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Tote Jugendliche aus Nordendorf: Mutmaßlicher Dealer angeklagt | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2020

Trauer nach dem Tod zweier Jugendlicher in Nordendorf

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    Tote Jugendliche aus Nordendorf: Mutmaßlicher Dealer angeklagt

    Der Tod zweier Jugendlicher in Nordendorf könnte für einen mutmaßlichen Drogendealer Konsequenzen haben. Die Augsburger Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 34-Jährige die beiden Jungen mit Drogen versorgt hat - und hat jetzt Anklage erhoben.

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    Es war eine Nachricht, die im Juni dieses Jahres die ganze Region erschütterte: Die Eltern eines 16-Jährigen fanden in ihrem Haus in Nordendorf im Landkreis Augsburg ihren Sohn sowie dessen 15-jährigen Freund leblos auf. Der Jüngere hatte bei seinem Freund übernachtet. Die Polizei teilte noch am selben Tag mit, dass es weder Hinweise auf ein Gewaltverbrechen noch auf Suizid gibt.

    Verdacht auf Drogenmissbrauch erhärtete sich bald

    Bald schon kamen die Beamten der Todesursache auf die Spur. Die beiden Jugendlichen starben, nachdem sie Drogen genommen hatten. Ein entsprechender Test habe Hinweise auf einen vorangegangenen Rauschgiftkonsum ergeben, teilte die Polizei damals mit.

    Mutmaßlichen Dealer festgenommen

    Die Polizei nahm schließlich einen Dealer fest, der auch einem der beiden Jungen Rauschgift verkauft haben soll. Laut Anklage der Augsburger Staatsanwaltschaft handelte er mit größeren Mengen Marihuana, Kokain und Amphetamin. Vier Mal soll er dabei auch Drogen an den 16-Jährigen verkauft haben, der später durch den Konsum starb. Die Betäubungsmittel, insbesondere das Amphetamin, das an den 16-Jährigen verkauft wurde, sollen laut Staatsanwaltschaft zum Teil einen sehr hohen Wirkstoffgehalt gehabt haben.

    Dem Angeklagten drohen mehrere Jahre Haft

    Für die ihm zur Last gelegten Taten - der Verkauf von Rauschgift auch an Minderjährige - sieht das Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe zwischen einem und 15 Jahren vor, so die Staatsanwaltschaft. Seit Mitte Juni sitzt der 34-Jährige in Untersuchungshaft. Über die Eröffnung des Verfahrens wurde noch nicht entschieden, einen Termin für eine Hauptverhandlung gibt es deshalb noch nicht.

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