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Treffen: Staatsregierung und evangelische Kirche nähern sich an | BR24

© picture alliance / Peter Kneffel / dpa

Der bayerische Ministerpräsident Söder neben einem Kruzifix

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Treffen: Staatsregierung und evangelische Kirche nähern sich an

Beim jährlichen Treffen von Staatsregierung und Vertretern der evangelischen Kirche stehen die Zeichen auf Zusammenarbeit. Zuvor hatte es zwischen den Bischöfen und der Staatsregierung geknirscht. Schuld waren der Kreuzerlass und das Kirchenasyl.

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Der Ton zwischen dem evangelischen Landesbischof und dem bayerischen Ministerpräsidenten hat sich merklich entspannt. Es bleiben allerdings Themen, die umstritten sind, zum Beispiel die Situation von Flüchtlingen, so Heinrich Bedford-Strohm: "Das eine sind Menschen, die sich als Muslime zum christlichen Glauben bekehrt haben, engagierte evangelische Gemeindeglieder sind und immer noch auf Abschiebelisten stehen."

Zum anderen gehe es um abgelehnte Asybewerber, die als gut integriert gelten und sich wegen einer drohenden Abschiebung an die Kirche wendeten.

Söder betont Bedeutung der Kirche

Trotz Meinungsverschiedenheiten in Einzelfragen: Für Markus Söder ist der Freistaat ein Partner der Kirchen und deren so wörtlich "politischer Schutzpatron". Der Ministerpräsident will wissen, wie es weitergeht im Hinblick auf die schrumpfenden Mitgliederzahlen:

"Wie schaffen wir es, den wirklich besonderen, wichtigen und einzigartigen Auftrag und die Rolle, die die Kirchen in einem Staat erfüllen, in der Ausbildung, der Erziehung, in der Mahnung und in der Wahrnehmung auch der Interessen der Schwächsten, zu erhalten?" Markus Söder, Ministerpräsident Bayern

Treffen zum Kreuzerlass findet nicht statt

Den einstmals angekündigten runden Tisch zum Kreuzerlass soll es laut beiden Seiten nicht mehr geben. Auch die Beendigung der Staatsleistungen an die Kirchen sei kein akutes Thema. Laut Söder gibt es keinen Grund, Grundlegendes zu ändern.

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Autor
  • Johannes Reichart
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