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Symbolbild Rettungshubschrauber
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Autoren

Florian Regensburger
Andreas Herz
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Symbolbild Rettungshubschrauber

Ein acht Monate alter Säugling ist am Wochenende seinen schweren Verletzungen erlegen. Heute ergab die Obduktion des Instituts für Rechtsmedizin in München, dass das Kind aufgrund massiver, stumpfer Gewalteinwirkung verstorben ist.

Vater des Buben in Untersuchungshaft

Der Vater des Buben gilt als dringend tatverdächtig. Der 21-Jährige befindet sich deshalb seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Untersuchungshaft. In den kommenden Tagen soll er durch Beamte der Kripo Kaufbeuren mit den Erkenntnissen aus der rechtsmedizinischen Untersuchung konfrontiert werden.

Notruf am späten Abend

Am vergangenen Donnerstag gegen 21.30 Uhr war bei der Polizei in Kempten ein Notruf über einen schwer verletzten Säugling eingegangen, den seine Mutter in ihrer Wohnung aufgefunden hatte. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen befand sich der Vater des Kindes in der Wohnung, die er nach der Trennung von der Kindsmutter nur sporadisch bewohnt hatte, und hatte dort für rund eineinhalb Stunden die Aufsicht über das gemeinsame Kind übernommen.

Die Verletzungen waren zu schwer

Als die Mutter zurückkehrte, fand sie den Säugling schwer verletzt im Bett liegend vor und rief sofort die Polizei. Diese verständigte den Rettungsdienst. Die Retter brachten den Säugling zunächst ins Krankenhaus in Kaufbeuren, von wo aus er wegen der lebensbedrohlichen Verletzungen noch in der Nacht mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus verlegt wurde.

Der tatverdächtige Kindsvater hat sich noch nicht zu den Abläufen geäußert.

Autoren

Florian Regensburger
Andreas Herz

Sendung

Regionalnachrichten aus Schwaben vom 13.08.2018 - 17:30 Uhr