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Nach einem tödlichen Landeunfall mit einer Cessna auf der Wasserkuppe in der Rhön musste sich der Pilot vor dem Landgericht Fulda verantworten.

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    Tödlicher Landeunfall auf der Wasserkuppe: Bewährung für Pilot

    Auf der Wasserkuppe in der Rhön kam es 2018 bei der Landung eines Kleinflugzeugs zu einem folgenschweren Unfall. Drei Menschen starben. Der Pilot der Maschine war nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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    Von
    • Norbert Steiche
    • BR24 Redaktion

    Vor drei Jahren kam es zu einem tödlichen Unfall auf der Wasserkuppe in der Rhön. Bei dem Landeunfall mit einer Cessna wurden eine Mutter und ihre zwei Kinder getötet. Der 58-jährige Pilot musste sich nun wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht Fulda verantworten.

    Gericht folgt Plädoyer der Staatsanwaltschaft

    Mit dem Urteil entspricht das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft forderte für den Piloten eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt werden soll. Der Mann verpflichtet sich, 5.000 Euro an die Nebenkläger zu bezahlen.

    Nach falscher Landung auf Fußweg geprallt

    Am 14. Oktober 2018 war der Pilot mit drei Fluggästen an Bord gestartet. Das einmotorige Flugzeug sollte auf dem Flugfeld der Wasserkuppe landen. Doch der Mann setzte mit der Maschine viel zu spät auf, durchbrach eine Schranke und überquerte eine unmittelbar dahinter verlaufende Straße. Schließlich prallte das Kleinflugzeug mit laufendem Propeller auf dem danebenliegenden Fußweg mit einer Mutter und ihren beiden Kindern aus dem Main-Kinzig-Kreis zusammen. Nach dem Aufprall starben die 39-jährige Mutter, ihre zwölfjährige Tochter und ihr elfjähriger Sohn noch an der Unfallstelle.

    Beweisaufnahme: Flugzeug nicht überladen

    Zunächst war dem Piloten vorgeworfen worden, dass seine viersitzige Maschine bei dem Flug überladen gewesen sei. Dieser Vorwurf wurde in der Beweisaufnahme entkräftet. Das Urteil ist rechtskräftig. Alle Verfahrensbeteiligten haben laut einem Gerichtssprecher den Verzicht auf Rechtsmittel erklärt.

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