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Trickbetrug durch falsche Polizisten - Bote verurteilt | BR24

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Urteil der Woche: Bote eines Trickbetrugs zu Haftstrafe verurteilt.

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Trickbetrug durch falsche Polizisten - Bote verurteilt

Immer häufiger kommt es zu einem sogenannten "Polizistentrickbetrug". Dabei rufen Betrüger meist ältere Menschen an, geben sich als Polizisten aus und lassen sich die Ersparnisse geben. Nun ist ein Bote eines solchen Trickbetrugs verurteilt worden.

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Der verurteilte 23-Jährige wurde in einem Berliner Spielcasino als Bote für einen Polizistentrickbetrug angeheuert. Dort hatte ihn ein Unbekannter angesprochen und ihm 1.000 Euro versprochen, wenn er ein Paket von München nach Berlin bringt. Der 23-Jährige war einverstanden, nachdem ihm versprochen wurde, dass es nicht um einen Drogentransport ging.

Tatsächlich hatte eine professionell agierende Polizistentrickbande einen großen Coup in München vorbereitet: Ein ahnungsloser Rentner wurde von falschen Polizisten am Telefon so lange bearbeitet, bis er bereit schien, über 20.000 Euro an einen Boten zu übergeben.

Echte Polizei wartet auf Täter

Doch tatsächlich glaubte der 75-Jährige den Geschichten der falschen Polizisten über einen bevorstehenden Einbruch in seiner Wohnung nicht und informierte die echte Polizei. Die lauerte dann dem relativ ahnungslosen 23-jährigen Boten aus Berlin vor der Wohnungstür des Rentners in München auf und nahm ihn fest.

Drahtzieher noch nicht gefasst

Für seine Teilnahme am Trickbetrug wurde der junge Mann vom Amtsgericht München zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die eigentlichen Trickbetrüger konnten noch nicht gefasst werden.