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Traktor-Demo in Regensburg: Bauern fürchten um ihre Zukunft | BR24

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Bauernprotest in Regensburg

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Traktor-Demo in Regensburg: Bauern fürchten um ihre Zukunft

Mit mehreren hundert Traktoren haben Landwirte in Regensburg demonstriert. Unter dem Motto "Fünf vor zwölf für heimisches Essen" wollen sie ein klares Signal für den Erhalt der heimischen Landwirtschaft setzen.

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Mit einer großen Schlepper-Demo haben am Freitag zahlreiche Landwirte für mehr Fairness in der Agrarpolitik demonstriert. Unter dem Motto "Fünf vor zwölf für heimisches Essen" wollen die Bauern ein klares Signal für den Erhalt ihrer Höfe, der heimischen Landwirtschaft sowie der regionalen Lebensmittelerzeugung setzen.

Protestaktion bewusst vor der Kommunalwahl

Der Zeitpunkt der Protestaktion sei bewusst vor der Kommunalwahl gewählt worden, sagte Mitorganisatorin Regine Lehmeier. Die Landwirte seien mit der derzeitigen Lage nicht zufrieden, denn es habe sich seit dem Beginn der Schlepperdemos im Oktober 2019 nichts getan, so Lehmeier. Der Protest richte sich nicht gegen das Agrarpaket der Bundesregierung generell. Es müsse jedoch Schluss sein mit der Verbotspolitik. Die Umsetzung des Agrarpaketes werde für die Landwirte mit erheblichen Einschränkungen und deutlichen Mehrkosten bei sinkenden Erträgen verbunden sein. So wird nach Ansicht der Bauern die regionale Lebensmittelproduktion, die gesellschaftlich immer wieder gefordert werde, weiter geschwächt.

Bauern fordern: Mehr Dialog, statt Verbote

Sowohl die Landwirte als auch die anwesenden Politiker sprachen sich unter anderem für mehr Dialog aus. Die Landwirte sagen, dass die gesellschaftliche Forderung nach mehr Arten- und Tierschutz auch immer mit Antworten nach der Finanzierung dieser durch die Gesellschaft verknüpft werden müsse. Die Gesellschaft müsse sich folgende Fragen stellen: "Worauf sind wir bereit zu verzichten? Was ist uns das Mehr Artenschutz und Tierwohl wert? Wie können wir dies finanzieren?"

Landwirte: "Auch wir wollen Naturschutz, Artenschutz und Tierwohl"

Die Bauern-Bewegung "Land schafft Verbindung" sagt, Landwirte würden auch für Insekten- und Naturschutz stehen, für sauberes Grundwasser und gesunde Lebensmittel, für eine klimaschonende Landwirtschaft und Tierwohl in den Ställen. Machbar sei dies aber nur unter sinnvoller Abwägung von Ökonomie, Ökologie sowie unter Berücksichtigung der sozialen Strukturen. Diesen Weg könne man nur miteinander beschreiten, nicht gegeneinander, hieß es.

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Bauernprotest in Regensburg

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