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Polizist vor Amtsgericht Fürth

Im Prozess gegen einen Polizisten wegen der tödlichen Kollision eines Streifenwagens mit einem Mopedfahrer in Mittelfranken hat sich der Angeklagte entschuldigt. Vor dem Amtsgericht Fürth sagte der 31-Jährige am Donnerstag er habe die Geschwindigkeit falsch eingeschätzt und auch die Einsehbarkeit der Kreuzung. Es tue ihm wahnsinnig leid, was passiert sei.

Streifenwagen war mit Blaulicht unterwegs

Bei dem Unfall an einer Ampel starb der Fahrer eines Mopeds. Im April vor einem Jahr steuerte der Beamte seinen Streifenwagen zu einem Einsatz. Auf Höhe des Zirndorfer Ortsteils Wintersdorf kam es zu dem tragischen Zusammenstoß. Der Streifenwagen soll mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beamten vor, mit einer Geschwindigkeit von mindestens 140 Kilometern pro Stunde über die rote Ampel an der Kreuzung gefahren zu sein. Erlaubt ist an dieser Stelle Tempo 70. Das Polizeiauto erfasste den Mopedfahrer, der von rechts die Straße überqueren wollte. Nach den Ermittlungen soll seine Ampel grün angezeigt haben.

Opfer starb noch an der Unfallstelle

Der Aufprall war so schwer, dass der Mopedfahrer noch an der Unfallstelle starb. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätte der Unfall vermieden werden können, wenn der Polizist bei Rot vorsichtiger über die Kreuzung gefahren wäre und gebremst hätte, sobald der Mopedfahrer zu erkennen gewesen war. In dem Verfahren werden acht Zeugen und ein Sachverständiger gehört.