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Tödlich verunglückter Wanderer nach fast drei Jahren geborgen | BR24

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Bildrechte: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Die Polizei hat am Donnerstag in den Ammergauer Alpen die sterblichen Überreste eines Wanderers geborgen. Der Mann wurde im April 2018 vermisst gemeldet. Gefunden wurde er nur durch Zufall.

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Tödlich verunglückter Wanderer nach fast drei Jahren geborgen

Die Polizei hat am Donnerstag in den Ammergauer Alpen die sterblichen Überreste eines Wanderers geborgen. Der Mann wurde im April 2018 vermisst gemeldet. Gefunden wurde er nur durch Zufall.

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Von
  • Henning Pfeifer

Die sterblichen Überreste eines jahrelang vermissten Wanderers sind jetzt in den Ammergauer Alpen geborgen worden. Wie die Polizei am Donnerstag berichtete, handelt es sich um einen Mann aus Altötting. Zuletzt gesehen wurde er vor fast drei Jahren.

Zweieinhalb Jahre vermisst

Der 32-Jährige hatte Ende April 2018 seine Wohnung verlassen und war seither spurlos verschwunden. Wenige Tage später wurde sein Auto auf einem Wanderparkplatz im Graswangtal entdeckt. Eine Suchaktion blieb ohne Erfolg.

Im vergangenen November entdeckten Wanderer im Bachbett des Großkargrabens in der Nähe der Ettaler Mühle einen menschlichen Knochen. Durch die Obduktion konnte er dem vermissten Altöttinger zugeordnet werden, die Angehörigen wurden über dessen Schicksal unterrichtet. Im Bachbett und der Umgebung wurden aber keine weiteren sterblichen Überreste gefunden – bis jetzt.

Schwierige Bergung eines Zufallsfunds

Im Januar entdeckte ein Polizeibeamter an der Nordseite der Notkarspitze beim Eisklettern an einem vereisten Wasserfall eingefrorene Kleidungsstücke und Knochen. Eine Bergung war zunächst nicht möglich. Aus dem Eis gepickelte Knochenteile konnten ebenfalls dem 2018 verunglückten Altöttinger zugeordnet werden.

Das Tauwetter machte erst vor wenigen Tagen eine Bergung möglich. Polizei und Bergwacht mussten Bohrhaken setzen und Seilversicherungen anbringen, um zu dem Leichnam zu gelangen. Er lag verschüttet unter zwei Metern Lawinenschnee.

Laut Polizei dürfte sich der Wanderer damals beim Abstieg von der Notkarspitze verlaufen haben und abgestürzt sein. Das Wasser des Großkargrabens transportierte ihn zur späteren Fundstelle.

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