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Tod nach Autorennen: Raser-Prozess am Landgericht Hof beginnt | BR24

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Am Landgericht Hof beginnt der Mordprozess gegen einen Raser aus dem Landkreis Wunsiedel.

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Tod nach Autorennen: Raser-Prozess am Landgericht Hof beginnt

Vor dem Landgericht Hof beginnt einer der bundesweit ersten Mordprozesse nach einem illegalen Autorennen. Angeklagt ist ein 21-Jähriger aus dem Landkreis Wunsiedel.

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Vor dem Landgericht Hof muss sich ab heute ein junger Mann aus dem Landkreis Wunsiedel verantworten - wegen Mordes. Am 6. Februar 2020 soll er einen 19-jährigen Fußgänger im Zuge eines Autorennens erfasst und getötet haben. Die Staatanwaltschaft Hof geht davon aus, dass neben dem neuen Straftatbestand des Paragrafen 315d StGB (Verbotene Autorennen) auch der Tatbestand des Mordes erfüllt ist. Denn der Angeklagte habe mit bedingtem Vorsatz den Tod des jungen Berufsschülers aus Kulmbach sowohl mit gemeingefährlichen Mitteln als auch heimtückisch verursacht.  

Mit 100 Stundenkilometern durch die Innenstadt von Selb

Laut den Ermittlungen war der junge Autofahrer mit 80 bis 90 Stundenkilometern unterwegs, als er den Fußgänger erfasste. Dieser starb aufgrund der schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Vor dem tödlichen Unfall hatte der damals 20-Jährige laut Ermittlungen mit einem anderen Autofahrer ein Autorennen mit bis zu 100 Stundenkilometern mitten durch die Innenstadt von Selb gemacht. Dabei seien sie auch mehrfach an einer Gruppe von jungen Leute vorbeigefahren.

Strafbefehl gegen weiteren beteiligten Autofahrer

Nachdem der andere Autofahrer das Rennen beendet habe, habe der nun Angeklagte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft gewendet und sich entschlossen, mit höchstmöglicher Geschwindigkeit nochmals an der Gruppe vorbeizufahren, um den jungen Leute so zu imponieren. Gegen den anderen Autofahrer hat die Staatsanwaltschaft Hof einen Strafbefehl am Amtsgericht Wunsiedel wegen Beteiligung an einem illegalen Autorennen beantragt, die Entscheidung steht noch aus.

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