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Trockenheit: Naturschützer und Bauern schlagen Alarm | BR24

© KFV ERH

Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand

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    Trockenheit: Naturschützer und Bauern schlagen Alarm

    Ab Samstag wird die Luftrettungsstaffel Mittelfranken wieder Beobachtungsflüge durchführen, um die Waldbrandgefahr einzudämmen. Die anhaltende Trockenheit versetzt auch Naturschützer und Bauern in Alarmbereitschaft.

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    Die ehrenamtlichen Flugbereitschaftspiloten sind im Auftrag der Regierung von Mittelfranken unterwegs, erklärt das Landratsamt Erlangen-Höchstadt. Wegen des fehlenden Regens und der zu erwartenden höheren Temperaturen am Wochenende sei die Waldbrandgefahr derzeit hoch. Besonders gefährdet sind Wälder auf sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.

    Waldbesucher werden um Vorsicht gebeten

    Die Behörden appellieren an die Waldbesucherinnen und Waldbesucher, das von Anfang März bis Ende Oktober geltende Rauchverbot unbedingt einzuhalten und Vorsicht walten zu lassen. Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarette könne die trockene Bodenvegetation entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen. Gefährlich sei wegen der heißen Fahrzeugkatalysatoren auch das Parken auf trockenem Gras.

    Naturschützer und Bauern sind beunruhigt

    Die Trockenheit bereitet auch Naturschützern und Bauern große Sorge. Das dritte zu trockene Frühjahr in Folge führe dazu, dass die Wintersaaten des vergangenen Herbsts auf den Feldern verdorren und das Wachstum der Frühjahrssaaten stark beeinträchtigt ist, wurde auf einer Pressekonferenz des Bund Naturschutz in Nürnberg berichtet. An der Pressekonferenz nahmen auch Landwirte teil. Die Landwirte berichteten, dass sie große Mengen Wasser in Güllefässern in die Wälder gefahren hätten, weil dort sonst kaum ein Baum eine Überlebenschance hätte.

    Regierung soll beim Klimaschutz handeln

    Der BN-Vorsitzende Richard Mergner sprach von einer "dramatischen Situation" für die Land- und Forstwirtschaft. Mergner forderte insbesondere von der Bayerischen Staatsregierung vollen Einsatz für den Klimaschutz und einen beschleunigten Abschied von Öl, Gas und Kohle. Mögliche Lösungen für die Krise seien Wiederaufforstungen von Hecken an den Feldern und die Wiederbefeuchtung von einst trockengelegten Mooren. Dies könne regionale Wasserkreisläufe wieder in Gang bringen, waren sich Naturschützer und Bauern einig.