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Tote Rotmilane bei Gunzenhausen waren vergiftet | BR24

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Zwei im Juli 2019 bei Gunzenhausen tot aufgefundene Rotmilane wurden vergiftet. Das hat eine toxologische Untersuchung des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) ergeben.

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Tote Rotmilane bei Gunzenhausen waren vergiftet

Zwei geschützte Greifvögel, die im Juli tot im Altmühltal südlich von Gunzenhausen gefunden wurden, sind an einem hochgiftigen Kontaktgift gestorben. Das hat der Landesbund für Vogelschutz mitgeteilt. Das Gift ist auch für Menschen gefährlich.

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Innerhalb von nur zwei Wochen wurden im Juli im Altmühltal bei Nordstetten südlich von Gunzenhausen zwei tote Rotmilane entdeckt. Da es beim Auffinden der Tiere Hinweise gab, die auf eine Vergiftung hindeuteten, wurden die Vögel zu einer toxikologischen Untersuchung in ein Münchner Universitätslabor geschickt.

Vergiftet mit Carbofuran

Das Ergebnis bestätigt die Vermutung: Laut Landesbund für Vogelschutz (LBV) sind die Tiere an einem hochgiftigen Kontaktgift gestorben. Bei dem Gift handelt es sich um Carbofuran, ein Insektizid, das seit 2007 in der EU verboten ist. LBV-Landesfachberater Andreas von Lindeiner warnt vor dem Gift. Denn das hochtoxische Gift Carbofuran wirke bereits bei Hautkontakt und führe selbst in geringen Dosen zu Krämpfen.

"Genauso wie es die geschützten Greifvögel erwischt hat, stellen möglicherweise ausgelegte Giftköder auch für Kinder und Hunde eine echte Gefahr dar." Andreas von Lindeiner, LBV-Landesfachberater

Gefahr: ausgelegte Giftköder

Der LBV appelliert an alle Eltern, ihre Kinder nichts Verdächtiges anfassen zu lassen. Auch Hundehalter sollen ihre Tiere an die Leine nehmen. Die Aufklärung illegaler Tiertötungen ist schwierig, deshalb hofft der LBV auf Hinweise aus der Bevölkerung. Bereits im Mai war ein vergifteter Rotmilan in der Region tot aufgefunden worden.