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Thüringen-Wahl: Tweet von Dorothee Bär löst Shitstorm aus | BR24

© Screenshot von Twitter/BR

Dorothee Bär hat Thomas Kemmerich zur Wahl zum Ministerpräsidenten von Thüringen gratuliert und damit einen Shitstorm ausgelöst.

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    Thüringen-Wahl: Tweet von Dorothee Bär löst Shitstorm aus

    Nur wenige Stunden nach der Wahl hat CSU-Politikerin Dorothee Bär dem frisch gewählten Ministerpräsidenten von Thüringen Thomas Kemmerich auf Twitter gratuliert – und damit einen Shitstorm im Netz ausgelöst. Sie räumte einen Fehler ein.

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    "Herzlichen Glückwunsch, lieber Thomas Kemmerich!" twitterte Dorothee Bär (CSU), die Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt, am Abend. Damit gratulierte sie dem neu gewählten thüringischen Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich (FDP) zur Wahl. Nach heftiger Kritik hat die Politikerin aus dem Landkreis Haßberge den Tweet kurze Zeit später wieder gelöscht und einen Fehler eingeräumt.

    Kritik an Tweet von Dorothee Bär

    Unter dem Posting von Dorothee Bär hatten sich viele User zu Wort gemeldet, die das Verhalten der Politikerin kritisierten. "Wie können Sie nur?" lautete einer der Kommentare. Einige Nutzer vermuteten auch, dass CDU/CSU bald Koalitionen mit der AfD eingehen könnten.

    CSU-Politikerin übt Selbstkritik

    Nun übt die Digitalministerin Selbstkritik: "Ich habe Thomas Kemmerich sofort und spontan gratuliert, weil ich ihn gut aus dem Bundestag kenne", sagte die CSU-Politikerin. "Das war ehrlicherweise ein Fehler", räumte sie ein. Denn die Art und Weise, wie der FDP-Politiker gewählt worden sei, "versuche ich im Bundestag seit Jahren mit allen Mitteln zu bekämpfen". Deshalb habe sie ihren Glückwunsch auch gleich wieder gelöscht.

    Hintergrund: Wahl von Kemmerich mit Hilfe der AfD

    Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war im Landtag in Erfurt zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Im dritten Wahlgang hatte er sich gegen den bisherigen Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) durchgesetzt. Möglich war das nur durch Stimmen von AfD und CDU. In ganz Deutschland hatten Menschen dagegen demonstriert, unter anderem in Würzburg und Nürnberg.

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