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Tierschützer gegen Kastenstände bei Schweinen in Nürnberg | BR24

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Rund 30 Menschen haben heute in Nürnberg während einer Demonstration die Abschaffung von Kastenständen bei Schweinen gefordert.

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    Tierschützer gegen Kastenstände bei Schweinen in Nürnberg

    Für ein vollständiges Verbot der sogenannten Kastenstände bei Schweinen – enge Käfige in denen die Tiere wochenlang gehalten werden – haben heute rund 30 Menschen vor der Nürnberger Lorenzkirche demonstriert.

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    Von
    • Daniel Peter

    Rund 30 Demonstranten haben heute Mittag vor der Nürnberger Lorenzkirche für die Abschaffung der Kastenstände bei Schweinen demonstriert. Die Muttersäue würden in Betrieben, zum Beispiel wenn sie trächtig sind oder nach der Besamung, in engen Käfigen, sogenannten Kasten, zum Teil mehrere Woche gehalten. Lukas Feldmeier vom Verein Deutsche Tier-Lobby e.V. sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Wir fordern ein vollständiges Verbot der Kastenstände".

    Zwar habe es bereits eine Gesetzesänderung gegeben, die zur Reduzierung der Kastenstände führen soll, allerdings gebe es zu lange Übergangsfristen, kritisiert Feldmeier.

    Trotz Gesetzesänderung: Lange Übergangsfristen

    Der Bundesrat hatte 2020 eine entsprechende Änderung in der Tierschutz- Nutziertierhaltungsverordnung genehmigt, die seit 11. Februar dieses Jahres gilt. Allerdings gibt es lange Übergangsfristen von zum Beispiel über 15 Jahren im sogenannten Abferkelbereich – dem Bereich der Geburt der Ferkel. Für die neue Regelung gibt es Kritik, sowohl von Tierschützern als auch von Bauernverbänden.

    Der Bayerische Bauernverband hatte bereits im vergangenen Jahr bemängelt, dass die neue Regelung für kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe das Aus bedeuten könnten. Höhere Investitionskosten könnten viele Betriebe dazu bringen, die Aufzucht von Schweinen aufzugeben, so der Bayerische Bauernverband.

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