchsverbot. Bewohner mit negativem Test dürfen das Seniorenheim allerdings verlassen.

    Glück hatte eine Heim in Amberg: Weil dort fast alle Senioren und Seniorinnen schon geimpft sind, verlief ein Ausbruch nicht so schlimm. 21 Bewohner und vier Beschäftigte wurden im Seniorenheim der Diakonie in der Hellstraße positiv getestet. Die Betroffenen hatten aber keine oder nur sehr milde Symptome, teilt eine Sprecherin der Stadt mit.

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