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Topf zurück - Gärtnerei arbeitet mit Pfandtöpfen | BR24

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Pfand für die Blumentöpfe hat die mittelfränkische Familiengärtnerei Schwarz eingeführt. Der Betrieb berechnet beim Kauf von getopften Pflanzen sechs Cent zusätzlich. Wer die Töpfe zurückbringt, bekommt sein Geld zurück.

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Topf zurück - Gärtnerei arbeitet mit Pfandtöpfen

Pfand für die Blumentöpfe hat die mittelfränkische Familiengärtnerei Schwarz eingeführt. Seit Anfang des Jahres berechnet der Betrieb beim Kauf von getopften Pflanzen sechs Cent zusätzlich. Wer die Töpfe zurückbringt, bekommt sein Geld zurück.

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"Die meisten Kunden sind froh über diese Lösung“ erzählen Annette und Heino Schwarz, die die Gärtnerei bereits in der vierten Generation führen. Immer schon hätten die beiden die Augen offen gehalten, um zukunftsweisende Ideen in dem mittelständischen Gärtnereibetrieb einzubauen. Töpfe haben sie zwar schon länger wieder zurückgenommen, aber optimal war das laut Heino Schwarz alles nicht.

Neue Topfmaschine

Erst eine neue Topfmaschine brachte die Lösung. "Bei der Anschaffung haben wir extra mehr Geld ausgegeben, damit die Topfmaschine auch gebrauchte Töpfe verarbeiten kann", sagt Schwarz. Die Töpfe werden bei diesem Verfahren nicht, wie zum Beispiel Plastikflaschen, geschreddert und neu gegossen, sondern als gebrauchte Töpfe ohne zusätzliche Nachbearbeitung wiederverwendet.

Rücknahme-System funktioniert im Endverkaufsbetrieb

Gut eine Viertel Million verschieden großer Töpfe stehen in den Gewächshäusern ihres Betriebes. Seitdem die neue gut 60.000 Euro teure Maschine das Topfen übernommen hat, sind alle einheitlich und mit dem Firmennahmen bedruckt.

So funktioniert das Rücknahmesystem für ihren regionalen Gärtnereibetrieb. "Auch weil wir ein reiner Endverkaufsbetrieb sind und nichts an den Großhandel geht", erklärt Schwarz. Deswegen machten andere umweltschonende Topfvarianten, wie beispielsweise Pflanztöpfe aus nachwachsenden Rohstoffen, für seinen Betrieb keinen Sinn.

Bisher in den gelben Sack

Hinweisschilder in der Gärtnerei weisen die Kundschaft zwar auf das System hin, aber viele registrieren das neue System erst an der Kasse. "Ich habe bisher alles in den gelben Sack“, erzählt eine Kundin, die gerade Margeriten eingekauft hat und jetzt froh ist, dass sie die leeren Töpfe gegen das Pfand wiederbringen darf. „Das ist sinnvoll und ich spar mir den Abfall“, sagt sie.

In die alten Töpfe kommt einfach wieder was Neues rein. Im Moment übrigens Jungpflanzen für Herbst und Winter. Wo das Sommerblümchen raus ist, kann jetzt der Weihnachtsstern gedeihen.