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THW Vilshofen bildet Katastrophenschützer aus | BR24

© BR/Katharina Häringer

Bis vor wenigen Jahren gab es in Ländern wie Jordanien und Tunesien keine Katastrophenhelfer, wie wir sie beim THW kennen. In Vilshofen wurden jetzt ehrenamtliche Katastrophenschützer ausgebildet, die dann in ihren Ländern weiterbilden sollen.

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THW Vilshofen bildet Katastrophenschützer aus

Bis vor wenigen Jahren gab es in Ländern wie Jordanien und Tunesien keine Katastrophenhelfer, wie wir sie beim THW kennen. In Vilshofen wurden jetzt ehrenamtliche Katastrophenschützer ausgebildet, die dann in ihren Ländern weiterbilden sollen.

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Wenn ein Hochwasser in Niederbayern die Menschen überrascht, dann sind sie gleich da: die ehrenamtlichen Helfer vom Technischen Hilfswerk. Sie pumpen Räume aus und bauen Brücken wieder auf. In Ländern wie Jordanien und Tunesien gab es solche Helfer bis vor wenigen Jahren nicht - doch das ändert sich gerade: In Tunesien gibt es mittlerweile 15, in Jordanien drei THW-ähnliche Katastrophenschutzverbände.

Jordanische und tunesische Zivilschützer lernen beim THW in Vilshofen

Um noch mehr Leute für das Ehrenamt zu gewinnen, braucht es gute Ausbilder. Deshalb waren in den vergangenen zwei Wochen 13 tunesische und zwölf jordanische Zivilschutzausbilder in Vilshofen im Kreis Passau. Sie erhielten eine Grundausbildung von THW-Ausbildern aus ganz Deutschland. Der Ortsverband Vilshofen hatte sich dafür beworben, diese Schulung auszurichten.

Projekt vom Auswärtigen Amt finanziert

Finanziert wird das Projekt vom auswärtigen Amt. Geübt wurde vor allem an der Donau, wie Verletzte aus dem Wasser gerettet werden, wie Pumpen funktionieren, wie man sich im hüfthohen Wasser selbst am besten sichert oder wie sich mit Sandsäcken Barrikaden aufbauen lassen.

"Der Fokus liegt darauf, den Gästen Ausbildungsmethoden und das Wesen einer von Ehrenamtlichen getragenen Organisation zu vermitteln." THW

Es kommt auch besonders auf die exakte Wortwahl an, so Ausbilder Christopher Wodtke:

"Es ist eines der wichtigsten Ausbildungsziele, dass es eine einheitliche Sprache gibt für die Werkzeuge, die wir haben. Weil wenn wir jetzt im Einsatzfall nicht wissen, wovon wir reden, ist das echt ein Problem." Christopher Wodtke, Ausbilder beim THW

Abschluss mit Botschaftern

Wenn die Teilnehmer heute ihre Zertifikate erhalten, werden unter anderem der Botschafter des Hashemtisichen Königreichs Jordanien, der Botschafter Tunesiens sowie weitere Generalkonsule erwartet.