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Die Tiergärten und zoologischen Gärten fordern, wieder öffnen zu dürfen. Ihre Hygienekonzepte kanalisieren Besucherströme. Dass sie keine Hotspots sind, hat das letzte Jahr gezeigt.

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Tiergarten Nürnberg und Zooverband bitten um Öffnung ab März

Der Direktor des Nürnberger Tiergartens Dag Encke will eine baldige Öffnung der Tierparks und Zoos. Gemeinsam mit seinen Kollegen schrieb er deshalb einen offenen Brief an Kanzlerin Merkel. Vor allem kleinere Einrichtungen kämpfen ums Überleben.

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Von
  • Nicolas Eberlein

Nürnbergs Tiergartendirektor Dag Encke bittet gemeinsam mit dem Verband Zoologischer Gärten (VdZ), dem Deutschen Wildgehege-Verband (DWV) und der Deutschen Tierparkgesellschaft (DTG) um die Öffnung ihrer Einrichtungen. Dazu haben sie einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder geschickt.

Tierparks und Zoos als Ausgleich für gestresste Lockdown-Familien

"Im letzten Jahr haben wir gezeigt, dass wir unseren Gästen mit unserem umfassenden Hygienekonzept einen unbeschwerten Besuch im Tiergarten bieten können“, so VdZ-Vizepräsident und Nürnbergs Tiergarten-Direktor Dag Encke in einer Mitteilung. Im Hinblick auf sinkende Infektionszahlen und auf den steigenden sozialen Druck in vielen Familien, seien Zoos für Eltern und Kinder eine Möglichkeit für einen Ausgleich, heißt es weiter. "Im Lockdown-Stress fehlen nach Monaten zu Hause dringend geschützte Räume für sichere Ausflüge erst recht bei dem verlockenden Wetter“, ergänzt VdZ-Präsident und Leipzigs Zoodirektor Jörg Junhold.

Adäquate Hygienekonzepte und stufenweise Öffnung

Mit Beginn des Frühlings würden sich so Menschenströme durch bereits im vergangenen Sommer bewährte Sicherheits- und Hygienekonzepte steuern und entzerren lassen, heißt es in dem offenen Brief. Zudem sei eine stufenweise Öffnung der Anlagen der Zoos anpassbar an die Entwicklung der Infektionszahlen. Aktuell haben bereits Tiergärten in Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und dem Saarland geöffnet. Auf Basis deren positiven Erfahrungen sollten auch die übrigen Bundesländer öffnen dürfen, "um ihren gesetzlich verankerten gesellschaftlichen Auftrag erfüllen zu können", heißt es in dem Brief weiter.

Private Tierparks vor dem Aus

Allein im ersten Lockdown habe der Nürnberger Tiergarten etwa zwei Millionen Euro an Einnahmen verloren, sagt Dag Encke auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Jetzt hielten sich die Verluste saisonbedingt in Grenzen. Den Nürnberger Tiergarten trifft die Schließung als städtische Einrichtung demnach nicht so hart. Auch habe er großes Verständnis, dass die Wiederöffnung der Einrichtungen eine schwierige Abwägung sei. Als Vizepräsident des VdZ schaut er aber auch auf kleinere kommunale und private Tierparks, denen es "an den Kragen geht". Encke ist es weiterhin wichtig zu sagen, dass die Öffnung nur dann sinnvoll wäre, wenn es das Infektionsgeschehen und die Verbreitung der Corona-Mutationen zuließen.

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In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Nürnberger Tiergartenchef Dag Encke gefordert, die Zoos wieder zu öffnen. Die Hygienekonzepte der Tiergärten seien gut.

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