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Traunstein: Millionen-Betrug mit Atemmasken aufgeklärt | BR24

© pa/dpa/Jens Krick

Traunstein: Millionen-Betrug mit Atemmasken aufgeklärt

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    Traunstein: Millionen-Betrug mit Atemmasken aufgeklärt

    Ein Geschäftsmann bestellt im Auftrag deutscher Behörden Masken. Er leistet eine Millionen-Anzahlung, aber die Ware bekommt er nie. Nach internationalen Ermittlungen einer Traunsteiner Spezialeinheit gab es jetzt Festnahmen und zwei Verurteilungen.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Nach einem internationalen Millionen-Betrug mit nicht existierenden Masken in der Corona-Krise haben die Ermittler in Bayern die Festnahme mehrerer Verdächtiger verkündet. In Nigeria seien im August die beiden mutmaßlichen Hinterleute gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Traunstein am Donnerstag mit.

    Zwei Männer seien in den Niederlanden im April festgenommen und im Juli zu zwei Jahren Freiheitsstrafe wegen Geldwäsche verurteilt worden. Die Masken sollten eigentlich nach Nordrhein-Westfalen gehen.

    Rund 2,4 Millionen Euro an Gauner bezahlt

    Im März hatten deutsche Behörden einen Geschäftsführer von zwei Vertriebsfirmen mit Sitz in Hamburg und Zürich mit der Besorgung von Masken im Wert von 15 Millionen Euro beauftragt. Mund-Nasen-Schutz war zu Beginn der Pandemie Mangelware.

    Der Geschäftsmann sei von seinen angeblichen Geschäftspartnern aufgefordert worden, einen Vorschuss von 1,5 Millionen Euro auf ein irisches Konto zu bezahlen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nachdem er das getan habe, habe er 52 Lastwagen in die Niederlande geschickt, um die Masken abzuholen. Dort sei ihm gesagt worden, dass das Geld in Irland nicht angekommen sei und dass er weitere 880.000 Euro auf ein niederländisches Konto zahlen müsste. Auch das tat er. Doch die dringend benötigten Masken wurden nicht geliefert. Der Mann erstattete Anzeige.

    Mehr als 2,1 Millionen Euro zurückbekommen

    Die Spezialabteilung gegen transnationale Kriminalität in Traunstein übernahm die Ermittlungen in Deutschland. Mehr als 2,1 Millionen Euro der Anzahlung konnten gesichert werden. Nordrhein-Westfalen hatte zudem von der Schweizer Firma rund 12,3 Millionen Euro zurückbekommen, wie es in einer früheren Mitteilung der Staatsanwaltschaft hieß.

    Die Festnahmen zeugten von der guten Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ländern, sagte Oberstaatsanwalt Martin Freudling jetzt.

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