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Tierheim hat so viele Pflegefälle wie selten | BR24

© picture-alliance/dpa

Igel-Jungtiere

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    Tierheim hat so viele Pflegefälle wie selten

    Schwache Igel päppelt das Tierheim München auf. Heuer sind extrem viele Tiere in der Igelstation abgegeben worden: Mitte November waren es - im Vergleich zum Vorjahr - 40 Prozent mehr. Damit haben die Pfleger alle Hände voll zu tun.

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    Die Igelstation, die zur Wildtierstation des Münchner Tierheims gehört, ist so groß wie eine Garage, in der etwa drei Kleinwagen Platz haben. Es ist warm und es riecht nach Katzenfutter - das bekommen die Igel zu fressen. Rundum an den Wänden stapeln sich Holzkäfige bis unter die Decke.

    Insgesamt 180 Igel wohnen hier - vorübergehend. Bis sie fit sind für den Winterschlaf. Denn um den Winter gut zu überstehen, sollten Igel ein dickes Fettpolster haben. Vor allem Jungtiere schaffen das aber nicht immer rechtzeitig, weil ihr Bau zerstört wurde oder weil sie krank sind.

    Wann brauchen Igel Hilfe?

    Beobachten Sie ein umherstreifendes Tier genau. Verletzte oder kranke Igel erkennt man daran, dass sie tagsüber herumliegen, mager sind und sich apathisch verhalten. Wenn der Igel hustet, ist das ein Hinweis auf Befall mit Parasiten. "Problem-Igel" haben außerdem deutlich weniger als 600 Gramm Gewicht.

    Auch kleine, verwaiste Igel-Säuglinge sind ein Alarmzeichen. In diesen Fällen müssen Sie eingreifen und das Tier zum Tierarzt, ins Tierheim oder gleich direkt zu einer Igelstation bringen.

    Dieses Futter tut Igeln gut

    Ein Schälchen warme Milch kann für Igel tödlich sein, gerade wenn sie kränkeln - denn von Milch bekommen Igel Durchfall. Stattdessen mögen sie gerne das, was auch die Katze frisst: Katzentrockenfutter, gerne auch mal ein hartgekochtes Ei oder Hackfleisch mit Haferflocken. Aufsammeln sollte man nur Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke unterwegs sind.