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Tötung durch Unterlassen: Bewährungsstrafen nach Mietshausbrand | BR24

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Hätte der Tod von drei Menschen in einem Münchner Mietshaus verhindert werden können? Darum ging es in einem Prozess am Münchner Landgericht. Die beiden Angeklagten wurden für schuldig befunden.

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Tötung durch Unterlassen: Bewährungsstrafen nach Mietshausbrand

Im Prozess um den folgenschweren Brand in einem Münchner Mietshaus wurden der Eigentümer des Gebäudes und der damalige Hausmeister jeweils zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

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Der Prozess ist durch einen "Deal" zwischen Angeklagten und Staatsanwaltschaft schneller als erwartet zu Ende gegangen: Nach ihrem Geständnis kamen die Angeklagten mit Bewährungsstrafen davon.

Angeklagte geben Versäumnisse zu

Die 67 und 68 Jahre alten Männer hatten über ihre Anwälte Versäumnisse eingeräumt: Sie hätten mehr Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und dafür sorgen müssen, dass die Brandschutztür im fünften Stock wirklich immer geschlossen ist.

Drei Menschen in den Flammen gestorben

Zuvor hatten mehrere Zeugen ausgesagt, dass die Tür in der Regel offen war. Somit hatte sich das Feuer schnell ausbreiten können. Ein Familienvater und seine beiden Töchter starben in den Flammen. Die schwangere Ehefrau und Mutter war zu dem Zeitpunkt nicht da. An sie müssen der Hauseigentümer und der damalige Hausmeister zusammen 25.000 Euro zahlen.

Wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen wurden die beiden Angeklagten zu jeweils eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Verantwortlicher für das Feuer immer noch unbekannt

Ohne äußere Regung nahmen sie das Urteil entgegen. Wer für das Feuer selbst verantwortlich ist, ist bis heute unklar: Zwar stand ein Bewohner vergangenes Jahr wegen Mordes und schwerer Brandstiftung vor Gericht, er wurde am Ende aber freigesprochen.