BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Trockenheit in Franken: Flusswasser ist tabu | BR24

© BR

Hitze und kein Regen: Der Pegel an vielen Flüssen in Mittel- und Oberfranken ist im Moment extrem niedrig. Anwohner sollten deshalb darauf verzichten, Wasser zu entnehmen. Das könnte den Gewässern schaden.

5
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Trockenheit in Franken: Flusswasser ist tabu

Hitze und kein Regen: Der Pegel an vielen Flüssen in Mittel- und Oberfranken ist im Moment extrem niedrig. Anwohner sollten deshalb darauf verzichten, Wasser zu entnehmen. Das könnte den Gewässern schaden.

5
Per Mail sharen
Von
  • Annika Svitil
  • Karin Goeckel

An vielen Flüssen in Franken ist es nicht zu übersehen: Sie führen nur noch sehr wenig Wasser, die Fließgeschwindigkeit ist niedrig, die Hitze lässt die Algen wachsen. An einigen Messstellen ist das Niveau sehr niedrig: In Mittelfranken ist dies laut Niedrigwasser-Informationsdienst an der Pegnitz in Lauf, an der Schwabach in Schwabach, am Haselbach in Bruckberg, an der Rauhen Ebrach in Vorra, an der Aisch in Rappoldshofen und an der Zenn in Laubendorf der Fall.

Auch in Oberfranken wenig Wasser an Main oder Rodach

An den Flüssen in Oberfranken ist die Situation vielerorts nicht viel besser. Ein sehr niedriger Pegelstand wird zum Beispiel am Main in Kemmern und Schwürbitz, an der Rodach in Heinersdorf, der Unteren Steinach in Untersteinach, der Schwesnitz in Rehau oder der Itz in Schenkenau gemessen. Auch die Kösseine in Marktredwitz, die Haßlach in Neukenroth und der Nordhalbener Ködel an der Messstelle Mauthaus führen wenig Wasser.

Gießen mit Wasser aus dem Fluss ist tabu

Gießen des eigenen Gartens mit Flusswasser ist in der aktuellen Niedrigwasser-Situation tabu. Wer Wasser aus den gestressten Flüssen und Bächen entnimmt, könne den Tieren und Pflanzen im Wasser schaden, heißt es. Wer sich nicht daran hält, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, warnt etwa das Landratsamt Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Erlaubt ist die Wasserentnahme nur, wenn eine Gefahrensituation besteht und das Wasser zum Beispiel zum Löschen eines Brandes benötigt wird.

Trockenheit lässt Waldbrandgefahr steigen

Die geringen Niederschläge wiederum führen zu großer Trockenheit. Das lässt die Waldbrandgefahr steigen. In Mittel- und in Oberfranken finden deshalb derzeit Beobachtungsflüge statt, um Waldbrände rechtzeitig zu erkennen.

© BR/Karin Goeckel

Die Zenn zwischen Langenzenn und Laubendorf führt derzeit nur sehr wenig Wasser.

"Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!