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Totes Kleinkind in Eschenbach: Stiefmutter weiter unter Verdacht | BR24

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Nach dem gewaltsamen Tod eines vierjährigen Jungen in Eschenbach in der Oberpfalz (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) in der Nacht zum Montag ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter wegen Totschlags gegen die 25-jährige Stiefmutter.

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Totes Kleinkind in Eschenbach: Stiefmutter weiter unter Verdacht

Nach dem gewaltsamen Tod eines Vierjährigen in Eschenbach ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Totschlags gegen die Stiefmutter. Die Frau hatte selbst den Notruf gewählt, als das Kind nicht mehr atmete. Ob ein Mord begangen wurde, ist unklar.

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Nach dem gewaltsamen Tod eines vierjährigen Jungen in Eschenbach in der Oberpfalz (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) in der Nacht zum Montag ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter wegen Totschlags gegen die 25-jährige Stiefmutter. Ob auch Mord in Frage kommt, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Weiden dem BR.

Staatsanwaltschaft prüft auch Mord

Auf die Frage, ob der Bub ermordet worden sein könnte sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft: "Das ist nicht zementiert und muss sich im Rahmen der Ermittlungen erst herausstellen". Erst gerichtsmedizinische Untersuchungen hätten gezeigt, dass das Kind durch eine äußere Gewalteinwirkung gestorben ist. Das war zunächst nicht sichtbar. Wie oder womit das Kind getötet wurde, konnte der Sprecher aber nicht sagen. Entsprechende Hinweise würden geprüft.

Ermittlungen im persönlichen Umfeld der Stiefmutter

Aktuell werde vor allem im Umfeld der dringend tatverdächtigen Stiefmutter ermittelt. Vor allem das Verhältnis der 25-Jährigen zu dem vierjährigen Opfer und seinen Geschwistern werde jetzt geprüft, so der Sprecher weiter. Der Ehemann der Tatverdächtigen ist US-Soldat, der in der Oberpfalz stationiert ist, zur Tatzeit aber im Ausland war. Dringend tatverdächtig ist laut Staatsanwaltschaft allein die Stiefmutter. Deswegen werde der Fall des getöteten Kindes ausschließlich nach deutschem Strafrecht verfolgt. Ein Nato-Statut, wonach unter bestimmten Voraussetzungen US-Recht gelten würde, komme hier nicht in Frage. Die Tatverdächtige sei nämlich nur Angehörige des US-Soldaten.

Tatverdächtige alarmierte selbst Rettungsdienst

Sie selbst hatte einen Notruf abgesetzt, weil das Kind bewusstlos gewesen war und nicht mehr geatmet hatte. Auch US-Amerikanische Medien berichteten über den Fall aus Eschenbach.