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Tod einer Krebs-Patientin: Gericht spricht Heilpraktiker frei | BR24

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Das Landgericht Regensburg hat einen Heilpraktiker vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Er war in erster Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er eine Krebs-Patientin nicht zum Arzt geschickt hatte.

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Tod einer Krebs-Patientin: Gericht spricht Heilpraktiker frei

Das Landgericht Regensburg hat einen Heilpraktiker vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Er war in erster Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er eine Krebs-Patientin nicht zum Arzt geschickt hatte. Die Frau starb.

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Das Landgericht Regensburg hat einen 69-jährigen Heilpraktiker vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Das teilte ein Sprecher des Gerichts mit.

Heilpraktiker verlor Lizenz

Weil er eine Brustkrebs-Patientin nicht zum Arzt geschickt hatte und die Frau starb, war der Mann in erster Instanz vom Amtsgericht Kelheim zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Außerdem wurde dem Heilpraktiker die Lizenz entzogen. Seine Verteidigung hatte daraufhin Berufung eingelegt, sowohl gegen den Schuldspruch an sich als auch gegen die Höhe der Strafe.

Landgericht: "Im Zweifel für den Angeklagten"

Das Landgericht sah es im Berufungsprozess nicht als erwiesen an, dass die Frau bei schulmedizinischer Behandlung länger gelebt hätte. Damit folgte das Berufungsgericht der Einschätzung zweier Gutachter.

Bei einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung bei Heilbehandlungsfehlern müsse klar sein, dass eine ordnungsgemäße Behandlung das Leben der Patientin mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" gerettet oder verlängert hätte, so der Sprecher. Daran habe das Landgericht Zweifel gehabt und deshalb "im Zweifel für den Angeklagten" entschieden. Der Heilpraktiker hatte die Patientin alternativ behandelt. auch ein Pendel kam zum Einsatz.