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Todesschuss von Nittenau: Entschuldigung unter Tränen | BR24

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In Amberg hat der Prozess gegen einen Jäger aus Nittenau begonnen. Er soll vor knapp einem Jahr seiner Sorgfaltspflicht bei einer Drückjagd nicht nachgekommen sein. Durch einen Schuss starb ein Beifahrer in einem Auto, das auf der B16 vorbei fuhr.

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Todesschuss von Nittenau: Entschuldigung unter Tränen

Im Prozess um den Tod eines Beifahrers nach einer Jagd bei Nittenau (Lkr. Schwandorf) hat der angeklagte Jäger am Mittag das Wort an die Eltern des Getöteten gerichtet: Es tue ihm unendlich leid, was passiert sei, so der 46-Jährige unter Tränen.

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Vor knapp einem Jahr ist ein Mann bei Nittenau gestorben - im Auto getroffen durch einen Schuss bei einer Wildschweinjagd. Seit dem Morgen muss sich der Leiter der Jagd vor dem Landgericht Amberg verantworten.

Der angeklagte Jäger hat sich am Mittag des ersten Prozesstages zu Wort gemeldet. Unter Tränen entschuldigte er sich bei den Eltern des Getöteten. Es tue ihm unendlich leid, was passiert sei, so der 46-Jährige. Er habe versucht, sich in die Beteiligten hineinzuversetzen. Sowas müsse furchtbar sein, sagte der Jäger. Erst vier Wochen nach der Jagd habe er erfahren, dass der 47-Jährige durch ein Projektil aus seinem Gewehr gestorben sei.

Anwalt: Tragischer Fall

Der erfahrene Jäger hat inzwischen alle Waffen abgegeben und wolle "auf keinen Fall mehr" jagen. Der Familienvater sei in psychologischer Behandlung, sagt sein Rechtsanwalt Michael Haizmann. Der Jäger ging davon aus, mit den Schüssen ein Wildschwein getötet zu haben, das er auch verletzt gesehen habe, sagte er im Gerichtssaal. Sein Verteidiger spricht von einer Verkettung ungünstiger Faktoren: "Da geht’s um Zeiteinheiten, die kaum noch messbar sind. Der Autofahrer sagte, er sei mit etwa 100 unterwegs gewesen, lassen Sie ihn 101 fahren, dann hätten wir es maximal mit einem Sachschaden zu tun", so Michael Haizmann. Das zeige die Tragik dieses Falles.

Schwere Vorwürfe von der Nebenklage

Die Eltern des getöteten Beifahrers erheben schwere Vorwürfe, ihr Sohn sei "hingerichtet worden wie ein Wildschwein". Sie fordern die Höchststrafe, sagte die Mutter am Vormittag dem BR. Der Strafrahmen liegt bei fahrlässiger Tötung zwischen Geldstrafe und fünf Jahren Haft. Am Vormittag haben der Fahrer des Autos sowie andere an der Jagd beteiligte Jäger ausgesagt. Weitere Jäger folgen am Nachmittag.

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Es geht um einen Schuss bei einer Jagd in Nittenau, der ein vorbeifahrendes Auto auf der B16 traf, dessen Scheibe durchschlug und den Beifahrer sofort tötete. Angeklagt ist der Jagdleiter, aus dessen Gewehr der Schuss abgefeuert wurde.