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Der Freizeitsport „Roundnet“ ist auch heuer nicht mehr von Bayerns Grünflächen wegzudenken. Aber wie funktioniert der Sport? Wie leicht ist es zu erlernen? Und wie viel kostet es?

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Trendsport in Corona-Zeiten: Wie funktioniert Roundnet?

Der Freizeitsport "Roundnet" ist auch heuer immer häufiger auf Bayerns Grünflächen zu beobachten. Aber wie funktioniert der Sport? Wie leicht ist es zu erlernen? Und wie viel kostet es? "Roundnet"-Anfänger haben den Trendsport getestet.

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Von
  • Zara Kroiß

Ein kleines Trampolin, ein gelber Gummiball, zwei Teams - an "Roundnet", oder auch "Spike Ball" genannt, kommt man auch in diesem Jahr nicht vorbei. Vor allem in Bayerns Großstädten wird das kleine Trampolin gern mal in den Parks aufgestellt. Wie leicht der Trendsport für Neulinge zu erlernen ist, haben ein paar "Roundnet"-Neulinge getestet.

Regensburger "Roundnet"-Profis wollen zur WM

Felix Bernhofer und Jakob Teufel sind "Roundnet"-Profis. Die beiden Regensburger nehmen seit rund zwei Jahren regelmäßig an Turnieren teil, wären in diesem Jahr sogar zur WM gefahren. Corona machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Bis zur nächsten WM spielen die beiden deshalb ihren Lieblingssport weiterhin draußen mit Freunden und anderen Profis.

"Roundnet"-Anfänger testen den Trendsport

Meike, Michael und Lukas sind noch "Roundnet"-Anfänger. Sie wollen den Hype, der seit rund zwei Jahren um den Freizeitsport ensteht, verstehen und lassen sich deshalb von den zwei Profis "Roundnet" erklären. Vorher haben sich alle Teilnehmer getestet.

"Das Spiel funktioniert ähnlich wie Volleyball. Man spielt zwei gegen zwei. Man hat pro Team drei Kontakte. Und nach den drei Kontakten muss der Ball nicht übers Netz, wie beim Volleyball, sondern ins Trampolin-Netz geschlagen werden. Und dann aber möglichst so, dass das andere Team ihn nicht erwischt. Wenn das doch passieren sollte, haben die wieder drei Kontakte und der Ball muss wieder ins Netz gespielt werden." Felix Bernhofer, "Roundnet"-Profi

Jeder Körperkontakt gilt

Noch sind die Fragezeichen groß, aber schon nach wenigen Minuten im Spiel, werden den Neulingen die Regeln klarer und auch das Ballgefühl nimmt immer mehr zu. Hierbei ist es auch egal, ob der Ball mit dem Kopf, dem Fuß oder der Hand angenommen wird. Jeder Körperkontakt gilt. Unüblich ist auch, dass es bei "Roundnet" keine Spielfeldbegrenzung gibt. Wie der Name schon sagt, wird um ein rundes Netz gespielt. Jeder Spieler darf sich also rund um das Trampolin frei bewegen. Dies wiederum macht das Spiel sehr sportlich und schweißtreibend.

Geeigneter Sport in Zeiten von Corona

Für Felix bringt sein Lieblingssport, neben Teamgeist und einer fairen Spielweise, aber noch so viel mehr mit: "Weil es eben ein Spiel ist, das für jeden sofort Spaß macht. Man kann es mit Freunden spielen, man kann es überall hin mitnehmen. Jetzt während Corona ist es auch vorteilhaft, weil man den Abstand einhalten kann und draußen ist."

Anfängerin: "Roundnet" ist anstrengend

Spaß haben die Teilnehmer allemal. Es wird gelacht, eingeklatscht, gejubelt. Aber auch kräftig geschnauft. "Ich finde, man kommt langsam so ein bisschen rein. Aber es ist schon anstrengend. Vor allem hab ich das Problem, dass ich gucken muss, dass ich niemandem in den Weg laufe", sagt "Roundnet"-Anfängerin Meike.

Schneller Fortschritt

Auch der Profi merkt schon nach wenigen Minuten im Spiel einen großen Fortschritt bei den Neulingen: "Die haben sich jetzt in der kurzen Zeit brutal verbessert. Man sieht, es passieren weniger leichte Fehler. Der Ball verspringt nicht mehr von der Hand, sie bringen den Ball immer mehr aufs Netz und es macht ihnen immer mehr Spaß, hat man den Eindruck", kommentiert Felix das Spiel.

"Roundnet"-Set nicht billig

Dass das Spiel Spaß macht und es einfach zu erlernen ist, ist auch das Fazit der "Roundnet"-Neulinge. Auch dass das Trampolin aus Plastik besteht und damit leicht transportierbar und schnell aufgebaut ist, sei ein großer Pluspunkt. Dagegen schreckt sie der Preis für ein "Spikeball"-Set ab. Dies kostet aktuell um die 100 Euro.

Die Anfänger haben sich trotzdem vom Hype "Roundnet" überzeugen und anstecken lassen. Die nächsten Treffen zu einer "Roundnet"- Revanche stehen schon fest.

"Roundnet" an Schulen

Felix plant "Roundnet" als nächstes an die Schulen zu bringen. Aufrund der "fairen" Spielweise und weil laut dem Profi jeder bei dem Spiel mitspielen kann, eignet sich "Roundet" in seinen Augen bestens als Schulsport.

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Der "Roundnet-Profi" Felix Bernhofer bringt den Neulingen seinen Lieblingssport bei.

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Felix und Jakob nehmen regelmäßig an "Roundnet"-Tunieren teil. Auch wären sie in diesem Jahr zur "Roundnet"-WM gefahren.