Polizeibeamte stehen vor dem abgesperrten Blumenladen. Auf dem Boden stehen Kerzen, Blumen und Grablichter.
Bildrechte: BR/Andi Ebert

Nach dem Tötungsdelikt vom Freitagabend ist der Blumenladen in der Bamberger Straße in Lichtenfels weiterhin abgesperrt.

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Tote Frau in Lichtenfelser Blumenladen: Polizei sucht Tatwaffe

Die Polizei ermittelt weiter im Fall der am Freitag in einem Blumenladen in Lichtenfels getöteten 50-Jährigen. Derzeit suchen die Beamten nach der Tatwaffe und erstellen eine 3D-Rekonstruktion des Tatorts. Die Suche nach dem Täter läuft.

Nach dem Tötungsdelikt in einem Lichtenfelser Blumenladen am Freitag hat die Polizei weiterhin keine heiße Spur. Nach BR24-Informationen ist das Landeskriminalamt Bayern aktuell im noch abgesperrten Blumenladen in der Lichtenfelser Innenstadt.

3D-Rekonstruktion und Spurensicherung im Blumenladen

Die Beamten erstellen eine 3D-Rekonstrukuktion, welche später der digitalen Tatortanalyse dienen soll. Unter anderem werden der komplette Tatort sowie die Außenbereiche mit hochauflösender Videotechnik vermessen und gefilmt. Die Ermittler können so später mit einer 3D-Brille den Tatort begehen. Im Hintergrund laufen zur Stunde umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen.

Ermittler suchen Tatwaffe nach Tötungsdelikt

Eine Einheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei ist vor Ort, um alle Mülleimer und Mülltonnen zu durchsuchen. Nach BR-Informationen suchen die Ermittler die Tatwaffe. Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit keine weiteren Informationen, die für die Öffentlichkeit bestimmt seien. Offen bleibt auch, ob die Tageseinnahmen geraubt wurden und wie genau die Frau ums Leben kam. Hinweise, wonach die Frau erstochen wurde, kommentierte die Polizei nicht.

30-köpfige Soko Blume ermittelt

Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Beamten davon aus, dass sich die Tat am Freitag gegen 18 Uhr ereignet haben dürfte. Gesucht wird nach Angaben der Ermittler derzeit ein Mann südländischen Aussehens, der Zeugen aufgefallen war. Er soll zwischen 20 und 40 Jahren alt, 170 bis 180 cm groß sein und eine olivfarbene Jacke getragen haben. Zudem war den Zeugen aufgefallen, dass der Mann eine schwarze medizinische Maske trug. Ob er etwas mit dem Verbrechen zu tun haben könnte, sei derzeit offen. "Wir suchen den Mann als Zeugen", so eine Polizeisprecherin. Die 30-köpfige Sonderkommission ist derzeit rund um die Uhr im Einsatz, um Spuren auszuwerten und Zeugenhinweisen nachzugehen.

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