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Trockenheit und Hitze: So kommt der Garten gut durch den Sommer | BR24

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Die Hitze hat Bayern im Griff und in Frankens Gärten muss entsprechend viel gegossen werden. Doch welche Pflanzen benötigt aktuell richtig viel Wasser und an welchen Stellen im Garten kann man sich das Gießen vielleicht sparen?

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Trockenheit und Hitze: So kommt der Garten gut durch den Sommer

Die Sommer in Unterfranken sind in der Regel besonders warm und trocken. Marianne Scheu-Helgert, die Leiterin der bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim, gibt Gartenbesitzern Tipps, wie sie ihre Gärten gut durch die heiße Zeit bringen.

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Wenn jemand eine unterfränkische Garten-Expertin ist, dann sie: Marianne Scheu-Helgert ist Leiterin der bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim. Bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) kennt sie sich mit Pflanzen und deren Bedürfnissen aus. Gerade der heiße und trockene Sommer in Unterfranken verlangt den Pflanzen einiges ab.

Englischer Rasen ist in Unterfranken nur schwer möglich

Weil das Wasser nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und man damit verantwortungsvoll umgehen sollte, rät Scheu-Helgert den Gartenbesitzern, sich Prioritäten zu setzen: "Man sollte sich entscheiden: Was muss bei mir im Garten sein, was will ich unbedingt? Man muss unterscheiden: Wo lohnt es sich, wo lohnt es sich nicht. Und da gehört für mich der Rasen zum Beispiel dazu. Rasen in Unterfranken wird einfach braun. Wenn ich das verhindern wollte, bräuchte ich Unmengen an Wasser – und das von Anfang an."

Gemüsesorten mit langen Wurzeln heranziehen

In Unterfranken bietet es sich an, so Scheu-Helgert, Gemüsearten mit langen Wurzeln heranzuziehen, die den Klimawandel vertragen. Dazu gehören Mangold oder Pastinaken. Dieses Gemüse wird im Frühjahr gesät, wenn der Boden noch feucht ist. In den Sommermonaten müssen die Pflanzen nicht gegossen werden. "Bei der größten Hitze sehen die Pflanzen etwas schlapp aus, aber später dann werden sie wieder grün", erklärt die Gartenexpertin.

Tomaten und Zucchini benötigen viel Wasser

Wer Tomaten oder Zucchini anbaut, der sollte sich bewusst sein, dass diese Gemüsesorten regelmäßig und gut gegossen werden müssen. "Wenn ich im Sommer Fruchtgemüse wie etwa Zucchini oder Tomaten haben möchte, da darf ich nur dann einen Fruchtansatz erwarten, wenn ich entsprechend gieße. Das ist recht viel Wasser, was da gebraucht wird, so täglich zwei bis drei Liter pro Quadratmeter", berichtet Marianne Scheu-Helgert.

Gartenexpertin empfiehlt, morgens zu gießen

Generell rät die Gartenexpertin, morgens zu gießen. Am Morgen seien der Boden und das Laub kühler als am Abend. "Wenn ich einen heißen Boden begieße, dann verdunstet viel mehr Wasser unnütz, als wenn der Boden zehn Grad kühler ist", sagt sie.

Gartenakademie als Anlaufstelle für Hobby-Gärtner

Die Bayerische Gartenakademie ist der Arbeitsbereich der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau speziell für Freizeitgärtner. Die Mitarbeiter geben Tipps und Infos rund um den Haus-, den Nutz- und den Kleingarten.

© Nadine Hauk/BR-Mainfranken

Die Sommer in Unterfranken sind in der Regel besonders warm und trocken. Marianne Scheu-Helgert, die Leiterin der bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim, gibt Gartenbesitzern Tipps, wie sie ihre Gärten gut durch die heiße Zeit bringen.

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