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Trockenheit in Franken: Waldbrände und hohe Warnstufen | BR24

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Feuer im Wald bei Lohr am Main

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    Trockenheit in Franken: Waldbrände und hohe Warnstufen

    In Teilen Frankens ist die höchste Warnstufe für Waldbrandgefahr ausgerufen worden. Ein erster Brand bei Lohr am Main zeigte die gefährliche Lage. Das Feuer auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern musste auch per Hubschrauber gelöscht werden.

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    Zwischen Lohr am Main und Partenstein im Landkreis Main-Spessart brennt es aktuell in einem größeren Waldstück. Betroffen war eine Fläche von 200 mal 300 Metern, also rund 60.000 Quadratmetern.

    Wegen der Hanglage war das Feuer schwer zu löschen. Die Feuerwehrleute hatten laut Lohrs Kreisbrandinspektor Harald Merz eine Widerstandslinie gebildet und das Feuer mit dem nötigen Abstand vom Boden aus bekämpft. Mit Motorsägen und Hacken gingen sie gegen Glutnester vor.

    Mehr als 170 Einsatzkräfte vor Ort

    Weil es in unwegsamen Gelände gebrannt hatte, wurden sie aus der Luft von zwei Hubschrauber mit Wasserbehältern unterstützt. Gegen 15.30 Uhr waren die Flammen gelöscht. Nach Angaben von Merz waren 177 Einsatzkräfte vor Ort. Neben Polizisten und Feuerwehrleuten waren auch Mitglieder von BRK und Bergwacht im Einsatz. Bis jetzt gebe es keine Hinweise auf Brandstiftung, so eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage.

    Teilweise höchste Warnstufe in flächendeckenden Regionen Bayerns

    In einem Wald in Nürnberg mussten am heutigen Dienstag rund 80 Feuerwehrleute ein Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Die Nachlöscharbeiten liefen aber noch bis in den Abend. Der Brand spiegelt die angespannte Situation in der Region Nürnberg mit Warnstufe fünf wider. In der vergangenen Zeit hatte es immer wieder kleinere Waldbrände rund um Nürnberg gegeben, zuletzt in der Nacht zum Dienstag nahe dem Flughafen, so die Feuerwehren der Metropolregion.

    Auch in den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Spessart, Bad Kissingen, Roth, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberger Land und Rhön-Grabfeld wird Warnstufe fünf nach Angaben des Ministeriums jetzt schon zeitweilig erreicht. Einige Regierungsbezirke lassen die betroffenen Gebiete deshalb aus der Luft beobachten. Trockene Nadelstreu und am Boden herumliegende Zweige seien leicht entzündlich, warnte das Ministerium. Ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette könnten folgenschwere Brände auslösen.

    Ministerium und Feuerwehr warnen eindringlich vor Waldbrandgefahr

    Wegen des ungewöhnlich warmen und trockenen Wetters im April warnt Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) vor einer hohen Waldbrandgefahr in großen Teilen Bayerns. Betroffen sei vor allem Nordbayern, aber auch im Süden spitze sich die Lage zu. Bis Ende Oktober gilt deshalb in Wäldern ein Rauchverbot. Waldbesucher sollten auch auf Grillen und offenes Feuer verzichten. Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge außerdem nicht auf Waldboden parken. Durch heiße Katalysatoren kann sich der Boden ebenfalls entzünden.

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