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Tirol plant Blockabfertigungen auch im nächsten Jahr | BR24

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Blockabfertigung an der Grenze bei Kufstein

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Tirol plant Blockabfertigungen auch im nächsten Jahr

Auch heute dürfte es auf der Inntal-Autobahn wieder zu Staus kommen. Denn dann gibt es bei Kufstein wieder Blockabfertigungen. Und das wird auch in Zukunft immer wieder so sein, wie die Tiroler Landesregierung bekanntgegeben hat.

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Nicht nur in den kommenden Monaten, sondern auch im nächsten Jahr wird es die umstrittenen Blockabfertigungen der Österreicher geben. Die Tiroler Landesregierung hat jetzt beschlossen, dass im ersten Halbjahr 2020 an 20 Tagen Lastwagen nur blockweise die Grenze passieren dürfen.

Tirol verteidigt die Maßnahme

Tirols Landeschef Günther Platter erklärte, die Blockabfertigungen hätten sich als unverzichtbares Verkehrslenkungsinstrument bestätigt. Damit werde die Verkehrs- und Versorgungssicherheit an besonders kritischen Tagen gewährleistet.

Blockabfertigung - demnächst sogar mit High Tech

Im kommenden Jahr soll laut Platter außerdem ein automatisches System die Blockabfertigung unterstützen. Die 1,3 Millionen Euro teure Technik soll dann etwa alle 12 Sekunden einen Lastwagen die Grenze passieren lassen - aber maximal 300 Lkw pro Stunde. Bisher stehen österreichische Polizisten auf der Autobahn bei Kufstein und zählen die Laster, die über die Grenze kommmen.

Der Transitreit geht weiter

Die Blockabfertigung ist ein zentraler Punkt im Verkehrsstreit zwischen Österreich und Deutschland, angeführt von Bayern, wo es deshalb immer wieder zu langen Staus kommt. Die Österreicher rechtfertigen die Maßnahme mit der Überlastung der eigenen Autobahnen und vor allem der Brenner-Strecke. Nach ihren Angaben fahren jährlich bis zu 2,5 Millionen Laster über diese Alpen-Überquerung. 2018 gab es 27 Blockabfertigungen, für 2019 sind 32 Termine fixiert.

Kürzlich hatten sich die Verkehrsminister aus Wien und Berlin zwar auf einen 10-Punkte-Plan geeinigt, der den Transitstreit beruhigen sollte. An den Blockabfertigungen halten die Österreicher aber dennoch fest.