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Trockenstress: Forstbetrieb fällt 250 Bäume bei Greußenheim | BR24

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In Nähe der Gemeinde Greußenheim im Landkreis Würzburg werden im großen Stil Bäume gefällt. Die Trockenheit in den vergangenen Jahren hat ihnen stark zugesetzt. Betroffen sind auch bis zu 150 Jahre alte Buchen.

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Trockenstress: Forstbetrieb fällt 250 Bäume bei Greußenheim

In Nähe der Gemeinde Greußenheim werden im großen Stil Bäume gefällt. Die Trockenheit in den vergangenen Jahren hat ihnen stark zugesetzt. Betroffen sind auch bis zu 150 Jahre alte Buchen.

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Sie sind wegen der Trockenheit der vergangenen Jahre zu "Gefahrenbäumen" geworden: Rund 250 Bäume, die meisten davon Buchen, die auf etwa zwei Kilometer Länge im Landkreis Würzburg an der Staatsstraße von Greußenheim nach Leinach stehen. Trotz ihrer tiefen Wurzeln macht ihnen der Trockenstress zu schaffen.

Bäume bis zu 150 Jahre alt

Laut Bernhard Fleischmann vom beauftragten Forstbetrieb in Kist stehen auf der Fäll-Liste auch vordergründig "starke Bäume", die teils bis zu 150 Jahre alt seien. Gerade Autofahrer auf der Staatsstraße seien durch möglicherweise herabfallende Äste gefährdet. Die Fällarbeiten sollten ursprünglich zwei Tage dauern. Der Einsatz ist jedoch auf Freitag verlängert worden. Die Arbeiten müssen bei solchen "Gefahrenbäumen" besonders umsichtig durchgeführt werden, sagt Bernhard Fleischmann.

Fällarbeiten mit Funktechnik

Um die Unfallgefahr durch herabfallende Äste zu vermeiden, kommt Funktechnik zum Einsatz, die Fleischmann selbst erst seit drei Wochen anwendet: So zum Beispiel eine funkgesteuerte Seilwinde und ebenfalls über Funk angesteuerte Fäll-Keile. Diese werden ins Holz eingebracht, wo sie dann bis zu 25 Tonnen Druck ausüben und den Baum zu Fall bringen. Ziel der Funktechnik sei es, Risiken zu minimieren – und die Arbeiter "so weit wie möglich vom Baum weg" zu bringen, sagt Fleischmann.

Zwischenzeitliche Sperrungen

Wegen der Fällarbeiten kann es auf der Straße zwischen Greußenheim und Leinach immer wieder zu zwischenzeitlichen Sperrungen kommen. Das Kister Forstunternehmen Fleischmann ist seit Wochen wegen trockengestresster Bäume im Einsatz – etwa entlang der A3 oder an der sogenannten Hettstädter Steige zwischen Würzburg und Hettstadt. Solche Baumfällarbeiten wegen Trockenheit hätten "extrem zugenommen", sagt Fleischmann. In der Vergangenheit habe es ähnliche Einsätze nur wegen Borkenkäferschäden gegeben. Das anfallende Holz werde größtenteils zu Brennholz verarbeitet, sagt der Baum-Experte – und weiter: "Normalerweise machen wir das Brennholz im Winter."

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In Nähe der Gemeinde Greußenheim werden im großen Stil Bäume gefällt. Die Trockenheit in den vergangenen Jahren hat ihnen stark zugesetzt. Betroffen sind auch bis zu 150 Jahre alte Buchen.