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Die Bürger in Dinkelscherben müssen weiter mit gechlortem Trinkwasser leben. Die Chlorung sei alternativlos, so das Verwaltungsgericht Augsburg.
© dpa-Bildfunk/Lino Mirgeler
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Die Bürger in Dinkelscherben müssen weiter mit gechlortem Trinkwasser leben. Die Chlorung sei alternativlos, so das Verwaltungsgericht Augsburg.

Die Anordnung des Gesundheitsamtes vom Juni 2018, das Trinkwasser zu chloren, ist nach Ansicht des Gerichts rechtmäßig und ordnungsgemäß gewesen. Als Grund führte das Verwaltungsgericht an, dass die staatliche Behörde einen Keim im Trinkwasser gefunden hatte und zudem die Wasseranlage und Leitungen in Dinkelscherben nicht dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Die Chlorung des Wassers sei alternativlos gewesen, keine andere Maßnahme, wie zum Beispiel Abkochen, wäre als dauerhafte Lösung wirksam gewesen.

Bürgermeister: Dinkelscherben hat Fehler gemacht

Der Zweite Bürgermeister von Dinkelscherben, Willi Gleich, hat das Urteil des Gerichts mit den Worten "Es ist, wie es ist" hingenommen. Das Urteil sei zu erwarten gewesen, da das Gericht sich rein auf die Fakten berufen habe. "Es gab einen positiven Befund des Gesundheitsamtes, deswegen hatte das Gericht keinen Grund, das in Frage zu stellen", erklärte Gleich gegenüber den BR. Die Marktgemeinde habe den Fehler gemacht, dass sie damals nach der Probe des Gesundheitsamtes noch am selben Tag keine B-Probe genommen hatte, um einen Vergleich heranziehen zu können.

Dinkelscherben will mit Gesundheitsamt Lösung finden

Schon seit Juni 2018 müssen die rund 6500 Einwohner Dinkelscherbens mit gechlortem Trinkwasser vorlieb nehmen. Das müssen sie auch weiterhin auf unbestimmte Zeit. Die Gemeinde wolle zeitnah zusammen mit dem Gesundheitsamt eine praktikable Lösung finden, erklärte der Zweite Bürgermeister. Eine große Baustelle seien noch die toten Leitungen, die nicht in Betrieb sind. Bislang habe man dafür noch keine Lösung gefunden.

Autoren

Roswitha PolaschekVeronika Scheidl

Sendung

Regionalnachrichten aus Schwaben vom 12.03.2019 - 15:30 Uhr