Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Trockenheit in Bayern macht Landwirten Sorge und Arbeit | BR24

© BR

Über die guten Wetteraussichten für die Ostertage freuen sich - fast - alle. Landwirte befürchten vielerorts Schäden durch die Trockenheit und bewässern bereits ihre Felder. Auch die Waldbrandgefahr wächst in manchen Regionen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Trockenheit in Bayern macht Landwirten Sorge und Arbeit

Über die guten Wetteraussichten für die Ostertage freuen sich - fast - alle. Landwirte befürchten vielerorts Schäden durch die Trockenheit und bewässern bereits ihre Felder. Auch die Waldbrandgefahr wächst in manchen Regionen.

Per Mail sharen

Bis zu 24 Grad warm soll es an den Osterfeiertagen in einigen Landstrichen Bayerns werden, und das bereitet zum Beispiel den knapp 2.000 Kirschbauern in der Fränkischen Schweiz Sorgen. Noch immer kämpfen sie mit den Folgen der extremen Trockenheit des vergangenen Jahres. Noch immer fehlt das Wasser in den Böden. Noch im vergangenen Winter mussten die Landwirte ungewöhnlich viele vertrocknete Äste und sogar ganze Bäume entfernen.

Frühe Kirschblüte

Wegen den derzeitigen hohen Temperaturen habe die Kirschblüte in diesem Jahr früher als sonst begonnen, so Kirschbauer Thomas Wolf aus Kalchreuth. In den kommenden sieben bis zehn Tagen sollen auch die letzten der rund 200.000 Kirschbäume in der Fränkischen Schweiz aufblühen.

Hoffnung auf Regen

Die Obstbauern hoffen jetzt auf ausreichend Regentage und frostfreie Nächte – dann könnte die Kirschernte deutlich besser ausfallen als im vergangenen Jahr. Bleibt es jedoch trocken, sei das eine Gefahr für die Ernte, so Wolf.

"Wir werden dann sehen, wie die Fruchtqualität ist, wenn die Früchte ausgebildet sind, wenn die Kirschen wirklich am Baum hängen." Thomas Wolf, Kirschbauer aus Kalchreuth

Waldbrandgefahr in einigen Regionen Bayerns

Die warmen Osterfeiertage bereiten aber nicht nur den Bauern Sorge. Wegen erhöhter Waldbrandgefahr haben die Behörden in allen alle sieben Regierungsbezirke über Ostern die Luftbeobachtung angeordnet.

Die Regierung von Oberfranken etwa hat von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag Beobachtungsflüge über dem Regierungsbezirk angeordnet. An Bord befinden sich neben den Piloten ausgebildete Luftbeobachter, die die Wälder auf mögliche Brandgefahren absuchen. Entdecken sie Flammen, werden die zuständigen Feuerwehren alarmiert und über Funk zum Brandherd dirigiert.

Die Behörden appellieren an alle Waldbesucher, keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Wer sein Auto in einem Waldgebiet parkt, sollte ebenfalls äußerst vorsichtig sein. Durch heiße Fahrzeugkatalysatoren können sich trockene Zweige und Nadeln leicht entzünden.

Bewässerung von Feldern und Pflanzen hat begonnen

In Schwabens größtem Gemüseanbaugebiet in Gundelfingen bewässern die Gemüsebauern wegen der Trockenheit teilweise schon ihre Felder. Eine Grundfeuchte sei sehr wichtig, bis die kleinen Pflänzchen angewachsen seien, so Werner Hopf, Sprecher der Gundelfinger Gemüsebauern. Auch hier habe sich das Grundwasser nach dem trockenen Jahr 2018 noch kaum erholt. Wenn die Gemüsebauern die Pflanzen jetzt nicht bewässern würden, gingen sie entweder ein oder würden kleiner – und das könne zum Totalausfall führen. Sollte dieses Jahr so trocken werden wie das vergangene, wird es laut Hopf massive Probleme geben.

Auch das Gartenamt in Regensburg hat damit begonnen, Pflanzen zu bewässern. Schon seit Ende vergangener Woche werden beispielsweise die Blumenbeete im Stadtpark und Neuanpflanzungen begossen. Sollte die Trockenheit über Ostern anhalten, werden in der kommenden Woche auch Jungbäume in Straßennähe bewässert, damit sie zu Beginn der Wachstumsperiode gut versorgt sind.