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Ein Schild weist auf eine Ampel hin
© pa/dpa/Wolfgang Steinberg
© pa/dpa/Wolfgang Steinberg

Ein Schild weist auf eine Ampel hin

Der Verkehr durch die Gemeinde Neuburg am Inn (Lkr. Passau) ist seit vielen Monaten ein heißes Thema. Der Grund: Tausende Laster fahren über die Staatsstraße durch Neuburg, weil sie der Grenzkontrolle auf der A3 ausweichen wollen. Eine Ampel könnte ab heute die Situation zusätzlich verschärfen.

Ampel soll bis zu zwei Jahre stehen bleiben

Laut einer Mitteilung des Straßenbauamtes Passau wird ab heute die Staatsstraße in Neuburg halbseitig gesperrt und eine Lichtzeichenanlage den Verkehr an einer Brückenbaustelle regeln. Eine Sprecherin der Gemeinde Neuburg sagte dem BR, die "Ampellösung" werde mindestens ein, eher zwei Jahre andauern.

Anwohner befürchten Staus, Lärm und mehr Abgase

Die Anwohner sind sauer, halten die Ampel und die halbseitige Sperrung für nicht praktikabel und völlig unsinnig. Sie befürchten zusätzliche Staus in beide Richtungen und vermehrt Lärm- und Abgasbelastung durch lange Standzeiten der Fahrzeuge an der Ampel.

"So eine Ampellösung ist für uns eine Katastrophe. Wir haben langsam das Gefühl, dass man uns aus Neuburg vertreiben will." Eva Nistler, Sprecherin einer Bürgerinitiative

Der Gemeinderat hatte sich vor einigen Wochen mit einer Resolution an das Passauer Landratsamt gewandt - mit der Bitte, die Staatsstraße in Neuburg während der Bauphase für den Schwerlastverkehr zu sperren. Ohne Erfolg.