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Vater ertrunken: Gemeinde stellt Warnschilder auf | BR24

© BR/Judith Zacher

Warnschild am Nebenarm des Lechs bei Münster im Landkreis Donau-Ries

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    Vater ertrunken: Gemeinde stellt Warnschilder auf

    Nach dem tragischen Unglück in einem Nebenarm des Lechs bei Münster hat die Gemeinde Warnschilder aufgestellt. Am Wochenende war dort ein Mann beim Versuch seinen Hund zu retten ums Leben gekommen.

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    Das Lech-Altwasser bei Münster im Landkreis Donau-Ries ist eine beliebte Badestelle bei den Anwohnern. Doch am Wochenende verlor dort ein Mann beim Versuch, seiner Frau und seinem Hund zu helfen, das Leben. Gleich nach dem Vorfall ließ Bürgermeister Gerhard Pfitzmaier Hinweisschilder an der Stelle anbringen. Sie weisen auf die Gefahr durch einen Wasserstrudel hin.

    Mann sprang ins Wasser, um seiner Frau zu helfen

    Bei dem tragischen Unglück war zunächst die Frau ins Wasser gesprungen, um den Berner Sennenhund der Familie zu retten. Kurz darauf stieg auch der Mann ins Wasser, wohl um seiner Frau zu helfen, die inzwischen offenbar in Gefahr geraten war. Gemeinsam mit der 14 Jahre alten Tochter gelang es dem Vater, die Mutter aus dem Wasser zu ziehen.

    Vater und Hund starben bei dem Unglück in Münster

    Mutter und Tochter konnten den laut Polizei bewusstlosen Vater zwar noch aus dem Wasser ziehen, er starb jedoch wenig später im Augsburger Klinikum. Der Berner Sennenhund wurde kurz darauf tot am Ufer gefunden.

    Wehr sorgt für tiefes und sprudelndes Wasser

    Laut Bürgermeister Gerhard Pfitzmaier handelt es sich bei der Stelle in einem Nebenarm des Lech um einen beliebten Badeplatz an heißen Tagen, weil das Wasser hier etwas tiefer und sprudelnd ist. Grund dafür ist das kleine Wehr, das an der Stelle eingebaut wurde.

    Ähnlicher Vorfall vor drei Jahren

    Nur einmal sei in den letzten Jahrzehnten etwas passiert, so Pfitzmaier: Vor drei Jahren habe ein Mann ebenfalls seinen Hund retten wollen. Auch er sei ums Leben gekommen. Damals habe man angenommen, er habe einen Kälteschock erlitten, da sich das Unglück im März ereignet hatte.

    Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen

    Das Wehr und die Brücke habe man nach dem zweiten Weltkrieg gebaut, so Pfitzmaier, seitdem habe sich an den baulichen Gegebenheiten nichts geändert. Man habe die Stelle nie als gefährlich eingestuft. Die Menschen in der Gemeinde seien zutiefst bestürzt, so der Bürgermeister. Wann ein Trauergottesdienst stattfinden wird, stehe noch nicht fest, da der Leichnam noch nicht freigegeben sei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.