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Erschließung der "Strecke 46": Gemünden und Karsbach mit dabei | BR24

© BR/Sylvia Schubart-Arand

Der große Pfeiler bei Gräfendorf gehört zur "Strecke 46" und ist Teil der Autobahnruine. Der Alpenverein nutzt ihn zum Klettern.

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    Erschließung der "Strecke 46": Gemünden und Karsbach mit dabei

    Gemünden und Karsbach beteiligen sich mit insgesamt rund 29.000 Euro an der touristischen Erschließung der sogenannten "Strecke 46". Dabei handelt es sich um die Überreste einer nie fertig gestellten Autobahn aus Kriegszeiten.

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    Zwischen Gemünden im Landkreis Main-Spessart und Zeitlofs im Landkreis Bad Kissingen stehen die Überreste der "Strecke 46", auch bekannt als "Hitler-Autobahn". Sie ist mit 70 Kilometer die längste historische Autobahnruine Deutschlands – ein Technikdenkmal aus den Anfängen des Autobahnbaus. Nun sollen die an vielen Stellen noch gut erkennbare Trasse und zahlreiche Bauwerke besser entdeckt werden. Hierfür will die Stadt Gemünden Geld zur Verfügung stellen.

    Gemündener Stadtrat stimmt für Konzept

    Der Gemündener Stadtrat hat mit nur einer Gegenstimme für ein von einem Fachbüro erstelltes Konzept gestimmt. Es soll in den kommenden beiden Jahren umgesetzt werden. Entlang der "Strecke 46" gibt es verwilderte Brücken und Pfeiler bis hin zu versteckten Entwässerungssystemen. Einen Pfeiler bei Gräfendorf nutzt derzeit bereits der Alpenverein zum Klettern.

    © BR/Sylvia Schubart-Arand

    Zahlreiche Fragmente der fast fertig trassierten Autobahn befinden sich noch in der Landschaft. Sie stehen seit 2003 unter Denkmalschutz.

    Am Donnerstagabend hat auch der Gemeinderat von Karsbach einstimmig für das Projekt gestimmt. Ziel der Planer ist es die "Strecke 46" durch ausgeschilderte Wanderwege und Mountainbike-Strecken zu erschließen. Außerdem soll es einen Internetauftritt und eine Smartphone-App zu der Autobahnruine geben.

    Für das Projekt wird mit einem 70-prozentigen EU-Zuschuss gerechnet. Karsbach will sich mit knapp 8.000 Euro an der Erschließung beteiligen, Gemünden mit rund 21.000 Euro. Den endgültigen Förderbeschluss erwarten die Organisatoren frühestens im Herbst. Das Projekt funktioniert nur dann, wenn alle an der Strecke liegenden Kommunen mitmachen. Das wären in Main-Spessart Gemünden, Karsbach, Gössenheim, Gräfendorf, Burgsinn und Zeitlofs im Landkreis Bad Kissingen.