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Tod in Gefängniszelle: Mithäftling unter Tatverdacht | BR24

© picture alliance / dpa

Justizvollzugsanstalt in Bernau am Chiemsee

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    Tod in Gefängniszelle: Mithäftling unter Tatverdacht

    Ein Häftling der Justizvollzugsanstalt in Bernau am Chiemsee ist in seiner Zelle gestorben. Die Polizei geht von einem gewaltsamen Tod aus. Die Beamten verdächtigen seinen Zellengenossen.

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    Von
    • Henning Pfeifer

    Der Vorfall hatte sich Anfang Oktober ereignet: In der Justizvollzugsanstalt in Bernau am Chiemsee hatte ein Häftling gemeldet, dass sein 30 Jahre alter Zellengenosse bewusstlos war. Laut Polizei wurde der aus Eritrea stammende Mann in ein Krankenhaus gebracht, wo er tags darauf starb. Die Obduktion ergab, dass er durch „äußere Gewalteinwirkung“ tödlich verletzt worden war.

    Genauer Tathergang unklar

    Nach Angaben der Polizei gilt sein 27 Jahre alter Zellengenosse, der aus Mali stammt, als dringend tatverdächtig. Ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Bisher haben die Ermittler keine Angaben dazu gemacht, was sich genau in der Zelle abgespielt hat. Auch zum Motiv teilte die Polizei keine Einzelheiten mit. Allerdings geht sie davon aus, dass der Tat ein Streit vorausgegangen ist.

    Mutmaßlicher Täter wegen versuchter Tötung in Haft

    Der mutmaßliche Täter hatte eine siebeneinhalbjährige Haftstrafe wegen eines versuchten Tötungsdelikts abzusitzen und wäre voraussichtlich im Herbst 2022 frei gekommen. Der Getötete war wegen eines Sexualdelikts inhaftiert. Er war laut Polizei verurteilt. Jedoch war das Urteil nicht rechtskräftig, weil Rechtsmittel dagegen eingelegt wurden.

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