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Tier- und Pflanzenschutz: Kitzinger Klosterforst ausgezeichnet | BR24

© BR Fernsehen

Auf 1.200 Hektar schützt der Forstbetrieb Arnstein seit Jahren Tiere und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind. Im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt erhielt der Betrieb dafür nun eine Auszeichnung der Vereinten Nationen.

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Tier- und Pflanzenschutz: Kitzinger Klosterforst ausgezeichnet

Der Forstbetrieb Arnstein schützt im Klosterforst bei Kitzingen die Kreuzkröte und andere seltene Tier- und Pflanzenarten. Weil das so gut klappt, gibt es dafür jetzt die Auszeichnung "UN-Dekade-Biologische Vielfalt" für das Vorzeigeprojekt.

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Für das, was in dem etwa 1.200 Hektar große Klosterforst in der Nähe von Kitzingen entstanden ist, erhält der Forstbetrieb Arnstein die Auszeichnung "UN-Dekade-Biologische Vielfalt". Damit wird der Einsatz des Forstbetriebs für den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt auf dem Areal gewürdigt. Zu finden sind dort mittlerweile seltene Tier- und Pflanzenarten sowie seltene Insekten.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist der größte Teil des Klosterforstes im Besitz des Freistaates Bayern. Bis zum Jahr 2007 wurde er von den amerikanischen Streitkräften als Truppenübungsplatz genutzt. Seit 2005 ist nun der Forstbetrieb Arnstein für das Areal verantwortlich. "Durch die vielfältige Nutzungsgeschichte entwickelte sich über die Zeit ein 'Naturschutzjuwel' mit einem Netz von Wald- und Offenlandbereichen", so Forstbetriebsleiter Christoph Riegert.

© Alrbecht Rauh/BR-Mainfranken

Im Kitzinger Klosterforst

Dexter Rinder verhindern Verbuschung

Für die Pflege der Pfeifengraswiesen und anderer Offenladflächen sorgen seit 2014 Dexter Rinder. Die Rasse stammt ursprünglich aus Irland und gehört zu Europas kleinster Rinderrasse. Durch die ganzjährige Beweidung wird der Schutz der auf den Flächen vorkommenden Arten gesichert und eine Verbuschung des Geländes verhindert. So würden Lebensräume der auf den Flächen vorkommenden Arten nachhaltig gesichert, heißt es.

Lebensraumverbesserung für geschützte Arten

Seit Jahren legt die Forstverwaltung Gewässer und Feuchtbiotope an, um streng geschützten Tieren, wie der Kreuzkröte Lebensraum zu schaffen. Außerdem werden kleine Kröten aufgezogen und wieder in die Freiheit entlassen. So gelingt es, den natürlichen Fortbestand der Art zu sichern.

Blühflächen bieten Nahrung für Insekten

Der Klosterforst ist ein Teil des vom Freistaat geförderten Programms "Der Wald blüht auf". So wurden auf etwa 10.000 Quadratmetern Blühflächen angelegt. Diese bieten mit ihrem Blütenreichtum Nahrung für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Die verschiedenen Naturschutzmaßnahmen im Klosterforst schaffen auf diese Weise Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten.

© BR - Albrecht Rauh

Kitzinger Klosterforst

Projekt soll Menschen für Biodiversität begeistern

Die biologische Vielfalt nimmt weltweit ab. Um diesen Rückgang aufzuhalten, haben die Vereinten Nationen das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 zur "UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgerufen. Gute Beispiele wie der Klosterforst bei Kitzingen sollen dabei als Vorbild dienen und Menschen für den Erhalt der biologischen Vielfalt begeistern. Der "Klosterforst" darf nun zwei Jahre lang den Titel "Ausgezeichnetes UN-Dekade-Projekt" führen.

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