BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Tierschutzbund-Präsidentin warnt vor "Lockdown-Hunden" | BR24

© BR/Harald Mitterer
Bildrechte: dpa/Michal Kamaryt

Die Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes, Ilona Wojahn aus Dingolfing, warnt davor, sich in Zeiten von Corona vorschnell einen Hund oder ein anderes Tier anzuschaffen.

2
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Tierschutzbund-Präsidentin warnt vor "Lockdown-Hunden"

Hunde sind treue Begleiter - sie geben Liebe und halten ihre Besitzer in Bewegung: Die Corona-Lockdowns haben die Nachfrage nach Hunden sprunghaft steigen lassen. Das macht der Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes jedoch Sorgen.

2
Per Mail sharen
Von
  • Harald Mitterer
  • BR24 Redaktion

Die Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes, Ilona Wojahn aus Dingolfing, hat im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk davor gewarnt, sich in Zeiten von Corona vorschnell einen Hund oder ein anderes Tier anzuschaffen.

Erziehung wird unterschätzt

Wojahn befürchtet, dass sich schon jetzt viel zu viele Menschen während des Lockdowns ein Tier angeschafft haben, ohne die Konsequenzen wirklich zu bedenken. Mit einem Tier übernehme man auch eine große Verantwortung. Bayerns Tierheime erleben weiterhin einen regelrechten Boom. Vor allem junge Hunde sind gefragt wie lange nicht, berichtet die Tierschutzbund-Präsidentin. Viele wüssten aber nicht, dass die auch erzogen werden müssen.

Angst vor einer "Welle von Abgabetieren"

Wojahn macht sich außerdem Sorgen, was mit den Vierbeinern nach dem Lockdown passiert, wenn die Menschen nicht mehr so viel Zeit haben. Sie befürchtet, dass die Tiere dann in die Tierheime zurückgegeben werden. "Diese Welle von Abgabetieren, die mag ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen", so die Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes.

Illegaler Import von Welpen steigt

Mit der großen Nachfrage nach Hunden steige auch wieder der illegale Import von Welpen vor allem aus Osteuropa, die teilweise in Reisekoffern nach Bayern geschmuggelt würden. Durch die hohe Nachfrage würden inzwischen teilweise astronomische Summen für illegale Hundewelpen bezahlt, kritisiert die Präsidentin des bayerischen Tierschutzbundes.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!