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Traunreut: Mann springt vor fahrenden Zug, um ihn aufzuhalten | BR24

© picture alliance / dpa/ Gregor Fischer

Führerstand eines Zugs (Symbolbild).

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    Traunreut: Mann springt vor fahrenden Zug, um ihn aufzuhalten

    Die Bundespolizei Freilassing hat einen besonders leichtsinnigen Zugreisenden angezeigt. Der Mann ist vor einen Regionalzug gesprungen, der gerade noch rechtzeitig bremsen konnte.

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    Nur dank der schnellen Reaktion eines aufmerksamen Lokführers blieb ein Fußgänger unverletzt. Der 42-Jährige war am Donnerstag am Bahnhof Traunreut ins Gleisbett gesprungen, um die Regionalbahn zu stoppen. Er wollte noch mitfahren.

    Lokführer entriegelt für unschlüssigen Fahrgast noch einmal Türen

    Kurz vor der Abfahrt der Südostbayernbahn am Bahnhof hatte der Triebfahrzeugführer in den Außenspiegel geschaut, um sich zu versichern, dass auch alle Fahrgäste eingestiegen waren. Nach Angaben des 55-Jährigen hatte er daraufhin die Türen seines Zuges verriegelt und war pünktlich losgerollt.

    Wenige Sekunden später schlug jemand mit der Hand gegen die Scheibe am Führerstand und schien wohl noch einsteigen zu wollen. Da sich der Regionalzug noch im Bereich des Bahnsteigs befand, hielt der Lokführer an und entriegelte die Türen. Der vermeintliche Fahrgast blieb jedoch stehen und schien wohl doch nicht mitfahren zu wollen. Der Lokführer verriegelte erneut die Türen und fuhr verspätet los.

    © picture alliance / Andreas Arnold/dpa

    Der Fahrgast konnte sich nicht entscheiden, der Zug fuhr los.

    Notbremsung: Zug kommt noch rechtzeitig zum Stehen

    Plötzlich sprang derselbe Mann vor der Zugspitze aufs Gleis und forderte den Zugführer mit ausgestreckten Armen zum Anhalten auf. Diesem blieb auch gar nichts anderes übrig – sofort leitete er eine Schnellbremsung ein und kam ungefähr zwei Meter vor dem Mann zum Stehen.

    Fahrgast beschimpft Lokführer

    Der 42-Jährige echauffierte sich anschließend lautstark darüber, dass der Lokführer ihm die Türen nicht geöffnet hätte. Erneut entriegelte der 55-Jährige die Türen, informierte aber gleichzeitig die Bundespolizei über den Vorfall. Diesmal stieg der Fußgänger tatsächlich ein. Als die Regionalbahn am Bahnhof Traunstein einfuhr, erwarteten die Bundespolizisten den Mann bereits. Diesen gegenüber gab er die Tat zu. Er hatte wohl gedacht, dass sich die Türen des Zuges nach dem Entriegeln automatisch öffnen würden.

    Die Bundespolizei Freilassing zeigte den Fahrgast wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Nötigung an. Bei der Schnellbremsung wurde niemand verletzt.

    Zweite Vollbremsung in dieser Woche wegen verspäteter Fahrgäste

    Erst am vergangenen Montag wäre bei Bad Aibling ein junges Paar fast von einem Regionalzug überfahren worden. Die zwei 18-Jährigen hatten - trotz Rotlichts und geschlossener Schranken - die Gleise überquert. Auch sie wollten den Zug nicht verpassen.

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