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Auf dem Aquarell "Stadtansicht Gumpoldskirchen" (von 1903), das Adolf Hitler zugeschrieben wird, ist dessen Unterschrift zu sehen.
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Anja Bühling
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Auf dem Aquarell "Stadtansicht Gumpoldskirchen" (von 1903), das Adolf Hitler zugeschrieben wird, ist dessen Unterschrift zu sehen.

Bei der "Spezialauktion Adolf Hitler" seien eine Tischdecke für 630 Euro und eine Meissen-Prunkvase für 5.500 Euro zuzüglich Gebühren versteigert worden, teilte das Auktionshaus Weidler gestern mit. Die beiden Objekte gingen den Angaben zufolge an einen telefonischen und einen schriftlichen Bieter aus dem In- und Ausland. Fünf Hitler-Aquarelle würden nun im Nachverkauf angeboten, ebenso ein Korbstuhl, der auch aus Hitlers Nachlass stammen soll.

Bilder vor Auktion beschlagnahmt

Von den ursprünglich für die Auktion vorgesehenen Bildern, waren am Ende nur fünf Aquarelle übrig. Kurz vor der Auktion waren die meisten, angeblich von Hitler, gemalten Werke beschlagnahmt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um Fälschungen handelt.

Verdacht auf Urkundenfälschung

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth teilte mit, von den 63 beschlagnahmten Gemälden mit Signaturen wie "A.H." oder "A. Hitler" hätten eigentlich 26 am Samstag versteigert werden sollen. Wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

Das Auktionshaus kooperierte den Angaben zufolge mit den Ermittlern und gab die Bilder freiwillig ab. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass Expertisen, die die Echtheit der Bilder belegen sollen, ebenfalls gefälscht sind. Für die Ermittler gilt es nun herauszufinden, ob die angeblichen Hitler-Werke tatsächlich gefälscht sind und wer sie zur Versteigerung bzw. zum Verkauf angeboten hatte.