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Tiroler Bär könnte längst in Bayern sein | BR24

© Bezirksjägermeister Arnold Klotz (Tirol)

Bär stapft in Fotofalle am Tiroler Plansee.

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Tiroler Bär könnte längst in Bayern sein

Nach der Sichtung eines Bären nahe der bayerischen Grenze am Tiroler Plansee gibt es Spekulationen, wo sich das Tier gerade aufhält. Experten rechnen damit, dass der Bär auch nach Bayern kommt oder sogar schon im Freistaat unterwegs ist.

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Ein Bär war im Tiroler Außerfern unweit des Plansees in eine Fotofalle getappt. Seitdem spekulieren Bärenfreunde, Tierschützer, Bauern und Jäger: Wandert der Bär zwischen Österreich und Bayern?

Bezirksjägermeister hält den Bären für "scheu und unauffällig"

Der Bezirksjägermeister aus Tirol, Arnold Klotz, sagte dem BR, dass es sich bei diesem Bären um ein sehr scheues und unauffälliges Tier handle. Ein Grenzübertritt nach Bayern gilt aber keineswegs als ausgeschlossen.

Bislang kein "Problembär"

Es bestehe bisher kein Vergleich zum Verhaltensmuster von Bär Bruno. Er war seit über 170 Jahren der erste Braunbär, der in Deutschland in freier Wildbahn gesichtet wurde. Doch Bruno kam den Menschen zu nahe und tötete vermutlich 31 Schafe - darum stufte ihn die Bayerische Staatsregierung als "Problembären" ein.

Nachdem Fangversuche scheiterten, wurde Bär Bruno im Juni 2006 in der Nähe der Rotwand im Spitzingseegebiet erschossen.

© BR

Den in der Region Plansee nahe der bayerischen Grenze ertappten Braunbär hält der Reutter Bezirksjägermeister Arnold Klotz für nicht so gefährlich wie Bayerns berühmten Problembären Bruno.

In Tirol reißen Bären immer wieder Tiere

In Österreich wurde Ende Juni bereits ein Bär im Klausenwald nahe Reutte gesichtet – in der Nähe ein Rotwildkadaver. Ein Gentest bestätigte, dass ein Bär das Tier gerissen hatte. Bezirksjägermeister Klotz vermutet, dass es derselbe Bär war, der jetzt beim Plansee fotografiert wurde. Eine Gefahr sieht er in dem Bären aber nicht.

Wer dem Bär begegnet, soll cool bleiben

Auch wenn er bereits ein Rotwild gerissen habe, sei er kein Problembär, so Klotz. Darum gibt es derzeit auch keine Abschussgenehmigung. Falls wirklich jemand dem Bären begegnet, empfiehlt der Jagdexperte absolute Coolness: einfach umdrehen und langsam weggehen. Dies, so Klotz, sei der beste Tipp bei einer Bärenbegegnung.