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Tourismus-Bilanz: Wieder mehr Übernachtungen in Franken | BR24

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Die Zahl der Übernachtungen in Franken ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Gewinner war der Frankenwald mit einem Plus von sechs Prozent, geht aus der Tourismusbilanz hervor.

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Tourismus-Bilanz: Wieder mehr Übernachtungen in Franken

Die Zahl der Übernachtung in Franken ist im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf knapp 23 Millionen gestiegen. Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der Vorsitzende des Tourismusverbands Franken, mitteilte, zahlt sich Qualität aus.

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Auch im Jahr 2019 sind die Besucher- und Übernachtungszahlen zum siebten Mal in Folge in Franken wieder gestiegen. Wie der Tourismusverband Franken heute in Nürnberg bekannt gegeben hat, haben 2019 knapp 23 Millionen Gäste in Franken übernachtet, wobei noch die Zahlen aus den nichtbayerischen fränkischen Gebieten fehlen. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Besondere Steigerungen hatten im vergangenen Jahr das Fichtelgebirge und der Frankenwald zu verzeichnen.

Radeln und Wandern in der Natur

Im Fichtelgebirge stiegen die Übernachtungen um 3,9 Prozent, im Frankenwald sogar um 6,2 Prozent. Das gerade dort die Zahlen nach oben gehen, habe auch damit zu tun, dass mehr Menschen die Natur suchen. Zwar reisen viele noch mit dem Auto an, steigen dann aber vor Ort aufs Rad um oder machen längere Wanderungen, so der Vorsitzende des Tourismusverbands Franken, Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im BR-Interview. "Wir haben ja in den letzten Jahren entsprechende Wanderwege quer durch Franken genauso wie attraktive Radwege besonders markiert. Und die sind dann ja auch zum Teil auf gesamtdeutscher Ebene sowohl vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC), als auch zum Teil durch andere Organisationen besonders ausgezeichnet worden“, so Herrmann weiter.

Qualität in Gastronomie und bei Übernachtungen gefragt

Auch E-Bikes und Pedelecs nehmen immer mehr zu und viele Gastronomen hätten sich darauf eingestellt. Insgesamt werde deutlich, dass die meisten Gäste auf Qualität setzten. "Und in Franken können wir an vielen Orten wirklich einen relativ preiswerten Urlaub mit hoher Qualität entsprechend verbinden. Die Menschen wissen das zu schätzen", so Herrmann. Die Gastronomen hätten das erkannt und hätten viel in Qualität investiert. Es sei gut, dass der Freistaat jetzt auch noch zusätzliche Investitionszuschüsse gibt, wenn in den Tourismus investiert wird.

Boomender Städtetourismus bei kleineren Städten

Die Gründe für den steigenden Zuspruch der Gäste sieht Herrmann (CSU) insgesamt zum Beispiel in der sehr guten Zusammenarbeit mit den verschiedenen Verbänden, etwa dem fränkischen Weinbauverband, den guten Marketingansätzen und dem boomenden Städtetourismus. Dort verzeichneten Forchheim mit einem Plus von 64 Prozent, Kulmbach mit 16,7 Prozent, Fürth mit 12,6 Prozent und Aschaffenburg mit 10,4 Prozent wesentlich mehr Übernachtungen als im Vorjahr. Ebenfalls erfreulich sei die Entwicklung in den Heilbädern und Kurorten im "Gesundheitspark Franken". Spitzenreiter ist dort Treuchtlingen mit 11,7 Prozent mehr Gästen.

Musikzauber Franken, Würzburger Residenz und Romantische Straße

Auch die fränkische Kultur zieht zahlreiche Gäste nach Franken. Ein Highlight für das kommende Jahr: Der "Musikzauber Franken" feiert 2020 sein 25-jähriges Jubiläum mit einer Vielzahl von großen Veranstaltungen und Konzerten, die der Tourismusverband Franken gemeinsam mit dem Studio Franken des Bayerischen Rundfunks in ganz Franken anbietet. Ein weiterer Höhepunkt der kommenden Reisesaison ist die Würzburger Residenz mit dem Jubiläum "300 Jahre Grundsteinlegung". Die barocke Residenz sei sowieso ein Tourismusmagnet, so Herrmann, das Jubiläum biete aber einen guten Aufhänger um besonders an die Residenz zu erinnern. Außerdem wurde 1950 die "Romantische Straße", die erste Ferienstraße Deutschlands, ins Leben gerufen. Zum 70. Jubiläum werden entlang ihrer Strecke unter anderem Wandertage, Oldtimer-Ausfahrten und Dampfzugfahrten angeboten.

10,5 Milliarden Euro Umsatz in der Tourismusbranche

Auch weiterhin setzt der fränkische Tourismus auf ausländische Gäste, obwohl deren Zahl im Jahr 2019 aufgrund des Brexits um 1,5 Prozent zurück gegangen waren. Laut einer Studie des wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr machen die 16 Gebiete des Tourismusverbands rund 10,5 Milliarden Euro Umsatz.

© Tourismusverband Franken e.V.

Joachim Herrmann und Angelika Schäffer (Geschäftsführerin) auf der Pressekonferenz "FrankenTourismus – Bilanz und Ausblick“