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Tote Störche in Spalt: Vögel wurden nicht erschossen | BR24

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Das Obduktionsergebnis der beiden Jungstörche, die in Spalt (Lkr. Roth) tot aufgefunden wurden, liegt vor. Demnach werden Schussverletzungen bei den Störchen ausgeschlossen. Dennoch wird weiter ermittelt.

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Tote Störche in Spalt: Vögel wurden nicht erschossen

Das Obduktionsergebnis der beiden Jungstörche, die in Spalt (Lkr. Roth) tot aufgefunden wurden, liegt vor. Demnach werden Schussverletzungen bei den Störchen ausgeschlossen. Dennoch wird weiter ermittelt.

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Von
  • Jonas Miller

Die beiden Jungstörche, die in Spalt (Lkr. Roth) tot aufgefunden wurden, sind nicht erschossen worden. Das zeigt das Gutachten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Ein Tod infolge einer Infektion kann demnach ebenso ausgeschlossen werden. Allerdings konnten – neben den zahlreichen Frakturen, die beim Aufprall verursacht wurden – Unregelmäßigkeiten im Bereich des Verdauungstraktes der Störche festgestellt werden.

Todesursache noch nicht klar

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ordnete nun ein chemisch-toxikologisches Gutachten des Mageninhalts an, um die Todesursache zu ermitteln. Da beide Störche beim Auffinden Verletzungen im Kopfbereich aufwiesen, war der Verdacht im Raum gestanden, die Tiere könnten vorsätzlich getötet worden sein. Daher ordnete die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth eine Obduktion an.

Vogelschützer reagieren erleichtert

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) reagierte erleichtert auf die Meldung, vermutet aber weiterhin eine unnatürliche Todesursache. Beispielsweise sei es sehr ungewöhnlich, dass beide Jungvögel gleichzeitig vom Himmel stürzten, teilte der LBV mit. Die Vogelschützer halten das nun veranlasste toxikologische Gutachten deshalb für "dringend erforderlich".

"Wir brauchen jetzt schnelle Ergebnisse, um das weitere Vorgehen abstimmen und dem Informationsbedarf der Bevölkerung nachkommen zu können." Oda Wieding, LBV-Storchenexpertin

Polizei ermittelt wegen Verstoß gegen Tierschutzgesetz

Die Polizei in Roth ermittelt unter anderem wegen Verstößen gegen das Tierschutz sowie gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Der Landesbund für Vogelschutz stellte zudem Strafanzeige gegen Unbekannt. Auch die Stadt Spalt lobte eine Belohnung für sachdienliche Hinweise aus.

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