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Ticker zum Sturm Sabine: Bayern spürt Nachwehen des Orkans | BR24

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Die Einsatzkräfte in Schwaben mussten in der Nacht rund 100 Mal ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen. Im Oberallgäu wehte der Sturm große Teil eines Dachs von einem Firmengebäude.

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Ticker zum Sturm Sabine: Bayern spürt Nachwehen des Orkans

Auch heute noch wirbelt Sturm Sabine den Freistaat durcheinander. In Oberbayern wurde eine Böe von 131 km/h gemessen. Bei der Bahn fallen weiterhin Züge aus, der Münchner Flughafen musste 80 Flüge annullieren. Alle Informationen im BR24-Ticker.

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BR24 beendet die Live-Berichterstattung. Hier können Sie nochmal nachlesen, wie Sturmtief Sabine durch Bayern fegte.

© dpa-Bildfunk / Ursula Düren

Zumindest die Surfer am Ammersee freuten sich über den Sturm.

10:01 Uhr: Neue Sturmböen und Schneefall behindern S-Bahn und Bahnbetrieb

Wegen erneuter Sturmböen und einsetzendem Schneefall bleibt die Situation im S-Bahn-Bereich angespannt. Bei der S3, S6 und S7 gibt es Busersatzverkehr.

Der Zugverkehr fällt komplett aus: Im Werdenfelsnetz südlich von Weilheim (rund um Murnau, Garmisch-Partenkirchen), im Allgäu südwestlich von Buchloe, aber auch in den Bereichen rund um Kempten sowie Hergatz-Lindau. Ebenso kann die Bahn zwischen Günzburg und Mindelheim aktuell nicht fahren. Das Netz der Südostbayernbahn ist teileweise noch wegen Sturmschäden blockiert.

In Nordbayern und Franken läuft der Zugverkehr wieder uneingeschränkt.

09:47 Uhr: Skigebiet Garmisch Classic schließt wieder

Der Skibetrieb im Skigebiet Garmisch-Classic wurde eingestellt. Anfangs liefen die Lifte heute am Hausberg und im Kreuzeckgebiet - jedoch sind laut einer Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn die Sturmböen zu heftig. Daher wurde aus Sicherheitsgründen der Skibetrieb im Garmisch-Classic Skigebiet gestoppt.

09:43 Uhr: Skigebiet Zugspitze öffnet doch nicht

Die Bayerische Zugspitzbahn hat mitgeteilt, dass das Skigebiet Zugspitze heute doch nicht öffnet. Wegen weiterer Sturmböen ist derzeit kein Skibetrieb möglich. Auch die Seilbahn-Zugspitze hat vorerst weiter den Betrieb eingestellt. Auf Deutschlands höchsten Berg kommt man derzeit nur mit der Zahnradbahn. Nach wie vor weht Sturm Sabine mit rund 100 km/h auf der Zugspitze bei ungemütlichem Wetter mit Schneefall und Temperaturen um minus 13 Grad auf dem Zugspitzgipfel. In den letzten Stunden hat es rund 25 cm Neuschnee gegeben - damit liegen jetzt 3,20 m Schnee auf dem Berg. Für den Tag sind weitere orkanartige Böen vorhergesagt.

09:14 Uhr: Mittelfränkische Bahnstrecken wieder frei

Nach dem Sturm Sabine sind in Mittelfranken nun wieder alle Bahnstrecken freigegeben. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, kann es aber noch zu Verzögerungen oder kurzfristigen Teilausfällen kommen. Zuvor waren am Morgen noch die Strecken Gunzenhausen – Pleinfeld und Wicklesgreuth – Windsbach gesperrt gewesen.

08:25 Uhr: Regionaler Bahnverkehr weiterhin eingeschränkt

Die privaten Eisenbahnunternehmen rechnen weiterhin mit Behinderungen im Bahnverkehr. Die Meridian-Züge entfallen zwischen München und Deisenhofen voraussichtlich bis Dienstagmittag. Auch die Strecke der BOB zwischen Schaftlach und Tegernsee sei gesperrt, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.Von Deisenhofen nach München ist die Strecke nur eingleisig befahrbar, die Züge fahren nur vereinzelt bis nach München. Die Strecken zwischen Radersdorf und Schrobenhausen und Marktoberdorf und Lengenwang sind außerdem weiterhin gesperrt. Auch hier wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Im Werdenfelser Land ist südlich von Weilheim rund um Murnau am Staffelsee (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) kein Zugverkehr möglich. Im Allgäu bleiben mehrere Strecken gesperrt. Rund um Kempten, Hergatz-Lindau, zwischen Günzburg und Mindelheim, aber auch zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Hof fahren weiterhin keine Züge.

08:17 Uhr: Ausblick auf den Tag: Kein Orkan, aber schwere Sturmböen

Orkantief Sabine hat auch in der zweiten Nachthälfte ordentlich aufgedreht in Bayern, wie BR-Wetterexpertin Hana Hofman erklärt. Vom südlichen Mittelfranken bis zu den Alpen ist eine kräftige Gewitterfront durchgezogen - an diese Front gekoppelt gab es auch die kräftigsten Windböen.

Satte Orkanstärke haben die Mühldorfer (Oberbayern) abbekommen: Eine Böe von 131 km/h wurde gemessen. Bereits ab 118 km/h beginnt Orkanstärke. Heute tagsüber müssen Sie nicht mehr mit Orkanböen rechnen, wohl aber mit schweren Sturmböen, das entspricht Windstärke 10 auf der Beaufortskala (89 bis 102 km/h). Die Unwetterwarnung des deutschen Wetterdienstes vor Orkanböen gilt heute nur noch für Lagen oberhalb von 1.500 Metern in den Alpen und oberhalb von 800 Metern in den Mittelgebirgen.

Schauer aller Art ziehen durch: Regen-, Schnee- und Graupelschauer, an den Alpen schneit es auch mal länger. Dazwischen kommt die Sonne raus.

07:45 Uhr: Nur noch wenige Einsätze in Mittelfranken

Die Polizei Mittelfranken verzeichnet über Nacht rund ein Dutzend Einsätze wegen des stürmischen Wetters, vor allem wegen umgestürzter Bäume. Auch die Integrierten Leitstellen (ILS) Nürnberg und Ansbach melden nur einzelne Einsätze. Der Wind habe in der Nacht deutlich nachgelassen, hieß es aus der ILS Ansbach. Vielerorts sind noch Aufräumarbeiten nötig: So waren etwa laut der Feuerwehr Nürnberg wegen des orkanartigen Winds etliche Dachziegel des Spittlertorturms auf die Ludwigstraße geweht worden. Die Ziegel sollen abgeräumt werden, sobald die Wetterlage einen Einsatz auf dem Turmdach zulasse.

07:35 Uhr: Stürmische Nacht im Oberland

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von rund 180 km/h ist Sturmtief Sabine heute Nacht über die Zugspitze gezogen. Im gesamten Oberland entfaltete der Sturm ab Mitternacht bis gegen fünf Uhr in die Früh noch mal seine stärkste Kraft - vielerorts kam es zu Orkanböen bis zu 110 km/h. Laut einem Sprecher der Integrierten Leitstelle Oberland, die für die drei Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz und Weilheim-Schongau spricht, kam es zu zahlreichen Einsätzen. Haupteinsatzgrund waren umgefallen Bäume. In Seeshaupt viel ein Baum in eine Stromleitung - für rund zwei Stunden kam es zu einem Stromausfall.

07:10 Uhr: 80 Flüge in München annulliert

Als Folge des Sturmtiefs Sabine sind am Flughafen München heute noch einmal 80 von insgesamt 1.000 Starts und Landungen annulliert worden. Erst im Laufe des Tages wird sich der Flugplan wieder normalisieren. Gestern hatte der Orkan zur Annullierung von 929 Flügen am Münchner Airport geführt.

06:58 Uhr: Fern- und Regionalverkehr der Bahn in Bayern laufen wieder an

Streckenweise finden aber noch Erkundungsfahrten statt, es fallen auch immer noch Züge aus bei BOB und Meridian, zwischen Tegernsee und Schaftlach ist ein Baum ins Gleis gefallen, als Ersatz fahren Busse. Im Bereich der Münchner S-Bahn sind seit der Früh noch die Abschnitte der S6 Tutzing-Gauting gesperrt. Hier verspricht die Bahn einen Ersatzverkehr mit Taxis, ebenso zwischen Wolfratshausen und Baierbrunn an der S-Bahnlinie 7.

06:55 Uhr: Baum fällt auf Zaun: 20 Rehe entlaufen

Wie die Polizei auf BR-Anfrage mitteilt, sind im Bereich zwischen Pfarrkirchen und Eggenfelden aktuell rund 20 Rehe unterwegs. Durch den Sturm ist ein Baum auf den Zaun eines großen Geheges gefallen, die Tiere konnten so entkommen. Aktuell wird versucht, die Rehe wieder einzufangen. Autofahrer sollen in dem Bereich besonders vorsichtig fahren.

06:49 Uhr: Nur wenige Einsätze in Unterfranken

Nach der Nacht ziehen die Integrierten Leitstellen (ILS) ein Fazit des Sturmtiefs Sabine in Unterfranken. Alles in allem sei es eine ruhige Nacht gewesen. Im zuständigen Gebiet der ILS Würzburg sei die Nacht "sehr ruhig" gewesen. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte zu weniger als 15 Einsätzen aus. Die wenigsten Einsätze hatte die Integrierte Leitstelle in Schweinfurt: Wie ein Einsatzleiter auf BR-Nachfrage mitteilte, habe es im dortigen Gebiet drei Einsätze aufgrund umgestürzter Bäume gegeben.

06:35 Uhr: Sturm entwurzelt Baum: Autofahrer kann nicht ausweichen

In der vergangenen Nacht ist ein Autofahrer im Landkreis Bamberg mit einem durch Sturm "Sabine" umgestürzten Baum kollidiert. Wie die Polizei Bamberg mitteilte, sei der Mann auf der Staatsstraße in der Nähe des Litzendorfer Ortsteils Pödeldorf gegen den Baum geprallt, der beide Fahrbahnen blockiert hatte. Der Fahrer blieb unverletzt, der Sachschaden beträgt 5.000 Euro. Die Räumungsarbeiten sind bereits abgeschlossen, die Straße ist wieder frei. 

© News5

Sturm entwurzelt Baum: Autofahrer kann nicht ausweichen

06:15 Uhr: Einsätze in Oberfranken

Die Polizei Oberfranken musste in der vergangenen Nacht wegen des Sturms noch knapp ein Dutzend Mal ausrücken, sagte der Dienststellenleiter gegenüber dem BR. Wegen der durch Sturm Sabine entstandenen Schäden ist der Zugverkehr in Oberfranken weiterhin eingeschränkt. Die Bahn meldet, dass auf den Strecken zwischen Bayreuth und Hof sowie zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Hof weiterhin kein Zugverkehr möglich ist. Man arbeite mit Hochdruck an der Schadensbehebung.

05.03 Uhr: Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen

Es gilt noch immer eine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen. Betroffen sind vor allem die Hochlagen der Alpen und der östlichen Mittelgebirge. Der Sturm kann erneut Geschwindigkeiten zwischen 100 und 130 Kilometer pro Stunde erreichen, warnt der Deutsche Wetterdienst. Es können Gebäude beschädigt und Bäume entwurzelt werden.

22.20 Uhr: Ministerpräsident dankt den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz bei Sturm Sabine

Markus Söder hat den Einsatzkräften gedankt. Zudem erklärte er, dass der Freistaat ein Regularium für Hilfe von Betroffenen habe. In erster Linie seien jetzt jedoch die entsprechenden Versicherungen zuständig.

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz beim Sturm Sabine gedankt.

20.30 Uhr: BR-Meteorologe: Sabine wütet auch morgen noch

Auch morgen wird Sturmtief Sabine laut dem Wetterexperten Michael Sachweh noch mit hohen Geschwindigkeiten über Bayern hinwegfegen. Am späten Nachmittag soll der Sturm dann schwächer werden.

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Auch morgen wird Sturmtief Sabine laut dem Wetterexperten Michael Sachweh noch mit hohen Geschwindigkeiten über Bayern hinwegfegen. Am späten Nachmittag soll der Sturm dann schwächer werden.

20.30 Uhr: Sturmschäden in Deutschland und Europa

Auch im übrigen Deutschland sowie in weiten Teilen Europas haben die Menschen stürmische Stunden erlebt - mit Toten, Verletzten und vielen Trümmern.

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Auch im übrigen Deutschland sowie in weiten Teilen Europas haben die Menschen stürmische Stunden erlebt - mit Toten, Verletzten und vielen Trümmern. In Frankfurt warf das Orkantief einen Kran-Ausleger um - der stürzte auf das Dach des Domes.

20.00 Uhr: BR-Reporter: "Es war ein extremer Tag"

BR-Reporter Martin Breitkopf berichtet von der Wetterstation am Hohen Peißenberg. Dort wütete Sabine mit Geschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometern.

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BR-Reporter Martin Breitkopf berichtet von der Wetterstation am Hohen Peißenberg. Dort wütete Sabine mit Geschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometern. In den kommenden Stunden soll der Wind nachlassen.

18.10 Uhr: Flughafen München: Betrieb läuft wieder an

Der Abfertigungsstopp am Münchner Flughafen konnte am frühen Abend wieder aufgehoben werden. Der Betrieb an Deutschlands zweitgrößtem Airport läuft langsam wieder an. Insgesamt mussten heute 800 Flüge wegen des Sturms "Sabine" annulliert werden. Sollte der Sturm wie angekündigt im Laufe der Nacht nochmal stärker werden, sind morgen weitere Annullierungen nicht ausgeschlossen.

© BR/Grundner

Am Flughafen München

18.00 Uhr: Weiterhin Beeinträchtigungen bei S-Bahn München

Nach dem Sturmtief "Sabine" wurde der S-Bahnverkehr in und um München teilweise wieder aufgenommen. Die S1 zum Flughafen, die S2 von Erding nach Altomünster und die S 4 zwischen Puchheim und Grafing Bahnhof fahren wieder - allerdings ist nach wie vor mit Verzögerungen zu rechnen.

Die Abschnitte von Dachau nach Petershausen, von Pasing nach Mammendorf und von Puchheim nach Geltendorf sind nach wie vor gesperrt. Die Bahn hat nach eigenen Angaben Busse und Taxis als Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Im Süden fährt die S2 nur bis Deisenhofen, die Strecke zwischen Deisenhofen und Holzkirchen ist weiterhin gesperrt. Auch nach Tutzing und Wolfratshausen geht momentan noch keine Bahn. Die S 8 zwischen Herrsching und Flughafen München ist dagegen wieder in Betrieb.

17:10 Uhr: Auch morgen noch Zugausfälle in Bayern

Die Folgen des Sturms sind, der Deutschen Bahn zufolge, vor allem noch im Werdenfelser Land und im Allgäu zu spüren. Dort sind nach wie vor etliche Strecken blockiert. Andernorts ist der Zugververkehr wieder angelaufen. Zugausfälle und Verspätungen seien aber bis morgen möglich heißt es. Reisende fordert die Bahn auf, sich vor Antritt der Reise zu informieren.

In Bayern haben Einsatzkräfte der DB Netz heute mehr als 100 Schäden infolge des Orkans reparieren müssen. Vor allem umgestürzte Bäume auf Oberleitungen und Gleise blockierten die Strecken. Nach und nach werden die Regionalstrecken aber freigegeben heißt es.

17:05 Uhr: Stürmische Fernseh-Schalte auf den Hohen Peißenberg

© BR

BR-Reporter Ludwig Knoll berichtet von der Wetterstation am Hohen Peißenberg. Dort wütete Sabine mit Geschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometern. Doch in den vergangenen Jahren hat es schon heftigere Stürme gegeben.

17:02 Uhr: Einige Schulen lassen auch am Dienstag Unterricht ausfallen - viele andere nicht

Sturm Sabine wird auch am Dienstag in einigen Landkreisen den Schülern einen unterrichtsfreien Tag bescheren - während anderenorts Entwarnung gegeben wurde und alle wieder antreten müssen. Der Überblick über die Schulausfälle, hier laufend aktualisiert.

16:16 Uhr: Mehrere Kirchendächer im Bistum Passau beschädigt

Orkantief "Sabine" hat mehrere Kirchen im Bistum Passau beschädigt. Der größte Schaden sei an der Wallfahrtskirche Sankt Hermann in Bischofsmais entstanden, wie die Diözese mitteilte. Dort sei das halbe Dach weggerissen worden. Auch die Passauer Wallfahrtskirche Mariahilf und Sankt Paul sowie die Basilika Niederalteich und die Pfarrkirche Gergweis seien vom Sturm betroffen. Dort reichten die Schäden von einzelnen gelösten Dachziegeln bis hin zu abgedeckten Flächen von einigen Quadratmetern, so das Bistum.

Die Polizei in Deggendorf erklärte, in der örtlichen Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt seien kleine Teile des Daches heruntergestürzt.

15:54 Uhr: Erste Regionen verkünden, dass morgen wieder Schule ist

Im Landkreis Günzburg, in Lindau und Neu-Ulm wird am Dienstag wieder Unterricht stattfinden. Auch die Verantwortlichen im Landkreis Regen gehen davon aus, dass morgen wieder Schule ist. Heute fiel der Unterricht in Bayern an den meisten Schulen aus.

Für alle anderen Regionen gilt: Solange die Zuständigen nicht ausdrücklich angekündigt haben, dass der Unterricht erneut ausffällt, müssen Schüler und Eltern davon ausgehen, dass morgen wieder regulär Unterricht stattfindet.

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Keine Schule und kein Hort wegen des Sturms. Doch Kinder, die nicht daheim betreut werden, konnten durften trotzdem kommen und erlebten Schule mal ganz anders.

15:45 Uhr: Windstromproduktion steigt auf neuen Rekordwert

Sturm "Sabine" hat auch die Stromproduktion aus Windkraft kräftig angetrieben. Zeitweise seien in Deutschland fast 43,7 Gigawatt Windstrom ins Netz eingespeist worden, wie eine Sprecherin des Übertragungsnetzbetreibers Tennet sagte. Damit sei der bisherige Rekordwert von etwa 43,4 Gigawatt noch einmal knapp übertroffen worden.

Nach Berechnungen der Denkfabrik Agora Energiewende stammten zwischen Sonntagmittag und Montagmittag mehr als drei Viertel des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien, denn auch die Photovoltaik trug, zumindest am Sonntag, reichlich zur Stromerzeugung bei.

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Alle reden seit Tagen über das Sturmtief "Sabine", oder sollte man eher von einem Orkan sprechen? Unsere Reporter haben sich schlau gemacht.

15:12 Uhr: Zahlreiche Züge in Bayern fahren wieder

Meridian: Auf den Strecken Salzburg/Kufstein – Rosenheim – München ist der Betrieb wieder angelaufen. Es kann noch zu einzelnen Verspätungen und dem Ausfall der Zwischenzüge nach Traunstein kommen. Die Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim ist wegen der beschädigten Oberleitung weiterhin gesperrt. Eine Betriebsaufnahme hier ist frühestens morgen möglich.

BOB: Die Züge auf den Strecken Bayrischzell/Tegernsee/Lenggries – Holzkirchen fahren wieder. Eine Weiterfahrt nach München ist derzeit noch nicht möglich. Es wird gerade noch die Möglichkeit geprüft, bis Deisenhofen zu fahren, um den Fahrgästen dort den Umstieg auf die S-Bahn Richtung München Ost zu ermöglichen.

Bayerische Regiobahn: Auf der Strecke Schongau – Geltendorf – Augsburg laufen die letzten Erkundungsfahrten mit Freischnitt der Strecke. Nach Abschluss dieser Fahrten wird der Betrieb dort ebenfalls wieder aufgenommen. Die Strecke Ingolstadt – Augsburg ist noch nicht wieder befahrbar. Es verkehrt ein Buspendel zwischen Ingolstadt Hbf und Schrobenhausen. Der Verkehr zwischen Eichstätt Stadt und Eichstätt Bahnhof läuft weiterhin.

BRB (Ostallgäu-Lechfeld-Bahn): Zwischen Füssen und Buchloe wird weiterhin ein Buspendel angeboten. Die Strecke Augsburg – Buchloe wird voraussichtlich ab 17:00 Uhr wieder in Betrieb gehen. Auf der Strecke Augsburg – Landsberg findet ebenfalls gerade eine Erkundungsfahrt statt. Bei positivem Verlauf wird hier auch der Zugverkehr wieder aufgenommen. Auf dem Abschnitt München – Buchloe ist bis morgen keine Betriebsaufnahme möglich.

14:45 Uhr: Bahnverkehr wird schrittweise wieder aufgenommen

Der Deutschen Bahn zufolge finden in Bayern zahlreiche "Erkundungsfahrten" auf dem Schienennetz statt, um Schäden und Behinderungen festzustellen. Vor allem umgestürzte Bäume in Oberleitungen und auf Schienen blockierten und blockieren demnach an mehr als 20 Stellen einen sicheren Bahnbetrieb.

Die Bahn nimmt aber ihren Angaben zufolge auf zahlreichen Strecken den Betrieb schrittweise wieder auf, darunter auch auf einigen Linien der S-Bahn München. Auch die Strecken des bayerischen Fernverkehrs sind wieder frei. Der Zugverkehr kann dort mit Einschränkungen schrittweise wieder anlaufen.

Weiterhin ohne Zugverkehr sind die Strecken im Allgäu, im Werdenfels sowie rund um Hof/Oberpfalz.

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Wegen des Sturmtiefs "Sabine" hatte die Bahnverkehr den Fernverkehr komplett eingestellt. Wer nicht mehr an sein Ziel kam, konnte in sogenannten Aufenthaltszügen im Bahnhof übernachten.

14:38 Uhr: Stromversorger kommen mit Reparaturarbeiten voran

Immer mehr Haushalte in Bayern werden wieder mit Strom versorgt. Unter anderem weil Bäume Leitungen beschädigt hatten, waren bis zu 80.000 Haushalte zwischenzeitlich ohne Strom. Sprecher der Bayernwerk AG und der N-Ergie Netz GmbH teilten jetzt mit, dass die Reparaturarbeiten vorankämen.

Gegen 14.00 Uhr waren demnach zum Beispiel in Mittelfranken nur noch kleinere Orte betroffen. Die Bayernwerk AG berichtete von nur noch rund 25 000 Haushalten mit Stromausfällen. "Der Sturm und die damit verbundenen Störungen haben sich aktuell auf Ostbayern, insbesondere Niederbayern verlagert", heißt es. Im Raum Vilshofen-Eggenfelden gebe es viele neue Störungen. In Oberbayern sei das Störungsaufkommen aber "überschaubar".

14:34 Uhr: Kran in Frankfurt kann erst später geborgen werden

Der während des Sturms auf das Dach des Frankfurter Doms gefallene Kranausleger kann voraussichtlich erst Mitte der Woche entfernt werden. "Es wäre bei dieser Wetterlage viel zu gefährlich, das jetzt schon zu tun", sagte die Dombaumeisterin der Stadt, Julia Lienemeyer. Wichtig sei nun, den Kran abzusichern und das Dach provisorisch zu schließen, damit kein Wasser in das Gewölbe eindringen kann. Einsturzgefahr bestehe nicht, der Kran stecke fest. Wie hoch der Schaden ist, blieb unklar.

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Der Sturm "Sabine" hat einen Schaden am Frankfurter Dom verursacht. Wie die Feuerwehr Frankfurt am Main mitteilte, knickte ein Ausleger eines Baukrans ab und beschädigte mit der Spitze das Dach der Kirche.

14:11 Uhr: Winterstürme können ähnlich teure Schäden wie Hurrikane verursachen

Winterliche Orkane können nach Angaben des Rückversicherers Munich Re trotz niedrigerer Windgeschwindigkeiten ähnlich hohe Schäden wie tropische Wirbelstürme anrichten. Denn das Schadengebiet von Orkanen in Europa kann einen Durchmesser von mehr als 1000 Kilometer erreichen. So verursachte der Wintersturm "Lothar" 1999 in heutigen Preisen gesamtwirtschaftliche Schäden von 14,2 Milliarden Euro). Für eine Schadenschätzung zum aktuellen Sturm "Sabine" sei es aber noch zu früh.

© BR

Ist der Sturm wieder abgezogen, stellt sich die Frage, wer zahlt den entstandenen Schaden? Eine Elementarversicherung, oder eine Gebäudeversicherung? Wir haben einen Experten befragt.

14.00 Uhr: BR-Reporter Feulner zur Lage in Nordbayern

© BR

Einschätzung von BR-Reporter Markus Feulner aus Kautendorf im Landkreis Hof.

13:53 Uhr: Münchner S-Bahn fährt teilweise wieder ins Umland

Der S-Bahn-Verkehr in München ist teilweise wieder aufgenommen worden. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, sind die Bahnen der S1 zum Münchner Flughafen wieder unterwegs. Auch die S2 fährt zwischen München und Erding wieder, die S4 startete auf der Strecke zwischen Grafing und Pasing. Die S7 konnte auf der Teilstrecke von Höllriegelskreuth nach Hohenbrunn fahren. Auf den Strecken müsse aber "weiterhin mit Verspätungen und kurzfristigen Teilausfällen" gerechnet werden.

Zusätzlich gibt es weiterhin einen Pendelverkehr auf der Münchner Stammstrecke zwischen Pasing und dem Ostbahnhof. Auf den anderen Linien gab es Erkundungsfahrten, um Erkenntnisse über Schäden entlang der Strecken zu gewinnen.

13:27 Uhr: Bis jetzt glimpflicher Verlauf in München und Oberbayern

Trotz zahlreicher Notrufe halten sich die Schäden durch das Sturmtief in München und Oberbayern - verglichen mit anderen Landesteilen in Grenzen - verletzt wurde offenbar niemand.

Die Münchner Feuerwehr hat seit Aufkommen des Sturms in der Landeshauptstadt 170 unwetterbedingte Einsätze im Stadtgebiet gezählt. Die Zahl der neu eingehenden Notrufe sei rückläufig, so ein Sprecher der Branddirektion. In zwei Fällen mussten Dächer gesichert werden, in einem Fall entfernten die Einsatzkräfte zwei schräg stehende Bäume, die auf ein Haus zu stürzten drohten.

Im nördlichen Oberbayern registrierte das Polizeipräsidium in Ingolstadt bis jetzt rund 285 Einsätze, vor allem wegen Bäumen und Gegenständen, die auf Straßen geweht wurden. Im südlichen Oberbayern kam das Sturmtief erst am späteren Vormittag an. Dort zählte das Polizeipräsidium in Rosenheim seither 230 Einsätze wegen des Sturms.

© BR

Das Orkantief Sabine hat den Alltag in Bayern heftig durcheinanderwirbelt. Schulen sind geschlossen, auf Straßen, Schienen und an Flughäfen geht nicht mehr viel. Und auch im Stromnetz klemmt es.

13:13 Uhr: Wetter bleibt stürmisch

Auch wenn sich Tief "Sabine" inzwischen über Norwegen befindet, bleibt es stürmisch in Deutschland. Nach einer nur sehr kurzen Verschnaufpause am Nachmittag im Westen nimmt am Abend und in der Nacht der Wind von Frankreich und Belgien her erneut kräftig zu, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Dabei seien Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 80 bis 100 Kilometern in der Stunde möglich. Ungemütlich soll es auch am Dienstag und Mittwoch bleiben.

© BR

Laut BR-Meteorologe Michael Sachweh ist in Bayern das Schlimmste erstmal überstanden. Allerdings kann nur für die kommenden Stunden Entwarnung gegeben werden, denn schon in der Nacht kommt die nächste Sturmfront auf Bayern hinzu.

13:12 Uhr: Nahverkehr in Nürnberg wieder komplett in Betrieb

Busse und Bahnen der VAG im Großraum Nürnberg fahren wieder auf allen Linien nach Plan. Das teilte die Pressesprecherin der Verkehrs-Aktiengesellschaft mit. Aufgrund des Sturms waren einige Linien seit den frühen Morgenstunden nicht befahren worden. Momentan geht das Verkehrsunternehmen nicht davon aus, dass es zu erneuten Einschränkungen kommen wird.

© BR

Sturmtief Sabine hat auch in Franken einige Bäume entwurzelt. In Westmittelfranken musste die Feuerwehr am Morgen mindestens 100 Mal ausrücken. Zum Teil fiel der Strom aus. Verletzt wurde niemand.

© Tagesschau

Der Sturm fegt weiter über Deutschland hinweg. Vom Norden ist er weiter in den Süden gezogen. Bislang sind die Schäden eher gering. Einige Menschen wurden verletzt, meist durch herabfallende Äste.

12:25 Uhr: Piazolo verteidigt Unterrichtsausfall - Dienstag noch offen

Kultusminister Michael Piazolo hat die Entscheidung zur bayernweiten Absage des Schulunterrichts verteidigt. Es sei "immer sinnvoll, Vorsicht walten zu lassen". Die Entscheidungen über eine Absage des Unterrichtes würden ja "regional und lokal getroffen", von Koordinierungsgruppen bei den Landratsämtern.

Ob der Unterricht auch am Dienstag sturmbedingt abgesagt werden muss, könne man noch nicht sagen, so Piazzolo. Eltern, Schülern und Lehrern empfiehlt er, die jeweils aktuellen Informationen von der Internetseite des Ministeriums abzurufen. Über den morgigen Tag könne man jetzt "noch nicht spekulieren".

© dpa-Bildfunk/Carsten Rehder

Ein umgestürzter Baum liegt auf einem Bahngleis.

12:19 Uhr: Ersten Bahnen in Nordbayern fahren wieder

Die Deutsche Bahn hat die ersten Regionalstrecken in Nordbayern wieder für den Verkehr freigegeben. Es komme jedoch auch in Franken noch zu erheblichen Verspätungen.

Der private Betreiber Agilis nahm am Vormittag ebenfalls auf der Strecke Weiden-Bayreuth sowie auf zwei weiteren Strecken den Verkehr wieder auf, allerdings mit reduzierter Geschwindigkeit. Mit Verzögerungen und Ausfällen müsse weiterhin gerechnet werden, teilte Agilis mit.

In Südbayern ist weiterhin noch nicht absehbar, wann die Regionalbahnen und die Münchner S-Bahnen wieder fahren können. "Insbesondere umgestürzte Bäume in Oberleitungen und auf Schienen blockieren an aktuell mehr als 20 Stellen weiterhin einen sicheren Bahnbetrieb", so die Deutsche Bahn.

12:09 Uhr: bis 17 Uhr Abfertigungsstopp am Münchner Flughafen

Der Flughafen München rechnet mit einer Wiederaufnahme des Betriebs heute gegen 17 Uhr - voraussichtlich bis dahin gilt der Abfertigungsstopp. Passagiere werden gebeten sich bei ihren Fluggesellschaften zu informieren. Bislang wurden in München 521 Flüge annuliert.

© BR

Der Sturm hat auch den Betrieb am Münchner Airport stark beeinträchtigt, zahlreiche Flüge fielen aus. Die meisten Passagiere reagierten aber gelassen.

© dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Ein umgewehtes Fahrrad in Nürnberg.

© BR

Orkantief Sabine wirbelt zum Wochenbeginn den Start zahlreicher Pendler in Bayern gewaltig durcheinander. Der Regional- und Fernverkehr im Freistaat ruht. Am Flughafen München gilt seit 8 Uhr ein Abfertigungsstopp.

11:59 Uhr: Fernverkehr der Bahn läuft im Norden wieder an

Der in ganz Deutschland unterbrochene Bahn-Fernverkehr läuft langsam wieder an. "Gegen zehn Uhr sind die ersten Züge des Fernverkehrs im Norden Deutschlands gestartet", teilte die Bahn mit. Schrittweise werde der Fernverkehr auch in anderen Regionen wieder aufgenommen, in denen "Sabine" durchgezogen sei.

11:40 Uhr: Insgesamt über 80.000 Haushalte ohne Strom

Angaben des Energieversorgers Bayernwerk zufolge haben derzeit 80.000 Haushalte in Bayern keinen Strom. Elektriker arbeiteten derzeit an 45.000 Ausfällen heißt es. Die Unterbrechungen wandern demnach vom Norden in den Süden. Die Ausfälle seien unterschiedlich kompliziert: manche Stromausfälle ließen sich schnell beheben. Stromleitungen, die von einem abgeknickten Baum unterbrochen wurden, seien dagegen schwerer zu reparieren.

11:21 Uhr: Sabine kommt laut DWD an Kyrill heran

Sturm Sabine hat in tiefen Lagen rekordverdächtige Werte erreicht. Bei Fürstenzell wurden nach Angaben des 154 Stundenkilometer gemessen. Das ist laut Deutschem Wetterdienst in solchen Tieflagen eine "absolute Spitze". Über den Großen Arber fegte der Orkan mit bis zu 161 Stundenkilometern - bisher die stärkste Böe in Bayern. Auf der Zugspitze registrierte die Messstation 158 Stundenkilometer.

Damit kommt Sabine zumindest in Bayern ziemlich nahe an den Sturm "Kyrill" heran, der im Januar 2007 schwere Schäden verursacht hatte. Damals waren im Flachland in Bayern 144 Stundenkilometer und auf der Zugspitze knapp über 180 km/h gemessen worden.

10:37 Uhr: Bayern kommt bisher glimpflich davon

Trotz zahlreicher Stromausfälle und umgeknickter Bäume ist in Bayern die Sturm-Lage gut unter Kontrolle. Größere Probleme oder schwerere Unfälle blieben bisher aus.

© Polizei München

Screenshot: Tweet der Polizei München

10:36 Uhr: Landung in München "exciting" für Flugkapitän

Eine der wenigen Maschinen, die heute Morgen am Flughafen München gelandet sind, kam aus Johannesburg. Selbst für den erfahrenen Piloten der South African Airways, Mike Blanchard, war die Landung bei Windgeschwindigkeiten um die 140 km/h offenbar ein ziemliches Erlebnis. "We all need a strong drink now" - "wir brauchen jetzt alle einen starken Drink", witzelte er hinterher. 

10:35 Uhr: Bahn nimmt Fernverkehr wieder auf - Ausnahme: Bayern

Im Laufe des Vormittags sollen die Züge in weiten Teilen Deutschlands wieder fahren. Eine Ausnahme sei Bayern, wo es noch stürmisch ist, sagte ein Bahnsprecher. Bahnkunden müssen noch den ganzen Tag über mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen.

10:26 Uhr: Rückenwind- Schnellster Flug von New York nach London

Das Orkantief hat am Sonntag die Flugzeit von New York nach London auf neue Rekordwerte verkürzt: Drei Maschinen schafften die Strecke von 5.554 Kilometern in unter fünf Stunden - angeschoben vom Wind. Die schnellste war eine Boeing 747-436 der British Airways. Sie landete 103 Minuten früher als geplant.

© BR

Der Sturm "Sabine" hat einen Schaden am Frankfurter Dom verursacht. Wie die Feuerwehr Frankfurt am Main mitteilte, knickte ein Ausleger eines Baukrans ab und beschädigte mit der Spitze das Dach der Kirche.

09:50 Uhr: BR24Live zu Sturm Sabine

Hana Hofman vom Bayern 1 Wetterteam vermeldet, dass die deutschlandweit höchsten Windspitzen hier in Bayern gemessen wurden: 155 Kilometer pro Stunde in Fürstenzell bei Passau - also Orkanstärke. Mehr dazu im BR24Live-Video:

09:45 Uhr: Sabine mit 180 km/h in Tschechien

Rund 100.000 tschechische Haushalte waren ohne Elektrizität, weil Stromleitungen durch umstürzende Bäume beschädigt wurden. Landesweit wurden innerhalb einer Stunde mehr als 250 Feuerwehreinsätze gezählt.

Der Orkan erreichte auf der 1.603 Meter hohen Schneekoppe (Snezka) im Riesengebirge eine Spitzengeschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde.

09:35 Uhr: Schifffahrt am Königssee stellt Betrieb ein

Die Schifffahrt am Königssee hat vorsorglich ihren Betrieb für heute und morgen eingestellt. Derzeit ist es in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein aber noch völlig ruhig: Es ist nahezu windstill.

09:30 Uhr: 140 Notrufe pro Stunde bei Feuerwehr Augsburg

Bei der Augsburger Berufsfeuerwehr laufen seit den frühen Morgenstunden stündlich 140 Notrufe ein. Die Einsatzkräfte beseitigen umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, weggewehte Wahlplakate und pumpen vollgelaufene Gullis auf der B17 frei.

09:14 Uhr: Flughafen Nürnberg in Betrieb

Am Nürnberger Flughafen mussten bisher nur 26 Flüge abgesagt werden. Nur die Abfertigung musste vorübergehend ausgesetzt werden. Passagiere sollten sich bei den Airlines oder auf der Webseite des Flughafens über den Status ihres geplanten Fluges informieren.

08:50 Uhr: 50.000 Haushalte ohne Strom

Rund 50.000 Haushalte in Bayern sind ohne Strom, wie die Bayernwerk AG mitteilt. Betroffen sind Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken, Niederbayern, die Oberpfalz und Oberbayern. Ursache für die Ausfälle seien meistens Bäume oder Äste, die Stromleitungen berühren oder beschädigen.

Anwohner und Passanten werden dringend gebeten, Abstand zu halten, wenn sie angebrochene Strommasten oder tiefhängende Leiterseile bemerken!

08:48 Uhr: Strommasten in Niederbayern umgestürzt - Lebensgefahr

Unter anderem in Niederbayern wurden Strommasten und -leitungen beschädigt. In der Nähe herunterhängender Stromleitungen besteht Lebensgefahr!

08:44 Uhr: Abfertigungsstopp am Flughafen München

Aus Sicherheitsgründen gibt es am Münchner Flughafen gar keine Starts und Landungen mehr. Wegen der starken Böen fahren die Bodenverkehrsdienste nicht mehr zu den Maschinen. Passagiere, die noch landen konnten oder schon kurz vor dem Start waren, sitzen deshalb möglicherweise in ihren Maschinen fest. Zudem sind 420 von heute 1.050 geplanten Starts und Landungen bereits annulliert.

© BR

Orkantief "Sabine" hat Bayern erfasst und sorgt für Schäden und Behinderungen. Auf der A70 wurde ein Lkw-Anhänger umgeweht.

08:01 Uhr: 20.000 Haushalte ohne Strom

Bei mehr als 20.000 Haushalten in Unter- und Oberfranken und in der Oberpfalz ist der Strom ausgefallen. Schon kurz nach Mitternacht hatte es erste Ausfälle in Unterfranken gegeben. Gegen 5.00 Uhr haben sich die Stromausfälle auf Oberfranken ausgeweitet, in den Morgenstunden auf die Oberpfalz. Die ersten Kunden in Oberfranken werden mittlerweile über sogenannte Schaltmaßnahmen wieder versorgt.

08:00 Uhr: Strom-Probleme am Flughafen München

Im Terminal 2 gibt es teilweise offenbar auch Probleme mit dem Strom. Mehrmals sind die großen Anzeigentafeln und die Monitore an den Schaltern vorübergehend schon ausgefallen, Aufzüge sind kurz steckengeblieben.

07:57 Uhr: S-Bahn München fährt nur noch auf Stammstrecke

Die S-Bahn München stellt den Betrieb auf den Außenästen ein. Zwischen Pasing und München-Ost solle einen Pendelverkehr aufrechterhalten werden. Auf den Außenästen der S-Bahn fahren Züge nach und nach die Haltestellen an und bleiben dort stehen.

07:53 Uhr: Regionalbusse in Augsburg fahren nicht mehr

Der Regionalbusverkehr in Augsburg wird bis voraussichtlich 10 Uhr eingestellt. Alle Busse rücken laut AVV jetzt ein.

07:31 Uhr: Drei Züge Agilis Mitte fahren

Der Regionalverkehr steht, Ausnahme: Beim agilis-Netz Mitte sind drei Züge unterwegs, auf folgenden Strecken: Neumarkt - Regensburg; Regensburg - Plattling und Plattling - Ingolstadt. Je nach Wetterlage kann sich das aber ändern.

Sturm Sabine im Programm des BR

Der Sturm in Bayern - dazu um 12:40 Uhr eine lange Rundschau extra. Auch B5 aktuell sendet am Montagmorgen früh mehrere Schwerpunkte.

07:22 Uhr: Rund 220 Einsätze bisher in Oberfranken

In Oberfranken mussten hauptsächlich umgestürzte Bäume beseitigt werden. Zwei Autos fuhren gegen umgefallene Bäume, dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt. In Stadtsteinach im Landkreis Kulmbach fiel kurzzeitig der Strom aus.

07:20 Uhr: Bahn prüft Strecken

Bei der Bahn werden im Norden Deutschlands derzeit die Strecken geprüft, an denen der Sturm bereits vorbeigezogen ist. Im Anschluss an etwaige Reparaturarbeiten soll der Bahnverkehr im Laufe des Tages sukzessive wiederaufgenommen werden. Für den Fernverkehr ist mit einer Betriebsaufnahme nach jetzigen Stand nicht vor zehn Uhr zu rechnen.

© BR

Luise-Kiesselbach-Platz in München

06:33 Uhr: S-Bahn München fährt, aber nicht überall

Die S-Bahn München ist der einzige Teil des Bayerischen Zug-Nahverkehrs, der fährt. Allerdings verzichtet die Bahn auf die Verstärkerzüge für den 10-Minutentakt. Eine erste Strecke ist bereits gesperrt: Zwischen Ebenhausen-Schäftlarn und Baierbrunn verkehrt derzeit keine S-Bahn. Grund ist ein Baum im Gleis. Die Bahn bemüht sich, einen Ersatzverkehr einzurichten.

06:26 Uhr: Straßensperrungen am Untermain

Rund 100 Einsätze verzeichnet die Integrierte Leitstelle Aschaffenburg bisher am Untermain. Die B469 ist zwischen Niedernberg und Großostheim gesperrt, weil sich eine fünf Hektar große Plane auf dem angrenzenden Feld gelöst hat und die Straße blockiert. Auch die B26 ins nach Babenhausen (Hessen) ist gesperrt. Umgestürzte Bäume blockieren auch die Verbindungsstraße zwischen Goldbach und Unterafferbach sowie zahlreiche Verbindungsstraßen im Landkreis Miltenberg bei Klingenberg, Buch und Eschau.

Neben Rothenbuch, Heinrichsthal, Jakobsthal und Laufach waren auch Großostheim und die Ortsteile Ringheim, Pflaumheim sowie Wenig-Umstadt ohne Strom.

06:11 Uhr: Kein Zugverkehr bis mindestens 8 Uhr bei BOB, Meridian und BRB

Neben den Regional und Fernverkehrsverbindungen der Deutschen Bahn fahren auch die Züge der Transdev-Gruppe in Bayern mindestens bis 8 Uhr nicht. Betroffen sind die Bayerische Oberlandbahn (BOB), der Meridian und die Bayerische Regionalbahn. Ab 8 Uhr ist geplant, den Betrieb schrittweise aufzunehmen und im Stundentakt zu fahren.

05:48 Uhr: ÖPNV Nürnberg eingeschränkt

Einschränkungen im Nürnberger Bus- und Straßenbahnverkehr. Mehrere Linien, die durch Waldstücke oder baumreiche Straßen fahren, werden heute nicht komplett bedient. Betroffen sind die Straßenbahnlinien 5, 6, 7 und 8, sowie die Buslinien 54 und 59. Die Straßenbahnlinie 5 fährt demnach nicht zwischen Mögeldorfer Plärrer bis Tiergarten und nicht zwischen Christuskirche und Worzeldorfer Straße. Die Linie 6 fährt den Streckenabschnitt Schweigerstraße über Dutzendteich zum Doku-Zentrum nicht. Die Straßenbahnlinie 8 wurde mit der 6 zusammengefasst. Die Linie 7 zwischen Hauptbahnhof – Tristanstraße rückt vorerst nicht aus. Die Buslinien 54 und 59 enden außerplanmäßig in Fischbach.

05:45 Uhr: Vorerst keine Flüge ab München

Massive Beeinträchtigungen des Flugverkehrs - aus Sicherheitsgründen dürfe bei starkem Sturm keine Flugzeugabfertigung mehr am Boden stattfinden, informiert der Flughafen München auf seiner Internetseite.

Fast alle Starts und Landungen wurden gestrichen.

© BR / Birgit Grundner

Alle Flüge gecancelt: Anzeigetafel am Münchner Flughafen

05:41 Uhr: Viele kleinere Einsätze in Schwaben

In Schwaben mussten Polizei und Feuerwehr bislang ca. 40 Mal ausrücken. Bei allen Einsätzen ging es um kleinere Bäume und größere Äste auf den Straßen, die entfernt werden mussten, in einem Fall musste ein umgefallenes Dixi-Klo von der Straße geholt werden.

05:40 Uhr: Zugverkehr in Schwaben stark eingeschränkt

Nach Informationen der Bayerischen Regiobahn GmbH fahren die Züge auf allen Strecken von Meridian, BOB und BRB erst ab ca. 8 Uhr, und danach dann im Stundentakt. Das heißt, die Schülerzüge vormittags und mittags sowie voraussichtlich alle Verstärkerzüge im Pendlerverkehr morgens und abends entfallen.

05:36 Uhr: Hochschulen Landshut und Passau reagieren auf Sturm

An der Hochschule Landshut fallen alle für heute geplanten Prüfungen aus. An der Universität Passau finden keine Lehrveranstaltungen statt, die geplanten Prüfungen dagegen schon.

05:35 Uhr: Waldbahn fährt nicht

Die Länderbahn hat aufgrund der Wetterprognosen vorsorglich den kompletten Zugverkehr in Bayern eingestellt. Davon ist in Niederbayern die Waldbahn betroffen, die zwischen Plattling, Viechtach, Bayerisch Eisenstein, Zwiesel und Grafenau verkehrt.

05:21 Uhr: Bisher zwölf Einsätze in der Oberpfalz

Grund für die Einsätze in der Oberpfalz Es handelte sich mehrheitlich um umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten. Im Regenstauf im Landkreis Regensburg stürzte ein Baum auf ein geparktes Auto. Verletzt wurde bisher niemand.

05:20 Uhr: Veranstaltungen an TH Regensburg fallen aus

An der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg fallen heute alle Lehrveranstaltungen aus – Prüfungen wurden abgesagt und sollen später nachgeholt werden.

05:15 Uhr: S-Bahn München fährt, aber mit Einschränkungen

Der S-Bahn-Verkehr in München hat ihren Betrieb regulär begonnen, meldet aber, man müsse am Montagmorgen mit möglichen Beeinträchtigungen rechnen. Die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts entfallen am Vormittag.

Bei der DB Regio fahren bis mindestens 8 Uhr keine Züge.

05:10 Uhr: Ausfälle bei Agilis

Bis zunächst 7 Uhr fallen alle Züge in den Agilis-Netzen Nord und Mitte aus. Danach soll die Wetterlage kontinuierlich beurteilt werden. Agilis rechnet aber im weiteren Tagesverlauf mit Ausfällen und Verzögerungen.

04:59 Uhr: Erste Sturm-Einsätze in Ostbayern

Seit 3:15 Uhr sind bei der Einsatzzentrale der Polizei Oberpfalz rund zehn Sturm-Meldungen eingegangen. In allen Fällen geht es um umgestürzte Bäume auf Straßen. In Niederbayern ist es hingegen noch ruhig, bestätigt die Einsatzzentrale der Polizei in Niederbayern.

04:40 Uhr: Meteorologe: Orkan flaut im Norden ab - im Süden "kommt noch alles"

Im Norden flaut der Sturm bereits wieder ab: "Die Kaltfront zieht sich aktuell vom Saarland über Südhessen nach Thüringen und Berlin", so ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am frühen Montagmorgen. Dort gebe es schwere bis orkanartige Böen.

Im Südosten Deutschlands "kommt noch alles", das Unwetter werde hier in der ersten Tageshälfte erwartet. In ganz Süddeutschland sind in tiefen Lagen einzelne Orkanböen um 120 km/h möglich. Auf den Bergen kann es bis zu Windstärken über 140 km/h kommen. Im Süden müssen die Menschen gebietsweise mit Starkregen rechnen, zudem kann es in der Mitte und im Süden der Republik am Morgen kräftig gewittern.

04:24 Uhr: Oberfranken: Kaum Einsätze bisher durch Sturmtief Sabine

Die Integrierten Leitstellen in Oberfranken melden derzeit (Stand 04:20 Uhr) keine nennenswerten Einsätze durch Sturmtief Sabine. In Hof gab es zwischen 23:00 Uhr und 04:00 Uhr gerade mal zwei kleinere Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume, die Straßen blockierten. In Coburg waren es sechs Einsätze wegen umgestürzter Bäume. Bisher sind in Oberfranken noch keine größeren Straßen blockiert, bisher wurden auch keine Dächer abgedeckt oder Ähnliches. Die Spitze des Sturms werde allerdings erst in den nächsten Stunden erwartet.

02:20 Uhr: Bahnverkehr der Deutschen Bahn Montagmorgen frühestens ab 10 Uhr wieder frei

Aufgrund des Sturmtiefs "Sabine" wird der aktuell eingestellte Zugverkehr der Deutschen Bahn frühestens am Montag um 10 Uhr wieder aufgenommen. Dies teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Erst nach der Schadenaufnahme und erforderlichen Reparaturarbeiten werden ab voraussichtlich 10 Uhr die Strecken für den Fernverkehr sukzessive wieder freigegeben, heißt es. Es sei leider schon jetzt absehbar, dass die Störungen am Montag den ganzen Tag über andauern werden, erklärte der Konzern.

01:15 Uhr: Lage im Landkreis Main-Spessart noch ruhig

Noch ist nichts zu spüren vom Sturmtief Sabine im Landkreis Main-Spessart. Es sei völlig ruhig, hieß es nach Mitternacht von den beiden Polizeiinspektionen in Lohr und Marktheidenfeld. Streifen sind aus dem Spessart mit seinen Waldgebieten zurückgekommen, wo alles ruhig gewesen sei. Lediglich im Marktheidenfelder Stadtteil Michelrieth sei ein kleinerer Baum entwurzelt.

00:15 Uhr: Airbus aus Istanbul muss in Nürnberg landen - statt in Düsseldorf

Ein Airbus der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines ist am Sonntagabend statt in Düsseldorf in Nürnberg gelandet. Auf einer Livetracking-App war zu sehen, dass der in Istanbul gestartete Flug mit der Nummer TK 1529 zunächst mehrere Anläufe unternahm, um in Düsseldorf zu landen. Nachdem dies nicht gelang, flog der Flieger nach einigen Runden über dem Rhein-Ruhr-Gebiet nach Nürnberg. Der Flughafen Nürnberg bestätigte am späten Abend die Landung auf seiner Internetseite. Dort war von einer Ausweichlandung die Rede. Wieviele Passagiere von der Änderung des Zielflughafens betroffen waren, wurde zunächst nicht bekannt. Bei der Fluggesellschaft war in der Nacht niemand für Presseauskünfte zu erreichen.

00:00 Uhr: Schäden in Hamburg und Nordrhein-Westfalen

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Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks stehen in Hamburg an einem Wohnhaus, das durch einen umgekippten Baum stark beschädigt wurde.

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Ein umgestürzter Baum liegt in Viersen (Nordrhein-Westfalen) auf Unterstellplätzen von Autos.

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In Düsseldorf beschädigte eine umgestürzte Birke mehrere Autos.

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Ein umgestürzter Baum liegt in Hamburg auf einem Parkplatz auf einem Auto.

Sonntag, 09. Februar 2020

23:30 Uhr: Lage in Unterfranken noch ruhig

In den Landkreisen Würzburg und Schweinfurt herrschen bisher keine stürmischen Winde. Nach Anfrage des Bayerischen Rundfunks gingen bei der Polizei Würzburg noch keine besonderen Ereignisse ein, die auf das Sturmtief "Sabine" zurückzuführen sind. Allerdings erklärte die Polizei, dass sie in den nächsten Stunden mit einer Verschärfung der Wetterlage rechne. Vergleichbar sieht die Lage auch bei der Feuerwehr Würzburg aus. Bei einem Telefonat erklärte diese, dass es bisher ruhig gewesen wäre. In einer Pressemitteilung verkündete das Bayerische Rote Kreuz, dass es am Sonntagmittag seine Katastrophenschutzeinheiten im Landkreis Würzburg in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

23:15 Uhr: Behörden warnen vor Sturmflut an der Nordsee

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt vor der Gefahr einer Sturmflut an der deutschen Nordseeküste und in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg. Am Montag würden das Nachmittag-Hochwasser an der Nordseeküste und in Emden sowie das Abend-Hochwasser in Bremen und Hamburg 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen, teilte das BSH am Sonntagabend mit. Die Sturmflutgefahr bestehe bis etwa 17.30 Uhr am Montag. Sollte es so kommen, könnte auch der Fischmarkt am Hamburger Hafen überflutet werden.

23:00 Uhr: Baum stürzt in Iserlohn auf Zug

Kurz vor Einstellung des Regionalverkehrs am Sonntagabend ist im nordrhein-westfälischen Iserlohn ein Baum auf eine Bahn-Oberleitung gestürzt und hat einen Zug getroffen. Es sei ein Lichtbogen entstanden, sagte eine Feuerwehrsprecherin am Abend. Die 15 Insassen des Zuges blieben unverletzt. Der Zug sei äußerlich unbeschädigt geblieben.

22:30 Uhr: Keine Prüfungen an der Universität Bayreuth

Wegen des Sturmtiefs Sabine lässt die Universität Bayreuth am Montag alle universitären Prüfungen entfallen. Wie die Hochschulleitung heute via Social Media mitteilt bleibt die Uni Bayreuth morgen aber dennoch geöffnet.

22:15 Uhr: Einschränkungen bei städtischen Kitas in Nürnberg und Regensburg

Die Stadt Nürnberg bittet alle Eltern, die ihre Kinder in eine städtische Kita schicken, ihre Kinder morgen wegen des Sturmtiefs "Sabine" zu Hause zu lassen. Falls das nicht geht, rät Stadtpressesprecherin Alexandra Foghammar, unbedingt vorher bei der jeweiligen Krippe, Kindergarten oder Hort anzurufen, ob eine Notbetreuung angeboten wird. In Regensburg haben die städtischen Kitas am Montag und Dienstag wegen Sturmtief "Sabine" nur Notbetrieb. Die Leiterin des Regensburger Amts für Tagesbetreuung, Eleonore Hartl-Grötsch, bittet die Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu lassen. Freie und private Träger würden in eigener Zuständigkeit entscheiden, so die Amtsleiterin zum BR.

22:00 Uhr: Stromausfälle in Großbritannien

Das Orkantief "Ciara" hat in Teilen Europas zu Stromausfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. Besonders schwer wurde Großbritannien mit Starkregen und Böen von bis zu 150 Stundenkilometern getroffen. Auf der Insel fiel in mehr als 90.000 Haushalten der Strom aus. In Schottland wurden drei Menschen verletzt, als das Dach einer Kneipe teilweise einstürzte. In Irland waren rund 14.000 Privathäuser, Bauernhöfe und Geschäftsgebäude ohne Strom.

21:45 Uhr: Länderbahn stellt Bahnverkehr in Nordbayern ein

Die Länderbahn hat ihren Zugverkehr in Sachsen und Nordbayern am Sonntag wegen des Sturmtiefs "Sabine" aus Sicherheitsgründen eingestellt. Es seien bereits Schäden an der Infrastruktur entstanden, teilte das Bahnunternehmen mit. Deshalb werde der Zugverkehr im sächsischen Vogtland, in Ostsachsen und in Nordbayern gestoppt. Betroffen sind die Netze der Züge Alex (Hof-Regensburg), Vogtlandbahn, Trilex, Oberpfalzbahn und Waldbahn. Die Züge fuhren maximal mit verminderter Geschwindigkeit bis zu ihrem Endbahnhof. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Störungen lange anhalten könnten.

21:21 Uhr: Am Montag fällt bayernweit der Unterricht aus

Wegen des Sturmtiefs "Sabine" fällt am Montag in ganz Bayern die Schule aus. Das geht aus dem "Meldesystem für witterungsbedingten Unterrichtsausfall" des Kultusministeriums und Pressemitteilungen einzelner Landkreise in Bayern hervor. Laut Informationen des Kultusministeriums haben Lehrkräfte, soweit es die Witterungsverhältnisse zulassen, ihren Dienst anzutreten. Für Schülerinnen und Schüler, die dennoch in die Schule kommen, wird ein Betreuungsdienst eingerichtet.

20:30 Uhr: München: Keine Lufthansa-Flüge morgen bis Nachmittag

Die Lufthansa sagte für Montag in München alle Flüge bis zum frühen Nachmittag ab. Der Interkontinentalverkehr nach Frankfurt solle dagegen planmäßig laufen. Auch hier sei allerdings mit der Streichung innereuropäischer Verbindungen zu rechnen. Eurowings unterbrach den Flugverkehr in weiten Teilen Deutschlands bereits am Sonntag für die Dauer des Sturms. Insgesamt sind in Bayern für Montag bereits mehr als 400 Flüge annulliert.

An den Flughäfen München und Nürnberg fielen schon am Sonntag über 130 Flüge aus. Am Airport in Frankfurt wurden am Sonntag rund 180 Starts und Landungen annulliert, wie eine Sprecherin des Betreibers Fraport sagte. Das sind etwa 15 Prozent der geplanten 1.200 Flüge. Für Montag seien zunächst 140 Flüge gestrichen worden.

20:15 Uhr: Bayernweite Schulausfälle

In Bayern bleiben am Montag wegen des Sturms Sabine viele Schulen geschlossen. Die Kinderbetreuung ist laut Behörden allerdings sichergestellt.

18.30 Uhr: BR-Meteorologe Michael Sachweh: "Dieser Sturm dauert 36 bis 48 Stunden."

© BR

BR-Meteorologe Michael Sachweh erklärt im Gespräch mit Till Nassif die Gefahren, die durch das Sturmtief "Sabine" auf Bayern zukommen.

17:30 Uhr: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr ein

Die Deutsche Bahn will den Fernverkehr wegen des Orkans Sabine nach und nach bundesweit einstellen. Man habe sich entschieden, "beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen", teilte die Bahn mit.

Gestrandete Bahnreisende, deren Züge wegen des Sturmtiefs am Sonntag nicht weiterfahren können, sollen im Rahmen ihrer Fahrgastrechte Hotelgutscheine und Taxigutscheine erhalten. In größeren Bahnhöfen sollen zudem sogenannte Übernachtungszüge bereitgestellt werden, sagte DB-Konzernsprecher Achim Stauß am Sonntag. Das habe sich "bereits bei früheren Sturmsituationen bewährt".

© BR

Das Sturmtief Sabine überquert gerade Deutschland und sorgt für viel Chaos. Jetzt hat der Sturm auch Bayern erreicht. Für den gesamten Freistaat gelten Unwetter-Warnungen. Richtig heftig wird's aber erst heute Nacht und morgen.

17:03: Nordrhein-Westfalen schränkt Bahnverkehr stark ein

Wegen des Sturms hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen eingestellt. Das teilte das Unternehmen am Sonntag auf Twitter mit.

16:39 Uhr: Umgestürzter Baum: IC mit 300 Personen steckt fest

Ein Intercity-Zug ist im Emsland in einen umgestürzten Baum gefahren und steckt auf offener Strecke fest. In dem IC von Amsterdam nach Berlin sitzen etwa 300 Reisende, teilte die Deutsche Bahn mit. Ein Notfallmanager sei unterwegs zu dem Unfallort bei Salzbergen zwischen Bad Bentheim und Rheine, nahe der niederländischen Grenze. Bislang erwartet die Bahn, dass der Zug mit einer Verspätung von zwei Stunden seine Fahrt fortsetzen kann. Die Regionalzüge werden umgeleitet.

16:36 Uhr: Internationale Flugverbindungen u.a. ab München und Nürnberg gestrichen

Wegen des aufziehenden Orkans strichen Flughäfen wie München, Nürnberg, Frankfurt/Main, Köln/Bonn, Hannover und Bremen Dutzende Starts und Landungen.

Am Münchner Flughafen wurden mehr als 100 Starts- und Landungen annuliert. Wie ein Sprecher dem BR sagte, handelt es sich zunächst vor allem und Flüge von und nach Norden. Die Lufthansa setzte für München am Montag alle Kontinentalflüge bis 13:00 Uhr und alle Interkontinentalflüge bis 14:00 Uhr aus.

Am Nürnberger Albrecht Dürer Airport wurden bereits Flüge von und nach Paris sowie Amsterdam abgesagt. Auch die Abendflüge von und nach Hamburg sowie Düsseldorf wurden annulliert.

Wegen des angekündigten Sturms Sabine sind auch am Berliner Flughafen Tegel einige Abflüge gestrichen worden. Betroffen sind unter anderem Verbindungen am Sonntagnachmittag und -abend nach London, Brüssel, Düsseldorf und Köln/Bonn, wie der Flughafen im Internet mitteilte. Sprecherin Sabine Deckwerth vom Berliner Flughafen erklärte, dass zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen: "Ab 45 Knoten muss alles fest angebunden werden, beispielsweise Treppen zu den Flugzeugen und Container", sagte sie.

Der niederländische Flughafen Amsterdam-Schiphol hat wegen des Orkantiefs am Sonntag allein bis Mittag rund 120 Starts und Landungen gestrichen. Amsterdam-Schiphol ist eines der wichtigsten Drehkreuze im internationalen Luftverkehr.

© BR24

Im Norden Deutschlands ist Sabine bereits angekommen, nun wartet Bayern auf das Eintreffen des Sturmtiefs. Die Einsatzkräfte haben sich gut vorbereitet und ihre Teams verstärkt.

16:22 Uhr: Zoo in München schließt

Der Tierpark Hellabrunn wird am Montag seine Tore nicht für Besucher öffnen.

16:00 Uhr: Unwetterwarnung für sehr hohe Lagen

In Bayern wurde für den späten Sonntagabend die höchste Unwetterwarnstufe vier ausgerufen, allerdings nur für die sehr hohen Lagen des Bayerischen Waldes und der Alpen. Der Deutsche Wetterdienst warnte für die Höhen des Bayerischen Waldes oberhalb von 1000 Metern ab 22:00 Uhr und für die Alpen in Lagen über 2000 Metern ab 18:00 Uhr vor extremen Orkanböen.

14:34 Uhr: In Bayern Windstärken 11 bis 12 erwartet

Der Sturm wird voraussichtlich in der Nacht von Sonntag auf Montag zunächst Unterfranken treffen; am Montagvormittag das Alpenvorland und die Alpen.

Der Deutsche Wetterdienst warnt bereits ab heute Nachmittag vor Orkanböen in der Rhön und im Frankenwald oberhalb von 600 Metern. Der Sturmhöhepunkt wird in Nordbayern Montagfrüh bis zum frühen Vormittag erwartet, in Südbayern vom Montagvormittag bis zum Mittag.

Doch auch wenn die schlimmsten Böen durchgezogen sind, können örtliche Gewitter neue schwere Sturmböen mit sich bringen. In der Nacht von Montag auf Dienstag wird sich der Sturm kurz beruhigen, bevor es in der zweiten Nachthälfte erneut stürmisch wird. Am Dienstag werden wieder schwere Sturmböen, in den Morgenstunden in Südbayern orkanartige Böen erwartet.

Windstärken 11 und 12 werden in Bayern erwartet. Dabei muss mit orkanartigen Böen von 100 bis 120 km/h, Orkanböen im Bergland mit über 120 km/h und auf exponierten Alpengipfeln sogar bis 160 km/h gerechnet werden.

Sabine ist laut DWD ein Winterorkan, wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt. So stark wie Kyrill (2007) oder Lothar (1999) werde Sabine aber nicht.

13:05 Uhr: Alle Schulen im Landkreis Neu-Ulm bleiben geschlossen

Im Landkreis Neu-Ulm fällt am Montag an allen Schulen der Unterricht aus. Schüler und Lehrer sollen wegen des nahenden Sturms lieber zu Hause bleiben. Allerdings gibt es eine Not-Betreuung für alle, die die Nachricht nicht rechtzeitig mitbekommen haben.

12:15 Uhr: Am Flughafen in München sind bereits 80 Starts und Landungen ausgefallen

Das heranziehende Orkantief wirkt sich auch auf den Betrieb am Münchner Flughafen aus. Rund 80 Starts und Landungen sind betroffen. Ein Sprecher des Airports teilte mit, es handele sich vor allem um Starts mit Flugrichtung Norden. Was die weitere Entwicklung angeht, sagte er: "Es wird definitiv Ausfälle und Verspätungen geben." Ist der Wind zu stark, darf auf dem Flugfeld nicht mehr gearbeitet werden. Das Betanken oder Beladen von Flugzeugen ist dann verboten.

11:21 Uhr: Feuerwehr gibt Tipps zur Vorbereitung auf den Orkan

Der Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg hat Ratschläge gegeben, wie sich die Bevölkerung auf den heranziehenden Orkan vorbereiten kann. Es wird empfohlen, alle beweglichen Dinge in Hof und Garten, wie zum Beispiel die Mülltonnen, zu sichern und Gartenmöbel wegzuschließen.Blumentöpfe und andere bewegliche Gegenstände auf Balkonen und Dachterrassen sollen in Sicherheit gebracht werden. Autos sollen in der Garage oder mit großem Abstand von Häusern sowie Bäumen geparkt werden. Je höher die gefährlichen Objekte, desto länger sollte der Abstand sein.Vorsorglich können Hausbewohner vor allem das Dach schützen, das einem Sturm viele Angriffsflächen bietet. Ziegel mit Sturmhaken sicherten die Dachdeckung vor Windsog, der vor allem an den Rändern und dem Dachfirst auftrete. Auch Kaminabdeckungen, Antennen und Satellitenschüsseln sollten auf ihre Stabilität überprüft werden, so die Feuerwehr.

10:40 Uhr: Voraussichtlich keine Schulausfälle in Bayern

In Bayern sind bis jetzt keine Schulausfälle wegen des Sturmtiefs zu erwarten. Das teilte ein Sprecher der Kultusministeriums dem BR auf Nachfrage am Sonntag mit. Die Entscheidung, ob es zu Schulausfällen oder Einschränkungen kommen wird, treffen sogenannte Koordinierungsgruppen, in denen Vertreter aller Schularten eines Landkreises bzw. einer kreisfreien Stadt beraten. Des Weiteren stehe das Kultusministerium in Kontakt mit dem Innenministerium. Auch von dort gebe es im Moment keine Hinweise darauf, dass es notwendig sei, besondere Schutzmaßnahmen zu ergreifen, so der Sprecher des Kultusministeriums.

07:04 Uhr: Bundesligaspiel Mönchengladbach - Köln wegen Sturmtiefs abgesagt

Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Sonntagnachmittag um 15.30 Uhr ist wegen des Sturmtiefs Sabine abgesagt worden. Das teilten beide Clubs am Morgen auf ihren Webseiten mit. Das Spitzenspiel von Tabellenführer Bayern München gegen RB Leipzig um 18 Uhr soll aber planmäßig stattfinden, wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Sonntagvormittag via Twitter mitteilte.

Sonntag, 9. Februar 2020

20:58 Uhr: Skisprung-Weltcup: Zweites Springen wegen Sabine abgesagt

Das aufziehende Sturmtief Sabine hat die Veranstalter des Skisprung-Weltcups in Willingen zur Absage des zweiten Einzelwettkampfes am Sonntag gezwungen. Nach einer abschließenden Sitzung am Samstagabend wurde die Entscheidung aus Sicherheitsgründen getroffen.

19:27 Uhr: Bahn will bei starken Orkanböen Züge in den Bahnhöfen lassen

Die Deutsche Bahn rechnet mit orkanartigen Böen wenn das Sturmtief Sabine über Deutschland zieht. Aus Sicherheitsgründen sollen dann gegebenenfalls Züge in den Bahnhöfen zurückgehalten werden, das sagte Konzernsprecher Achim Stauß in Berlin.

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Die Bahn hat vor Störungen des Bahnverkehrs durch die Folgen Orkanböen am Sonntag und am Montag gewarnt.

17:18 Uhr: BR-Meteorologe Michael Sachweh rechnet mit erheblichen Behinderungen

Das Orkantief "Sabine" nähert sich und sorgt in der Nacht zum Montag in ganz Bayern für stürmisches Wetter. In Franken und im Bergland dürfte der Wind bereits am Sonntagabend stärker werden, wie eine Mitarbeiterin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag sagte. Auch auf Gewitter sollten sich die Menschen einstellen. Für weite Teile des Freistaats rechnen die Wetterexperten mit Windgeschwindigkeiten um die 100 Stundenkilometer. BR-Meteorologe Michael Sachweh rechnet mit erheblichen Behinderungen. im Verkehr.

17:10 Uhr: Deutsche Bahn rät von Reisen ab

Im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn werde ab Sonntagabend mit erheblichen Beeinträchtigungen insbesondere im Norden und Westen Deutschlands gerechnet, teilte die Bahn mit. "Wir empfehlen unseren Reisenden von Sonntag, 09.02.2020 bis Dienstag, 11.02.2020 ihre geplante Reise auf einen anderen Tag zu verschieben." Es gibt Kulanz für gekaufte Tickets.Laut einem Sprecher der Bahn sind Kettensägetrupps und Arbeiterteams in Bereitschaft, um Bahnstrecken frei zu bekommen.

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In Bayern zieht ein Sturmtief herauf. Ab morgen Nachmittag wird es sich bemerkbar machen. Die deutsche Bahn warnt vor Reisen zwischen Sonntag und Dienstag. Auch BR-Wetterexperte Michael Sachweh rechnet mit starken Behinderungen.

16:45 Uhr: Lufthansa rechnet mit Flugannullierungen wegen Sturmtief

Ab Samstagnachmittag bis voraussichtlich Dienstag dürfte es Flugannullierungen und Verspätungen geben, teilte die Lufthansa auf Anfrage mit. Passagiere sollten sich im Vorfeld auf der Internetseite des Unternehmens über den Status ihres Fluges informieren. Sicherheit habe oberste Priorität.

16:30 Uhr: Bahn warnt Reisende

Die Bahn ruft die Reisenden dazu auf, online zu prüfen, ob die ausgewählten Züge auch wirklich fahren. Sie rät davon ab, während des Orkantiefs auf die Bahn zu vertrauen. Mögliche Schäden sind nicht vorhersehbar. "Wir können heute nicht in die Glaskugel schauen, wie sich das Wetter entwickelt," sagte eine Sprecherin.

© BR

ie Deutsche Bahn bereitet sich auf mögliche Probleme durch das Orkantief "Sabine" am Sonntag vor. Fahrkarten von Sonntag bis DIenstag können kostenfrei storniert werden. Die Bahn hat ihr Bereitschaftspersonal verstärkt.

15:37 Uhr: Bahn verstärkt Bereitschaftsdienst bevor der Sturm losbricht

Die Bahn wird angesichts des Orkantiefs Sabine ihre Bereitschaftsdienste verstärken. Laut einer Sprecherin werden doppelt so viele Einsatzkräfte bereit stehen wie sonst. Dazu gehören auch Kettensägen-Trupps und andere Einsatzkräfte mit teilweisen schwerem Gerät. So hat die Bahn in Bayern mehrere sogenannte Turmtriebwagen, mit denen auch eine gerissene Oberleitung repariert werden kann. So sollen versperrte Gleise möglichst schnell wieder freigemacht werden können. Laut einem Bahnsprecher sind auch Hubschrauber angefordert, die nach dem Sturm entlang der Gleise fliegen sollen, um mögliche Schäden schnell zu entdecken.

14:49 Uhr: Rückgabe von Zugfahrkarten kostenfrei möglich

"Reisende, die ihre Fahrt wegen des zu erwartenden Sturms auf einen anderen Tag verschieben möchten, können dies unkompliziert tun", sagte ein Bahnsprecher. Wer nicht reisen möchte, könne die Fahrkarte kostenfrei stornieren. In der Regel berechnet die Bahn dafür 17,50 Euro bis 19 Euro, bei Gruppentickets 36 Euro. Sämtliche Fernverkehrstickets für Sonntag, Montag und Dienstag könnten bereits am Samstag sowie mindestens bis zum 18. Februar benutzt werden. Die kostenlose Erstattung können die Bahnkunden in den Reisezentren, DB-Agenturen und im Internet mit dem Fahrgastrechte-Formular beantragen. Dies gelte auch für Fahrkarten mit Zugbindung, führte die Bahn aus. Wer eine Sitzplatzreservierung gebucht habe, könne auch diese kostenfrei umtauschen. Die Bahn riet Reisenden außerdem, vor Fahrtantritt ihre gewählte Verbindung noch einmal im Internet, der Bahn-App oder über die Telefonhotline zu prüfen.

13:58 Uhr: Orkanböen auch im Flachland

"Die gefährlichste Situation mit den höchsten Windspitzen in ganz Deutschland" wird nach Einschätzung des Meteorologen Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst in der Nacht zum Montag erreicht, wenn sich zu dem Orkantief eine Kaltfront gesellt. Selbst in den Niederungen können Böen dann die Windstärke elf bis zwölf erreichen. Noch heftiger wird sich "Sabine" über den Bergen austoben: Mit 120 bis 150 Stundenkilometern werden die Böen in der Nacht zum Montag über die Gipfel fegen. Eine Vorhersage für den Brocken, dem höchsten Gipfel im Harz, gehe sogar von 175 Stundenkilometern aus, sagt Friedrich.

12:50 Uhr: Europäische Kulturhauptstadt Galway sagt Zeremonie wegen Sturms ab

Die frisch gekürte Europäische Kulturhauptstadt Galway in Irland hat ihre letzten Auftaktveranstaltungen wegen schlechten Wetters abgesagt. Der Grund: Sturm Ciara - wie Sabine im europäischen Ausland heißt -, der am Abend auf die irische Westküste treffen sollte. Der irische Wetterdienst sagt heftige Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde voraus. Die Veranstaltung am Abend sollte den Abschluss einer ganzen Woche von kleineren Events bilden, mit denen die Stadt mit etwa 80.000 Einwohnern ihr Jahr als Kulturhauptstadt einläuten wollte.

12:30 Uhr: Einsatzkräfte gut vorbereitet, auch Privatpersonen sollen vorsorgen

Die Feuerwehr sieht sich gut auf den heranziehenden Orkan vorbereitet, es gilt der Aufruf an die Bevölkerung, Baugerüste und lose Gegenstände zu sichern, kurzum das, was bei Sturmböen wegfliegen könnte. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rät, vorbeugend in regelmäßigen Abständen Dächer und Schornsteine auf lose Dachziegel oder Bleche und Ähnliches zu überprüfen. "Fenster, Türen und Dachluken im Haus sollten geschlossen sein", schreibt der DWD auf seiner Homepage. Der Tipp für alle Autobesitzer: Fahrzeuge nicht in der Nähe von Häusern oder hohen Bäumen parken.

11:34 Uhr: Sabine wird stärkster Wintersturm der Saison

Der Sturm Sabine wird voraussichtlich ab Sonntagnachmittag Franken erreichen, abends und nachts breitet sich der Sturm dann über ganz Bayern zum Alpenrand hin aus. Am Montag dürfte der Höhepunkt mit Regen und starken Böen sein. Berechnungen der Meteorologen schätzen den Sturm Sabine deutlich stärker ein und mit fast zwei Tagen Dauer länger als die bisherigen Winterstürme in diesem Jahr, auch wenn er wahrscheinlich nicht die Gewalt von Kyrill oder Lothar erreichen wird.

10:37 Uhr: Wetter ändert sich schon in der Nacht zum Sonntag

Schon in der Nacht zum Sonntag rechnen die Wetterexperten in Bayern mit dichten aufziehenden Wolken. Bereits im Tagesverlauf dürfte es dann sehr windig werden mit schweren Sturmböen, hieß es vom Deutschen Wetterdienst. Es ziehe ein Sturmtief über Deutschland heran, das in der Nacht zum Montag von Norden auf Bayern treffe. Für weite Teile des Freistaats rechnen die Wetterexperten mit Windgeschwindigkeiten um die 100 Stundenkilometer. Am Montag seien gar orkanartige Böen mit bis zu 120 Stundenkilometern zu erwarten.

08:45 Uhr: Wind bis Stärke 12 erwartet

Mit Hilfe der Beaufort-Skala wird die Windstärke geschätzt und zwar anhand der Auswirkungen des Windes. Die Skala reicht von Stärke 0 (Windstille) bis Stärke 12 (Orkan).

Ab Stärke 10 spricht man von einem schweren Sturm mit Windgeschwindigkeiten zwischen 89 und 102 Stundenkilometern. Eine Windstärke von 100 Stundenkilometern genügt, damit ein Menschen sich nicht mehr auf den Beinen halten kann.

Ab Windgeschwindigkeiten von 104 Stundenkilometern spricht man Windstärke 11 und von einem "Orkanartigen Sturm". Solche Windgeschwindigkeiten werden für die Nacht zum Montag in Bayern angekündigt. Wind dieser Stärke kann Bäume entwurzeln.

Von einem Orkan spricht man bei Windstärke 12 und Windgeschwindigkeiten von über 118 Stundenkilometern. Ein Orkan hinterlässt schwere Verwüstungen. Bei einer Windgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern, wie sie in den Bergen angekündigt ist, können selbst Autos weggeweht werden.

14:01 Uhr: In Schulen in NRW fällt eventuell Unterricht aus

Das Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen stellt den Eltern frei, ihre Kinder am Montag zu Hause zu lassen, wenn sie den Schulweg auf Grund des Sturms nicht für sicher halten. Es weißt ebenfalls darauf hin, dass der Unterricht bei schweren Unwettern ausfallen kann und hält "nach jetzigem Kenntnisstand eine solche Entscheidung für vertretbar und geboten".

08:11 Uhr: Seenotrettung bereitet sich auf Einsätze vor

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen warnt vor dem Orkantief und bereitet sich auf Einsätze in Nord- und Ostsee vor.

02:11 Uhr: Sabine erreicht Bayern wohl in der Nacht zum Montag

Zunächst werde das vom Atlantik kommende Orkantief am Sonntag voraussichtlich gegen Mittag den Nordwesten Deutschlands treffen. An der Nordseeküste seien nach aktuellen Wettermodellen Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern zu erwarten. In den folgenden Stunden zieht das Sturmfeld dann wohl weiter Richtung Süden. Am Abend wird "Sabine" mit Windstärke elf (103 bis 118 Stundenkilometer) vermutlich die Linie Eifel, Niederrhein, Saarland erreichen und in der zweiten Nachthälfte zum Montag schließlich auch in Bayern ankommen.

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