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Toter Ehemann: Prozessauftakt im Mordfall vom Tegernsee | BR24

© pa/dpa/Sven Hoppe

Gerichtsgebäude für das Amtsgericht, das Landgericht I und II, das Oberlandesgericht und die Staatsanwaltschaft, Nymphenburger Straße in München.

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    Toter Ehemann: Prozessauftakt im Mordfall vom Tegernsee

    Mord und Störung der Totenruhe - Vor dem Landgericht München hat heute die Verhandlung gegen eine Krankenschwester begonnen, die ihren Ehemann umgebracht haben soll.

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    Von
    • Julia Haas

    Das Paar hatte gemeinsam in einer Wohnung am Tegernsee gelebt. Nach knapp fünf Ehejahren soll die Krankenschwester beschlossen haben, ihren Mann zu töten. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft soll sich die 49-Jährige zuvor das komplette Vermögen ihres Mannes angeeignet haben. Sie hatte demnach Angst, dass er im Falle einer Trennung Geld von ihr zurückfordern und einer neuen Beziehung im Weg stehen würde.

    Vorwurf: Mord mit einem Betäubungsmittel

    Der Frau wird vorgeworfen, ihrem Mann an einem Abend Anfang September vor zwei Jahren ein starkes Schlafmittel verabreicht zu haben, das sie als verordnetes Antidepressivum ausgab. Als ihr Ehemann schlief, soll die ausgebildete Krankenschwester ihn dann mit einem starken Betäubungsmittel getötet haben.

    Störung der Totenruhe

    Weiterer Vorwurf: Nachdem die Asche ihres Mannes in einem Urnengrab in Tegernsee beigesetzt worden war, soll die Frau nachts auf dem Friedhof die Urne aufgebohrt und die Asche mit nach Hause genommen haben. Dort soll sie den Inhalt in ihr Kopfkissen gefüllt haben. Das Urteil wird Anfang November erwartet.

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